Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Andy

Beitragvon Andy » 09.02.2006 12:50 Uhr

Eventuell habe ich nur einen Denkfehler, aber vielleicht hilft mir ja jemand auf die Spruenge.
Folgende Modellrechnung.

Bestehendes EFH mit einem momentanen Oelverbrauch von ca. 3500 l / Jahr.
Kosten in diesem Jahr -> ca. 2000 EUR
Die Jahresleistungszahl einer L/W (Erdsonde geht nicht) wird wohl so um die 4 (optimistisch) liegen.
Heisst, ich braeuchte nur noch "825l" die jedoch in Form von Strom an die Waermepumpe gehen. (Event. Nachheizen mit Oel nicht beruecksichtigt).
825l entsprechen ca. 8250Kw/h Strom.
Bei einem Preis von ca. 15Cent. (Billiger bekomme ich den Strom verm. nicht) bin ich bei 1236 EUR.
Das heisst ich wuerde im aller aller guenstigsten Fall (Kein Zuheizen mit Oel bei einer Kaeltewelle, bzw. fuer Warmwasser) 764 EUR sparen.
Nicht gerade die Welt, und das wird auch nicht besser wenn der Oelpreis steigt. (Der Strompreis steigt verm. ja mit).

Obiges in eine Formel:

1- ((10 x Strompreis) / ( Leistungszahl * Oelpreis)) * Jahresheizoelkosten = Einsparung in EUR.

Das schraubt die Amortisation bei ca. 10000 EUR Anschaffung auf 15 - 20 Jahre.
Besser wird die Rechnung nur bei stark steigenden Oel / Stromkosten wobei die Stromkosten dann natuerlich nicht ueberproportional steigen duerfen.

Bessere Daemmung waere wohl besser.. aber auch aufwaendiger... :-((

Stephan Ostermann
Aktivität: hoch
Beiträge: 466
Registriert: 05.01.2006 00:31
Wohnort: Sehnde / Niedersachsen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Stephan Ostermann » 09.02.2006 20:42 Uhr

Wie groß ist denn das Haus was die 3.500 Liter HEL verbraucht?

Dann kann man deine Rechnung bewerten :-)
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
Andy

Beitragvon Andy » 10.02.2006 09:54 Uhr

Beheizte Wohflaeche ist ca. 140m2 (FBH) + ca.50m2 Keller die aber nur Zeitweise mir WW Radiatoren beheizt werden.

Allerdings, wozu ist die Groesse relevant?
Ich weiss wieviel Oel ich brauche.
Also weiss ich wieviel Energie ich brauche.
Ohne bauliche Massnahmen (Daemmung, etc.) wird sich daran nichts aendern.
Also ist Fakt das ich 3500l Oel mittels WP ersetzen muss.
Das das vermutlich in den kaeltesten Monaten nur mit einer eigentlich ueberdimensionierten WP geht ist mir schon klar.
Daher wuerde es wohl auf Unterstuetzung durch den Oelbrenner hinauslaufen.
Macht meine Berechnung allerdings noch schlechter.
Das Gleiche gilt natuerlich auch fuer einen momovalenten Betrieb.
Glaube nicht das dann 10000 EUR fuer die WP reichen.
Gerotherm
Aktivität: neu
Beiträge: 10
Registriert: 15.12.2005 17:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Gerotherm » 10.02.2006 12:17 Uhr

Leistungszahl 4 bei Luft / Wasser mit zeitweisem Radiatorenbetrieb (hohe VL Temp.), Warmwasser und dem hohen Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle ist mehr als optimistisch. Gehe mal lieber von einer Leistungszahl 2,7 aus.
Es würde sich am ehesten lohnen, erst einmal den Verbrauch durch dämmen oder andere Bauliche Maßnahmen zu senken. Denn das was nicht verlustig geht, muss auch nicht nachgeführt werden.

