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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Walter Heller

Beitragvon Walter Heller » 31.08.2005 16:45 Uhr

Irgendwo habe ich gelesen dass bei Erdsonden-Wärmepumpen das Sondenwasser von der Wärmepumpe um ca. 4°C abgekühlt wird.
Welche Temperatur hat den nun das Sondenwasser z.B. im Januar, wenn die Wärmepumpe seit Beginn der Heizperiode in Betrieb ist?
Angenommen Erdwärme beträgt im Mittel 10° C.
Wird das Sondenwasser in der Tiefe immer wieder auf die 10°C aufgewärmt, oder sinkt diese Temperatur allmählich?

Vielen Dank im Voraus

Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:45 Uhr

Hallo,

es gibt wenig Fragen, die derart schwierig zu beantworten sind. Hier gehen neben den geologischen Parametern (Wärmeleitfähigkeit Gestein, Grundwasserfluss, Wärmestrom aus dem Erdinneren etc.) auch noch etliche anlagenspezifische Details (Sondenmeter gesamt, Anzahl Sonden, Art der Sonden etc.) ein. Dazu kommen dann noch das Heizverhalten, das Klima und und und...die Liste ist schier endlos.

Die beste Antwort auf deine Frage ist daher wohl: immer noch genügend hoch, dass das Haus beheizt und das Warmwasser aufbereitet werden kann.

Wenn die gesammelten Details bekannt sind, kann mit spezieller Software die mittlere Temperatur der Sole zu einem beliebigen Zeitpunkt sehr gut abgeschätzt werden. Allerdings wird dieser Aufwand im EFH-Bereich nur sehr selten getrieben (z.B. wenn kein Glykol als Zusatz erlaubt ist).

Die in der VDI 4640 genannten Entzugsleistungen je Meter Sonde wurden vorher mit einem Simulationsprogramm berechnet. Eine strikte Anwendung dieser Werte unter Berücksichtigung der jeweiligen Randbedingungen sorgt dafür, dass die Sole immer ausreichend "warm" ist.

Gruß
Thomas

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