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MarcoP
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Beitragvon MarcoP » 12.02.2021 18:24 Uhr

Hallo,

wir haben eine Vissmann Vitocal 222 G, Baujahr 2008, und diesen Winter mit ihr nur Probleme.

Erst saßen wir bei 19°C im Bad im OG, daraufhin haben wir die Heizkreis-Umwälzpumpe wechseln lassen.
Inzwischen sind auch alle Stellmotoren ausgetauscht, die Entlüfter im OG ausgetauscht (nachdem sie übergelaufen waren), die Heizkreise oben und unten entlüftet und der Druck ist nach etwas Wasser-Auffüllen wieder konstant bei 2 bar.

Zur Zeit sind bei uns draußen nachts ca. -18°C und tagsüber ca.-6°C. Drinnen wird es im Untergeschoss nicht wärmer als 21,5°C, eher weniger, obwohl wir alles voll auf- und hochgedreht haben. Die Fliesen in der Küche sind nur kühl bis lauwarm, obwohl die Vorlauftemperatur ca. 39,9°C anzeigt (ist wohl auf 40°C begrenzt).

Wir haben nun auf der Suche nach der Ursache Folgendes beobachtet:
Die Heizung heizt paar Minuten bis der Rücklauf bei angeblich 37,3°C ist, was ziemlich schnell geht. Dann schaltet sie wieder aus und sehr schnell sinken die Werte für den Vor- und Rücklauf wieder auf ca. 28/29°C Grad. Sie springt wieder an, wenn 27°C erreicht sind.

Wir hatten auch erst den Fühler in Verdacht, zumal wir gestern noch die Entdeckung gemacht haben, dass der Wärmemengenzähler beim Hochheizen einen um 4-5°C niedrigeren Rücklaufwert anzeigt, als die Heizung. Stutzig macht uns aber: Wenn sie nicht heizt, stimmen die Werte überein.

Kann der Rücklauf-Sensor kaputt sein? Kann er falsche Werte anzeigen, weil das Heizkreiswasser voller Rost ist? Oder ist es am wahrscheinlichsten, dass hier was verstopft ist, weil uns leider niemand gesagt hat, dass wir das Heizkreiswasser mal hätten spülen/austauschen müssen :cry: ?

Vielen Dank!

Marco

MarcoP
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Beitragvon MarcoP » 13.02.2021 09:08 Uhr

Korrektur: Die Vorlauftemperatur ist doch nicht gedrosselt, erreicht auch manchmal deutlich höhere Werte (auch die Rücklauftemperatur).

Und entlüftet wurde natürlich nicht der Heizkreis oben und unten, sondern nur oben und der zusätzlich zur FBH vorhandene Badheizkörper.


Aktuell sind die Fliesen oben im Bad deutlich wärmer als im EG. Oben werden über 22 °C erreicht, unten nur knapp 21°C. (Normaltemperatur an Heizung: 23°C).
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Beitragvon rosebud » 13.02.2021 09:18 Uhr

Wenn es im trauten Heim zu kalt ist und der Ofen dauernd abschaltet, wird er seine Wärme nicht los: Hatte da mal jemand einen "hydraulischen Abgleich" gemacht, also die Heizkreise abgewürgt? Woanders in Foren wird man nur runtergemacht, wenn man den HA in Zweifel zieht.
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Beitragvon MarcoP » 13.02.2021 12:02 Uhr

Bei Inbetriebnahme vor 11 Jahren ja, soweit ich mich erinnern kann. Seitdem nicht mehr.

Ist auch aktuell nicht möglich, da die Durchfluss-Anzeiger-Röhrchen verdreckt sind...
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Beitragvon energieprojekt » 13.02.2021 14:18 Uhr

Hallo Marco, ich versuche dir mal ein paar Ansätze zu geben wie du das Problem eingrenzen kannst und es bei dir wieder warm wird.....

Also fange ich mal vorne an und versuche die Anlage zusammen zu stellen:
Gasbrennwertkessel mit Fußbodenheizung, Einzelraumregelung
2 Etagen

Dann wurde mittlerweile fast alles ausgetauscht, vielleicht um Umsatz zu machen oder aus Unwissenheit bzw der Unlust der Ursache auf den Grund zu gehen.....

Die Anlage hat ja wohl etliche Jahre zufriedenstellend gearbeitet damit würde ich das Problem "Heizkreise abgewürgt" als nicht existend betrachten

Fakt ist wohl das die Wärmeübertragung nicht (mehr) optimal ist und es deswegen zum Takten des Wärmeerzeugers kommt.
darauf weisen auch die verdreckten Durchflussmesser sowie die "übergelaufenen" Lüfter hin.....
Zum Thema Anlagendruck, hier sind auch viele der Meinung "Viel hilft viel", damit werden allerdings nur alle Komponenten über Gebühr belastet......
Den notwendigen Anlagendruck, in Verbindung mit dem dazu passenden Ausdehnungsgefäß und dessen Vordruck sollte jeder Heizungsbauer eigentlich ausrechnen können (Lehrstoff in der Lehre und der Meisterschule).

Grundsätzlich muss das Heizungswasser nicht öftern tauschen allerdings macht es Sinn schon bei der Installation das "richtige" Wasser einzufüllen. (Siehe hier weiter unten.)

Vielleicht stellst du deinem Heizungsbauer mal ein paar Fragen (auf die Antworten bin ich schon gespannt):

-warum wurde die Heizungspumpe ausgetauscht, wenn sie defekt war würde überhaupt kein Wasses/ Wärme mehr gefördert.
(hier direkt die zweite Frage, hast du Fördermittel dafür bekommen ???)
-warum wurden die Stellantriebe gewechselt, dies sind einfache elektrische Magnete, ich halte es für fast ausgeschlossen das alle auf einmal den Geist aufgegeben haben.
(Ich habe allerdings auch erst etwas über 40 Jahre Erfahrung also nicht unbedingt aussagekräftig)
-warum reinigt er die Kesselwandung nur auf einer Seite, der am Brenner und nicht auf der wasserführenden Seite. das ist ungefähr so als wenn die Hausfrau die Fenster immer nur von innen putzt, irgendwann wird man trotzdem nicht mehr durchsehen können.

Jetzt mal der Lösungsansatz:

Bringe als erstes einen Reiniger ins Heizungssystem ein, dieser wird je nach Verschmutzungsgrad ca 6-8 Wochen im System bleiben (Natürlich im laufenden Betrieb), Anschließend wird das Wasser abgelassen und die Anlage mit enthärtetem Wasser befüllt und anschließend konditioniert.
Dann hast du wieder eine funktionierende Fußbodenheizung und wirst die Vorlauftemperatur senken können.
Infos kannst du hier nachlesen:
http://www.hannemann-wassertechnik.de

Du kannst mich hier auch gerne ansprechen wenn du nicht weiterkommst
Udo von http://www.energieprojekt.biz

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !

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