MfG
Andy

Beitragvon Andy » 10.02.2006 12:49 Uhr

Gerotherm hat geschrieben:
Es würde sich am ehesten lohnen, erst einmal den Verbrauch durch dämmen oder andere Bauliche Maßnahmen zu senken. Denn das was nicht verlustig geht, muss auch nicht nachgeführt werden.

MfG


Dem kann ich nicht wiedersprechen.
Allerdings werden mich bauliche Massnahmen so ca. 40-50k EUR kosten.
Das Haus ist erst (schon) 13 Jahre alt, sogar schon mit k1,4 Fenstern und 36 Daemmziegeln gebaut, aber die Fensterflaechen sind ueberproportional gross. und das Dach ist auch nicht gerade optimal gedaemmt.
Neue Fenster mit k0,8 oder so (1,1 machts Kraut nicht fett) und zusaetzliche Dachaussendaemmung kommt da locker auf 40-50k.

Uebrigends.
Wie gesagt, LZ von 4 halte auch ich fuer sehr optimistisch, aber... was hat dwr Radiatorenbetrieb und der Transmissionswaermeverlust mit der Leistungszahl der WP zu tun?

Die WP soll ja keine hohen Temperaturen erzeugen.
Fuer die Radiatoren und WW nur Ruecklaufvorwaermung. Weitere Erwaermung dann mit der bestehenden Oelheizung.
(Der sich dann ergebende Oelverbrauch ist in meiner ersten Berechnung allerdings nicht beruecksichtig. Aber das hatte ich da ja auch schon erwaehnt).

Und warum hat der Transmissionsverlust Einfluss auf die Leistungszahl?
Ein VL Temperatur von 35-40C reicht fuer die bestehende FBH.
Das muesste doch eine fuer die WP (fast) optimale Temperatur sein.
Erst wenn, bedingt durch den Transmissionsverlust eine hoehere VL Temp noetig ware koennte ich den von ihnen genannten Einfluss verstehen :?:
schillerp
Beiträge: 2
Registriert: 10.02.2006 13:13
Wohnort: Gumpelstadt
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon schillerp » 10.02.2006 14:36 Uhr

Der Preis für die Elektroenergie scheint mir sehr hoch. Viele Versorger liefern Nachtstrom bzw. Tagstrom außer Spitzenzeiten( 2*1,0h am Tag ) zum halben Preis, Pufferspeicher zur Überbrückung ist rel. billig.Die Leistungszahl sinkt mit der Höhe der Vorlauftemperatur.
Ich will auch auf Luft Wasser Wärmepumpe umstellen , Suche aber noch Ausschreibungstext, Rechnungstext um mehrere Firmen anzufragen .
Peter

Gerotherm
Aktivität: neu
Beiträge: 10
Registriert: 15.12.2005 17:10
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Gerotherm » 10.02.2006 14:48 Uhr

@Andy

yup so meinte ich es auch,

altbauten haben meistens einen hohen Wärmebedarf, der wiederum durch radiatoren oder Fußbodenheizungen mit höheren oder hohen VL Temp. bereitgestellt wird. und ein L/W WP hat bei +2/+35 eine mittlere Leistungszahl von 3,7 bei VL 45/40 liegt diese sicher bei 2,7 - 3 und dies aber nur bei +2°C bis zum Bivalenzpunkt bei -5 z.B. sinkt die Leistungszahl auf ca. 2.

Ansonsten haben Sie mit Ihrer Frage natürlich recht.

MfG

PS: Es gibt gute KfW Kredite bis 50.000 € mit 1% Zinsen und erreicht man besonders hohe einspaarungen dann gibt es 15% der Kreditsumme geschenkt.
Andy

Beitragvon Andy » 10.02.2006 15:32 Uhr

schillerp hat geschrieben:Der Preis für die Elektroenergie scheint mir sehr hoch. Viele Versorger liefern Nachtstrom bzw. Tagstrom außer Spitzenzeiten( 2*1,0h am Tag ) zum halben Preis, Pufferspeicher zur Überbrückung ist rel. billig.Die Leistungszahl sinkt mit der Höhe der Vorlauftemperatur.
Ich will auch auf Luft Wasser Wärmepumpe umstellen , Suche aber noch Ausschreibungstext, Rechnungstext um mehrere Firmen anzufragen .
Peter


Na ja, es gibt durchaus Anbieter mit 10cent /kwh aber das laeuft dann als Nachtstrom oder mit 2x 2-3h Pause vor Mittag und zw. 16 - 18Uhr.

