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toma
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Beitragvon toma » 23.01.2020 19:03 Uhr

Hallo,

wir planen momentan unseren Hausbau (170 Quadratmeter) miteiner Luft-Wasser-Wärmepumpe für Heizung (natürlich Fußboden) und Warmwasser. Nun rätseln wir etwas bei der Auslegung der jeweiligen Speicher. Empfohlen wird uns ein 300l Warmwasser-Speicher.Wir kamen bislang gut mit einem 50l Boiler in unserer Wohnung zurecht. Das reicht für 2 Personen gut aus. Da denken wir uns, dass ein 120l Speicher mehr als genug sein sollte. Was spricht dafür/dagegen? Klar, wenn jeder eine einstündige Wohlfühldusche nehmen möchte, muss der nächste 2-3 h warten, abgesehen davon, dass 120l keine Stunde reichen wird. Aber dass muss ja nicht sein und man kann sich darauf einstellen. Wir brauchen keine teure Anlage, um jede mögliche Eventualität abzudecken. Und für die Heizung? Wäre da ein Pufferspeicher nicht auch ratsam? Am besten wäre es ja, wenn die WP diese tagsüber, wenn es meist wärmer ist, aufheizt und damit die Nacht durch heizt.
Vielen Dank für eure Meinungen und Hilfe!

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 23.01.2020 19:27 Uhr

Hallo Toma, willkommen hier im Forum.
was du schreibst ist immer so ein Problem. Warmwasser ist ein Lebensmittel und dies 365 Tage im Jahr auf Temperatur zu halten nur um es 1-2mal am Tag nutzen zu können ist eigentlich aus energetischer Sicht Irrsinn.
Auf welche Temperatur der Speicher dann letztendlich gehalten wird und was für Probleme man sich damit einhandelt ist ein weiterer Punkt.
Dann noch Speicher mit 3-400 Liter (die man an einem Tag kaum braucht) macht genau soviel Sinn.
Hinzu kommen dann noch Punkte wie Kalk- und Schlammablagerungen welche die Qualität des Lebensmittels noch verschlechtern.
Deinen jetzigen 50 Literspeicher kannst du nur bedingt zum Maßstab nehmen da ich mal davon ausgehe das deine derzeitige Heizung deutlich größer dimensioniert ist und es dadurch eine kürzere Ladezeit gibt.
Da sind wir wieder bei dem Thema "vor dem bauen planen und den Bedarf ermitteln".
Einerseits bist du da oft mit einer Durchlaufschlange in einem Puffer besser bedient allerdings mögen dies viele Wärmepumpen nicht.
Wie meistens, es gibt nicht DIE universel richtige Lösung sondern die für dich passende!
Mit meiner Lösung ecke ich hier immer an deswegen lasse ich es lieber....
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Beitragvon GESBB » 24.01.2020 09:14 Uhr

toma hat geschrieben: Empfohlen wird uns ein 300l Warmwasser-Speicher.
Auch den WW-Speicher sollte der Anlagenplaner dimensionieren.
toma hat geschrieben:Wir kamen bislang gut mit einem 50l Boiler in unserer Wohnung zurecht. Das reicht für 2 Personen gut aus.
Bei WP als Wärmeerzeuger gelten andere Prämissen.
Im Vergleich zu Verbrennungswärmeerzeugern werden die Volumen und Wärmetauscherflächen tendenziell größer. Hier sind besonders wärmepumpenfreundliche Speicher sinnvoll.
toma hat geschrieben:Und für die Heizung? Wäre da ein Pufferspeicher nicht auch ratsam?
Pufferspeicher im Heizkreislauf sind Effizienzkiller. Gute Anlagendimensionierer können daher auf diese verzichten. Spart auch unnütze Geldausgabe. :wink:
toma hat geschrieben: Am besten wäre es ja, wenn die WP diese tagsüber, wenn es meist wärmer ist, aufheizt
Das macht man für die Aufladung des WWW-Speichers so.
WP und ganz speziell LWP stellen hohe Anforderungen an die Anlagendimensionierung. Ich rate zu einem erfahrenen, unabhängigen Fachexperten, der nichts mit Verkauf und/oder Installation zu tun hat, wenn das Ganze ein Erfolg werden soll.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!
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Beitragvon gergen-dv » 25.01.2020 08:19 Uhr

Hallo Toma.
Wieso eigentlich eine LUFT-WP? ERDWÄRME ist wesentlich wirtschaftlicher. Schau Dir doch mal diese Seiten an: http://www.pro-dx.de
Hast Du Dich schon mal schlaugemacht bezüglich der neuesten FÖRDERUNGEN durch die bafa?

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k.gergen@eco-pump.de

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