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rosebud
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Beitragvon rosebud » 02.12.2019 08:52 Uhr

Gemäß den Verbrauchszahlen wurde entweder die RaumT° mit dem Fenster geregelt oder das Haus wurde rund um die Uhr in allen Räumen auf 24 °C geheizt. Anders sind die Zahlen nicht zu interpretieren. Die bestehende Hydraulik ist mehr als zweifelhaft, weil die T°bereiche von Fußbodenheizung und Radiatoren stark differieren und ein Parallelbetrieb ausgeschlossen ist. Die solare Wassererwärmung und den Pufferspeicher betrachte ich als Spielerei wegen der exorbitanten Heizlast.
Die auf dem zweiten Bild gezeichnete Hydraulik kommt der Sache wesentlich näher. Mit nennenswerten Einsparungen ist ohne ein drastisches Ändern des Heizverhaltens nicht zu rechnen.
Der ärgste Gegner der erneuerbaren Energien ist die Dreisatzrechnung

Michael99
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Beitragvon Michael99 » 02.12.2019 10:41 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Nun du müsstest doch schon wissen was du beauftragt hast.

Bei der jetzigen (alten) Anlage handelt es sich um eine Stambackausführung. Die Wärmeverteilung kann so nicht zufriedenstellend funktionieren.
Die untere wäre eine Glykolanlage mit Systemtrennung, wobei ich hier die Hydraulik "exotisch" bezeichnen möchte. Das geht besser und effizienter.
Wer hat das untere System geplant ?


Nun, der HB hatte ein Angebot mit Endpreis gemacht. Einzelpreise waren da nicht aufgeführt. Er hatte eine Anlage mit 3-Wege Mischern vorgefunden. Wenn er bei seinem Konzept das anders macht, hätte er das abstimmen müssen.

Was ist eine Stammbackausführung?

Was ist an dem neunen Konzept exotisch?

Michael
energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 02.12.2019 20:15 Uhr

Nun ein Angebot sollte schon etwas differenzierter sein als nur mit einem Endpreis....
das wäre als wenn ich einen Kaufvertrag unterschreibe in dem steht:
ein Stück Auto, braucht 50% weniger als ihr jetziges, für Summe XXX.

Steamback ist ein Solarsystem welches ohne Wärmetauscher im Solarkris auskommt und damit auch keine Solarflüssigkeit hat sondern Heizungswasser durch den Kollektor schiebt.
Dies bedeutet das bei Frostgefahr kaltes Rücklaufwasser zirkuliert und das Heizungswasser muss absolut sauber sein (ein Bestandteil der VDI 2035).Hier einfach mal ein Link zum Thema Heizungswasser und mehr Info's zu dem Thema: https://www.hannemann-wassertechnik.de/ ... gKtKvD_BwE

Exotisch in der Hinsicht das alle Erzeuger und Verbraucher an nur ein Pufferanschlusspaar angeschlossen sind. Dies führt zu hohen, unkontrollierbaren Fliesgeschwindigkeiten und schlechter Schichtung.....
Warum sollte zb die Fußbodenheizung ihren Vorlauf aus dem heißesten Teil des Speicher entnehmen wenn hier nur max 40°C benötigt werden. andererseits nimmt die Solaranlage das Rücklaufwasser der stat. Heizflächen hier sind schnell mal 40-45 °C dies bedeutet das die Solaranlage erst bei 50-55°C Kollektortemperatur anfängt zu arbeiten.....
Wie es richtig geht sieht man zb hier: https://ratiotherm.de/schichtspeicher-oskar/
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Beitragvon GESBB » 03.12.2019 08:17 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:..... Nochmal, was wurde beauftragt ?
Korrekt! Das dürfte im gegenwärtigen Stadium wesentlich "kriegsentscheident" sein. Nach meiner Erfahrung auch als Gutachter eine häufige Frage von Richtern in vergleichbaren rechtlichen Auseinandersetzungen. Lautet der Auftrag (mit Unterschrift = Vertrag) "Bau mir mal eine Heizung die warm macht", haben Endkunden (AG) denkbar sehr schlechte Karten, ein vorhandenes Übel nachträglich zu korrigieren.
Ich kann Anlagenbetreibern oder Neubauherren nur empfehlen, vor Auftragsvergabe rechtzeitig einen objektiven, neutralen, unabhängigen Fachexperten zu konsultieren, der mit Verkauf und Installation der Anlage absolut nichts zu tun hat. Dieser sollte auch die Grundlagenermittlung nebst Anlagendimensionierung übernehmen.
Über technische Einzeldetails muß man hier aufgrund der vorhandenen Situation primär zunächst ersteinmal nicht diskutieren.