Bei Nachtstrom waere die Frage ob das ueberhaupt etwas bringt da ja bei einer L/W Pumpe die Luft Aussentemperaturen die Leistungszahl beeinflussen.
Vor allem in der Uebergangszeit hat es ja tagsueber oft schon 10-15C waehrend die Nacht immer noch bei 0C ist.
Waere interessant ob die Rechnung mit Nachtstrom aber niedrigerer LZ gegenueber Tagstrom mit hoher LZ aufgeht.
Hat da jemand Zahlen, Berechnungsgrundlagen?

Bei Tagstrom mit Ausschaltzeiten liegt es aehnlich.
Aussgerechnet in der Zeit zw. 10 und 12Uhr, also dann wenn sich die Luft schon ausreichend erwaermt hat wird die Pumpe vom EVU ausgeschaltet.

Es bleiben also, um die Tageswaerme zu nutzen nur ca. 5h.
0:00 - ca. 10:00 zu kalt.
10:-12:00 EVU Sperre
12:00 - ca. 17:00 Energiegewinn
18(19):00 - 0:00 zu kalt.

Ich denke 5 Stunden sind nicht gerade viel.

OK, alles auf der Theorie das die Temperaturdifferenz zw. Tag / Nacht den Vorteil des Nachtstromtarifes gegenueber des Normalstromtarifes egalisiert.
Habe ich falsch gedacht?


Uebrigens, welches EVU liefert Strom < 10Cent / KW/h? bei Betrieb einer WP.
(Ich weiss das es 8Cent/KW/h Tarife fuer Nachtspeicheroefen gibt aber fuer Waermepumpen???)
Mukkel
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 54
Registriert: 29.12.2005 10:30
Wohnort: Grossenheidorn bei Hannover
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Mukkel » 13.02.2006 22:41 Uhr

Moin moin,

mein lokaler EVU(Eon Westfalen Weser)!!!

Hier habe ich nun NT und HT(7.00 bis 13.00 und 17.00 bis 19.00 Wochentags) den Rest und die Wochenende habe ich NT. Da ich sowohl Heizung als auch Warmwasser via WP "herstelle" habe ich auch keine Sperrzeiten. Ich habe via Zeitschaltuhr nun die HT-Zeit als "Sperrzeit" Die WP läuft also ausschliesslich auf NT(0,09431€ incl. Stromsteuer und MWSt(16%) bis Ende 2005) Das sind Netto 0,0608€/KWh.

Gruss

Mukkel
Roger

Beitragvon Roger » 24.02.2006 22:45 Uhr

Mit nur 5 Stunden betriebszeit ihrer Wärmepumpe werden sie ein Problem bekommen. Da die gesamte Wärme für die restlichen 19 Stunden immer noch bereit stehen müssten hat das einen Pufferspeicher zur Folge der gar nicht realisierbar wäre. Bei den heutigen besser gedämmten Häusern gäbe dies schnell mal einen Pufferspeicher von bis zu 10'000 Liter!

Sperrzeiten von 2*2-3 Stunden im Tag können jedoch sehr gut mit einem 500-800 Liter Speicher überbrückt werden! Einen Pufferspeicher ist für eine Luftwasserwärmepumpenanlage auch sinvoll, da in den Übergangszeiten eine minimale Laufzeit durch den Speicher gewährleistet ist.

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Wirtschaftlichkeit Waermepumpe im (fast Altbau)