Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Roy
Beiträge: 3
Registriert: 19.06.2006 00:54
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Roy » 07.03.2021 17:25 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin gerade bei der Projektierung für eine PV-Anlage auf den Verbrauch unserer LWZ 403 SOL aufmerksam gemacht worden.

Ich habe den bisher nicht in Frage gestellt.

Ist der Verbrauch im angehängten Screenshot für Ende Februar / Anfang März realistisch, oder zu hoch?

160 m²
3 Personen
Fußbodenheizung
Belüftungssystem
Dateianhänge
Screenshot 2021-03-07 171739.png
Screenshot 2021-03-07 171739.png (44.37 KiB) 469-mal betrachtet

energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1812
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 13 Mal
Lob erhalten: 211 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 07.03.2021 17:55 Uhr

Grüße dich Roy,
wenn die Werte und Verbräuche richtig abgelesen sind kannst du davon ausgehen das diese auch real und realistisch sind.
Ob der Verbrauch zu hoch ist liegt weniger am Herät als am Umfeld.
Zum einen waren es ja recht kalte Tage/ Nächte und da dürfte dann auch eine höhere Vorlauftemperatur erforderlich sein. Dies bei niedrigen Aussentemperaturen führt zu einen schlechteren Wirkungsgrad ergo hohen Energieeinsatz.
Um eine Einschätzung vornehmen zu können müsste man mehr wissen, Schalt-, Heizzeiten, Vorlauftemperatur, gewünschte und reale Raumtemperatur, Anteil des Warmwassers (Menge, Temperatur, Zirkulationsverluste).
Nur aus dem Stromverbrauch auf die Effizienz zu schliessen ist leider nicht machbar
Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Roy
Beiträge: 3
Registriert: 19.06.2006 00:54
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Roy » 07.03.2021 21:23 Uhr

Hallo Udo,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich versuche morgen mal ein paar mehr Infos aus den Einstellungen der WP herauszuholen und stelle sie dann hier ein.

Grundsätzlich sind die Werte aus meiner Excel natürlich nicht repräsentativ übers Jahr gesehen. Da habe ich einen Verbrauch von 3.500 kWh. Die WP läuft seit 13 Jahren rund um die Uhr im Normalbetrieb. Vom Absenkbetrieb hatte mir der Installateur damals abgeraten.

Im Photovoltaik Forum habe ich folgende Info zu meinem WP Verbrauch erhalten.

Zitat:
"Vernünftig gesteuert rutscht der Nachtverbrauch der WP in den Tag!
Bringt mehr als eine Batterie, da kein Verlust. Die WP arbeitet am Tag auch effizienter da es wärmer ist.
Meine WP ist in der Nacht quasi aus. Zumindest wenn am Tag genug pv da war.
"

Ausgangspunkt war die Frage, ob sich in meinem Fall ein Batteriespeicher zur PV-Anlage lohnt oder nicht.
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1812
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 13 Mal
Lob erhalten: 211 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 08.03.2021 08:07 Uhr

Guten Morgen Roy,
jetzt weiß ich was du meinst.
ich versuche dir mal ein paar Gedankenanstöße zu geben.
Grundsätzlich ist die Idee den Anteil des selbstverbrauchten Stroms zu erhöhen sinnvoll. Bei deiner Wärmepumpe musst du allerdings 2 Punkte beachten:
-Zum einen arbeitet die Wärmepumpe grundsätzlich nur dann wenn Wärme benötigt wird (abgesehen vom kleinen Zwischenpuffer) da wird es schwierig viel Strom "von der Nacht in den Tag rutschen zu lassen".
Anders sieht es aus bei Anlagen mit größerem Pufferspeicher (zb direktkondensation), hier kann man diese "Wärmebatterie" natürlich aufladen wenn die Umstände günstig sind.
-Der zweite Punkt, du musst schauen zu welchem Preis der Strom mit deiner PV-Anlage produziert wird und wie groß der COP im Moment der Laufzeit deiner Pumpe gerade ist... Strom nur deswegen in die Wärmepumpe zu jagen, nur weil er gerade verfügbar ist muss nicht immer sinnvoll sein.
Gruß udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Roy
Beiträge: 3
Registriert: 19.06.2006 00:54
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Roy » 04.04.2021 10:45 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Zum einen arbeitet die Wärmepumpe grundsätzlich nur dann wenn Wärme benötigt wird (abgesehen vom kleinen Zwischenpuffer) da wird es schwierig viel Strom "von der Nacht in den Tag rutschen zu lassen".
Anders sieht es aus bei Anlagen mit größerem Pufferspeicher (zb direktkondensation), hier kann man diese "Wärmebatterie" natürlich aufladen wenn die Umstände günstig sind.


Guten Morgen Udo,

ich habe mich jetzt für die PV-Anlage 18 kWp OHNE Speicher entschieden.
Dennoch stellt sich bzgl meiner LWZ 403 SOL die Frage, ob man die Warmwasserproduktion über ein Zeitprogramm fest für die Mittagszeit einstellen kann, so dass der Strom für die Warmwasserproduktion in die Zeit der Stromerzeugung der PV-Anlage fällt. Ich finde dazu im Handbuch zu meiner WP Baujahr 2006 leider nichts. Bei dem gleichen Modell BJ 2009 scheint das zu gehen.

energieprojekt hat geschrieben:Der zweite Punkt, du musst schauen zu welchem Preis der Strom mit deiner PV-Anlage produziert wird und wie groß der COP im Moment der Laufzeit deiner Pumpe gerade ist... Strom nur deswegen in die Wärmepumpe zu jagen, nur weil er gerade verfügbar ist muss nicht immer sinnvoll sein.


Der Strom der Anlage wird laut Wirtschaftlichkeitsprognose des Solarteurs für 0,07 € pro kWh produziert. Wie kann man den COP denn ermitteln?

LG Roy
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1812
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 13 Mal
Lob erhalten: 211 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 04.04.2021 18:48 Uhr

Hallo Roy,
eigentlich solltest du diese Einstellung vornehmen können, ggf mal bei Stiebel nachfragen.

Der COP hat nichts mit dem Strompreis zu tun den dir der Solateur angegeben hat.

Nun der COP ergibt sich aus der Aussentemperatur und Ziel-(Nutz)temperatur.
Einfach ausgedrückt je niedriger diese Differenz ist um so höher wird der COP (Wirkungsgrad) der Wärmepumpe sein.
Es gibt von den meisten Herstellern Tabellen dazu, die sie aber häufig ungerne rausgeben da einem schonmal bei dem Wirkungsgrad schlecht werden kann......
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz


Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Verbrauchswerte LWZ 403 SOL