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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
tadeus
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Beitragvon tadeus » 15.09.2020 13:00 Uhr

Hallo,

ich bin neu hier und auf euch gestoßen, da ich aktuell ein Einfamilienhaus plane und beim Heizungsthema sehr viele Fragezeichen stehen. Aktuell muss ich mich langsam entscheiden, auf welchen Energieträger ich setze.

Es wird ein Massivholzhaus oder Blockhaus, in Bungalowbauweise als Winkelhaus konstruiert mit ca 175qm, teilunterkellert. Als "Zuheizung" in der Übergangs- und kalten Jahreszeit gibt es im Zentrum vom Haus einen Grundofen (Tulikivi).

Was mich interessiert.
Heizbedarf: Wie bekomme ich heraus welchen Heizbedarf mein Haus hat? Unterhalte ich mich mit Heizungsunternehmen, bekomme ich ne Pelletanlage mit Warmwasser-Solar-Unterstützung und ne Wassertasche im Ofen "empfohlen". Geh ich dann zu Hausherstellern, heist es: "die Leute haben keine Erfahrung mit Holzhäusern und überheizen mit solchen überdimensionierten Konfigurationen das Holzhaus. Heizkosten lägen geschätzt bei 600-700 Euro/Jahr. Ich bräuchte eigentlich nur im Winter eine Zuheizung und übers Jahr was fürs Warmwasser."

So da steh ich nun. Woher bekomme ich einen halbwegs realistischen Orientierungswert was den Heizbedarf betrifft?

Und wenn der Heizbedarf wirklich so klein ist. Welche Heizung?
Gasanschluss hab ich nicht. Auf eine Wärmepumpe möchte ich wenn möglich verzichten. Öl wäre quatsch. Ne Pelletanlage wäre laut Haushersteller zu teuer und überdimensioniert.

Ich weiß, diese Fragen wird mir wahrscheinlich erstmal keiner beantworten können, aber ich weiß gerade nicht wie ich das Thema angehen soll.

Was mache ich nun?

Danke schon mal

Grüße

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Beitragvon energieprojekt » 16.09.2020 12:13 Uhr

Hallo und willkommen hier im Forum,
das ist in der Tat ein spannendes und leider viel zu oft vernachlässigtes Thema.
Also dein häuslebauer wird dir einen ENEV-Nachweis gegeben haben der allerdings nicht viel (bzw genug) aussagt.
ich empfehle dir zu einem Unternehmen zu gehen welches sich mit der Auslegung des Wärmebedarfs beschäftigt.
Der Heizungsbauer und die Hersteller sind hier meist völlig falsche Ansprechpartner.
Die Aussage über 6-700 € Heizkosten im Jahr bestätigen dies eigentlich schon, wie kann ich die benennen wenn nicht einmal Verbrauch und Wärmeerzeuger feststehen....
Hier im Forum gibt es zb. den User GESBB, er macht solche Berechnungensehr zuverlässig.
Mit diesen Angaben kannst du dann den passenden Wärmeerzeuger und die Wärmeverteilung auslegen lassen. (solche Dinge mache ich zb auch).
Zb Thema Wärmeerzeuger;
-Öl halte ich auch für ein Auslaufprodukt (im doppelten Sinne)
-Wenn kein Gas, bliebe evtl Flüssiggas
-um die Warmwasserbereitung im Sommer zu gewährleisten könnte man zb eine thermische Solaranlage einsetzen (auch wenn hier im Forum die meisten über Solarthermie schimpfen bin ich ein Fan davon, mache die aber auch erst seit 30 Jahren also fehlt mir hier bestimmt die Langzeiterfahrung :wink: )
-Ggf könnte man auch mit dem Grundofenbauer sprechen ob eine nachheizregister einsetzbar wäre der dann im Winter den Grundofen unterstützen kann.
Aber wie gesagt, erst einmal nur Brainstorming bis man verlässliche Verbrauchswerte hat.
Gruß udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon elnino » 16.09.2020 21:01 Uhr

Kann auch eine unterstützende Bearbeitung mit Hilfe eines Fachplaners empfehlen . GESBB war aber schon lange nicht mehr zugegen hier - leider.
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Beitragvon gergen-dv » 17.09.2020 07:34 Uhr

Hallo Tadeus.
Ich empfehle Dir Dich mal mit der interessanten Direktverdampfer-Technik auseinander zu setzen.
Dabei sind nur geringe Erdarbeiten erforderlich, Eigenleistungen sind in begrenztem Umfang möglich und die Technik ist äusserst preiswert. Ach ja: sie wird natürlich auch mit 35 % von der bafa gefördert!
Hilfreich wäre es zu wissen WO Du bauen willst. Liefert Dir Dein Bauträger keine Heizlastberechnung? Diese sollte auf jeden Fall vorhanden sein um wichtige Entscheidungen vorbereiten zu können.

GERGEN Energietechnik
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