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Gast

Beitragvon Gast » 13.03.2006 23:33 Uhr

Hallo,

will neues niedrigenergie EFH mit 150 qm Wohnfläche bauen und habe mich nun reichlich über WP informiert. Habe nun auch Angbote vorliegen:

:arrow: Alpha Innotec WZS 75H 8,3 kW bei B0/W 35 (?), mit Flächenkollektor 4 Stränge DN 32 je 100m auf 350 qm. Inkl. E-Heizstab 6 kW.

:arrow: Bartl WB-B 4 S/HG 10,1 kW bei S0/W 35 (?), mit Flächenkollektor DN 20 mit 8 Stränge je 100m auf 250qm. Ohne Heizstab.

Wärmepumpen ca. gleich teuer. Nur Erdkollektor bai Bartl teurer, da auch doppelt so lang.

Kann mir einer sagen was B0 und S0 bedeutet? Heißt B=Boden und S=Sole? Wenn ja, macht das einen Unterschied?

Welche Vorteile hat ein doppelt so langer Kollektor auf kleiner Fläche?

Sind 8,3 kW ausreichend? Angeblich Heizstab nur für Estrichaufheizung und Legionellen, oder doch zu klein konzipierte WP um günstiger anzubieten?

Gibt es irgendwelche Vor-/Nachteile der beiden WP? Erfahrungen?

Kann man als Flächenkollektor jedes PE-Rohr (für Wasser) nehmen, oder sind das spezielle Rohre?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen. Würde mir aber erstmal weiterhelfen.

Danke für jede Antwort.

sebbi

Beitragvon sebbi » 14.03.2006 00:22 Uhr

Hallo,

ich baue selber gerade und ich kann Dir zu Wärmepumpen nur folgende Tipps geben.

1. Gute Informationen über Funktion von Wärme Pumpen findest du auf
www.waermepumpe-bwp.de

2. Gibt es immer das Problem mit der Erwärmung des Brauchwassers,
um 60 °C zu bekommen muß Zwangsläufig der Pumpendruck des Verdichters erhöht werden. Das kostet nen menge Strom. Besser ist die patentierte Technik von IDM. Kannst du durchlesen auf
www.idm-energie.com Stichwort HGL Technik
Energieausbeute 1:5 anstatt sonst 1:4

3. In Verbindung mit dem IDM Hygienik Warmwasserspeicher, absolut genial auch durchlesen. (Man hat da nie abgestandenes Warmwasser)

4. Die Erdkollektoren beziehen ihre Energie nicht vom Erdkern sondern von der Sonne. Merke je feuchter der Boden, desto besser die Wärmeleitfähigkeit. Ich lasse mein Regenwasser über den Kollektoren versickern. Wasser speichert die Sonnenenergie und leitet sie ins Erdreich.

5. Kollektorrohre nicht einsanden, sondern mit Muttererde einschwemmen.
Wenn mann die nicht einschwemmt dauerts 1-2 Jahren bis die Wärmepumpe optimale Leistung bring, weils dann solange dauert bis die PE Rohre gut mit Erde umschlossen sind.

6. PVC Rohrabstand min. 60cm - besser 80cm. Es bildet sich ein Eispanzer im Winter um die Rohre.

Zu deiner Frage über die Bedarfbrechnung kann ich nichts genaues sagen. Ich weis nur das man im Normalfall nicht mit einem Heizstab zuheizen muß, wenn die WP passt. Also auch im Winter steckt noch genug Wärme in der Erde. Kann nicht verkehrt wenn man einen Heizstab drin hat wenn die WP mal ausfällt sonst hängst du auf dem Schlauch.
Wenn deine WP nicht die Leistung bringt die du brauchst und du im Winter
mit Heizstab ewig zuheizen musst, hasst du nichts gekonnt. Da sind die
Stromkosten zu Schluß so hoch, das du genauso ÖL verheizen kannst. Das ist Tatsache.

Zur zweiten Frage, normales PE Rohr geht nicht dafür, auch wenns geht würd ich als Heizungsbauer keine Garantie übernehmen wenn Bespielsweise dann irgendwo auf deinem Grundtück ein Loch drin ist.
Quehl
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Beitragvon Quehl » 14.03.2006 16:50 Uhr

was ist denn der Unterschied zwischen normalem PE Rohr und nicht normalem PE Rohr? Es gibt PEHD und PELD Rohr. Es muß das PEHD = PE hart genommen werden. Und davon kenne ich nichts unterschiedl. mehr.

mfg
Quehl
Gast

Beitragvon Gast » 14.03.2006 19:04 Uhr

Bartl hat auch diese Heißgas-Entladung, vergleichbar mit der HGL-Technik von IDM. Garantieren 65 Grad für Radiatoren und Warmwasser.

Was mich aber am meisten interessiert ist, warum es zwischen beiden heizungen Unterschiede in der Heizleistung und in der Länge des Erdkollektors gibt. Hat einer dafür eine Erklärung?
Gast

Beitragvon Gast » 14.03.2006 20:28 Uhr

Erklärungen habe ich jede menge. Nur was richtig ist, das ist dann ein anderes Problem.
Die Heizleistungen sind nicht problematisch unterschiedl. Die Leistungen werden gestuft hergestellt und da ist es gerade 1 Stufe unterschiedl. Wenn der tatsächl. Wärmebedarf des Hauses dazwischen liegt, dann nimmt jeder Hersteller das, was ihm einfällt. Die gleiche Frage an einen anderen Tag kann dann zu einem anderen Ergebnis führen. Wichtiger sind insofern die Solekreise. Da kommt die Wärme her.
Bartl nimmt kleinere Durchmesser und braucht deswegen mehr Kreise. Auf den 1. Blick sind beide Angaben gleichwertig.
Bei mir war das so:
Der Hersteller hat gesagt, 25x2,3 6 Kreise. hab ich gedacht, nehme ich kleineren Durchmesser und mehr Kreise (8). Dann habe ich eine größere Oberfläche. War auch prinzipiell richtig gedacht. Dann habe ich aber nur 7 Kreise gekauft, 6 verlegt, 5 angeschlossen und davon hat der Bagger 2 kaputt gemacht. Sind 3 übrig geblieben. Während des Baues habe ich dann noch zusätzliche Wärmedämmung angebracht und die Auslegung des Herstellers bezog sich auf die WP und nicht auf den Bedarf, der niedriger liegt, so daß ich auch mit 3 Kreisen ausgekommen bin. Aber wegen des kleinen Durchmessers und der nur 3 Kreise war der Druckverlust so hoch, daß ich 2 Umwälzpumpen brauchte mit derem Energiebedarf.
richtig erscheint mir daher oben beides, was man nimmt, muß eine Berechnung ergeben und im übrigen ist das Ansichtssache.

mfg
Quehl

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