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Beitragvon rosebud » 07.12.2019 12:19 Uhr

Es wäre sehr interessant, von den Fachberatern "GESBB" und "energieprojekt" zu erfahren, wie sie den m.E. horrenden Heiz-Energiebedarf des Gebäudes von nahezu 200 kWh/m2/a interpretieren und mit welchen Maßnahmen sie ihn nennenswert reduzieren wollen. Juristisches Geplänkel ist hierzu denkbar schlecht geeignet.
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Beitragvon GESBB » 08.12.2019 08:51 Uhr

rosebud hat geschrieben:......horrenden Heiz-Energiebedarf des Gebäudes von nahezu 200 kWh/m2/a interpretieren und mit welchen Maßnahmen sie ihn nennenswert reduzieren wollen.
Das ist der Energieverbrauch nicht der tatschächliche Energiebedarf für Heizung + WW! Letzterer ist unbekannt und wurde nicht ermittelt.
Energieverbrauch = Energiebedarf x Anlagenaufwandszahl (er).
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/anlagentechnik/anlagentechnik5.png< br />Für den hohen Verbrauch kann es zahlreiche Ursachen geben:
- zu hohe (schlechte) Anlagenaufwandszahl
- unzureichende thermische Qualität der äußeren Gebäudehülle
- Nutzerverhalten (Raumtemperaturen, WW Menge u. Temperaturen, Lüftung, etc.
All diese Faktoren wirken im Komplex.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/gebaeude/energetische-gebaeude-optimier ung.png
Was hier im einzelnen ausschlaggebend ist, kann nur ein Hellseher vermuten. Mit Vermutungen, Annahmen, Schätzungen bzw. Rätselraten lassen sich solche Fragestellungen nicht belastbar lösen.
Zudem war es nicht Bestandteil der Ausgangsfrage von @Michael99.

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Beitragvon Wortmann » 08.12.2019 11:30 Uhr

Ich habe leider auch nur schlechte Erfahrungen mit Paradigma gemacht und kann jeden nur davor warnen.
2013 habe ich mir in einem 2 Familienhaus eine Pellets-Heizung von Paradigma für ca. 36.000 Euro einbauen lassen.
Die Anlage hat von Anfang an Propleme bereitet und ist im Jahr ca. 10 mal im Störmodus. Natürlich bin ich bei den Mietern auf der Anklagebank.
Inzwischen ist die Anlage rundumerneuert.
Kulanz ? Fehlanzeige
Kundendienstinteresse? Fehlanzeige
Ich werde die Anlage jetzt nach 6 Jahren verschrotten und ein Mini-
Blockheizkraftwerk einbauen.
Ich kann jeden nur warnen: Finger weg von PARADIGMA !!!
Man wird alleine im Regen stehen gelassen
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Beitragvon energieprojekt » 09.12.2019 12:36 Uhr

Hallo Wortmann,
schade das du schlechte Erfahrungen mit Paradigma hattest.
Auch wenn du nicht schreibst was für Probleme.
Eins möchte ich dir jetzt schon zu bedenken geben,
BHKW's sind sehr Planungsintensiv sonst werden sie schnell zum Groschengrab.
Ich bin ein Fan von dezentraler Energieversorgung allerdins müssen die Eckdaten passen.
Ein BHKW braucht Laufzeit, ab 4500-5000 Std/a lässt es sich meist erst wirklich wirtschaftlich darstellen.
Wenn du mit einem Mini-BHKW die 5 KW-Klasse meinst bedeutet es das zu für dein 2 Familienhaus einen Energiededarf in der Grundlast von ca 40-50.000 KWh hast.....
Nimm dir hier jemanden zu Hand der sich mit der Materie auskennt und las es dir berechnen (nicht von einem Hersteller der schönrechnet wegen der Möglichkeit des Verkaufs !)
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon rosebud » 09.12.2019 15:05 Uhr

Moment mal: Mindestens 4.000 bis 5.000 Stunden Laufzeit pro Jahr! Was haben diese Kleinmaschinen für eine Lebensdauer? Ein deutlich größerer Ottomotor im Auto schafft zwei- bis dreitausend. Es kann nicht sein, daß alle paar Jahre der Motor verschlissen ist. Dann ist das Ganze von vorneherein unrentabel.
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Beitragvon energieprojekt » 09.12.2019 20:39 Uhr

Diese "Kleinmaschinen" wie Sie sie nennen sollten bei entsprechender Wartung eine Lebenserwartung von 60-80.000 Stunden haben (Herstellerangabe). Diese lassen sich auch erreichen wenn eine vernünftige Betriebsweise mit wenigen Starts erfolgt.
Die Rentablilität steht und fällt mit der Nutzung der Energie (Wärme und Strom) die meisten sehen nur den Strom und wundern sich dann das die Maschine ausgeht weil die Wärme nicht gebraucht wird
Udo

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