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Parrain
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Beitragvon Parrain » 08.09.2019 09:24 Uhr

Hallo zusammen,

bin dabei eine Haus zu Kaufen und möchte vorm Einzug unter anderem die Ölheizung, die auf jeden fall ausgetauscht werden muss, mit einer Erdwärmepumpe umtauschen.

Das Haus ist 1982 gebaut worden. Das Erdgeschoss ist mit Fußbodenheizung ausgestattet und im Obergeschoss (3 Schlafzimmer) sind Heizkörper eingebaut.
Die Fenstern sind aus Holz, 2 Fach verglast. Die Außen Fassade ist mit 36 cm starke Ziegelsteine gebaut. Keine Dämmung vorhanden.
Die Gesamte beheizte Fläche ist bei ca. 200 qm.

Habe zwei Beratungstermine bereits gehabt und zwei unterschiedliche Meinungen bekommen.
Das Erste mit einer Zusage und geschätzte 30 - 35 T€ für eine Sol-Wasser Wärmepumpe. Im Obergeschoss sollen die Heizkörper raus und FBH eingebaut.
Der Zweite hat mich davon abgeraten, da man in der 80er die Abstände der Leitungen im Boden sehr weit aus einander gelegt hatte (ca. 20 cm aus einander entfernt). Dadurch würde man mit einer EWP eine Höhe Vorlauftemperatur benötigen (ca. 48 Grad), um die Räume auf 20 - 22 grad heizen zu können. Man würde so viel Strom verbrauchen, somit ist die Effizienz der EWP (Optimale Vorlauftemperatur 35 - 36 Grad) nicht erreicht und die erhoffte Amortisation damit hin.
Dazu kommen die Leitungen, die nicht den heutigen Standard nicht aufweisen.

Ich habe angefangen nach einer Pelletsheizung zu denken, aber man würde vielleicht die gleiche Probleme bekommen.

Ich bedanke mich im Voraus für eure Meinungen und Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

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Beitragvon gergen-dv » 08.09.2019 09:32 Uhr

Zunächst sollte eine genaue HEIZLASTBERECHNUNG erstellt werden damit man weiß, über welche Daten man spricht.
Was die Heizkörper im OG angeht, so gibt es auch Niedertemperatur-KONVEKTOREN die mit einem Vorlauf von nur 35°C arbeiten!
Eine Erdwärmepumpe hätte den Vorteil für Dich, dass Du ggf. bis zu 6000 € Förderung von der bafa bekommen könntest.
Die Sanierung ist auf jeden Fall weit unter den genannten Preisen machbar.
Wo steht das Haus (PLZ)?
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Beitragvon Parrain » 08.09.2019 10:16 Uhr

gergen-dv hat geschrieben:Zunächst sollte eine genaue HEIZLASTBERECHNUNG erstellt werden damit man weiß, über welche Daten man spricht.
Was die Heizkörper im OG angeht, so gibt es auch Niedertemperatur-KONVEKTOREN die mit einem Vorlauf von nur 35°C arbeiten!
Eine Erdwärmepumpe hätte den Vorteil für Dich, dass Du ggf. bis zu 6000 € Förderung von der bafa bekommen könntest.
Die Sanierung ist auf jeden Fall weit unter den genannten Preisen machbar.
Wo steht das Haus (PLZ)?



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Beitragvon gergen-dv » 08.09.2019 11:30 Uhr

.... und die restlichen Antworten?
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Beitragvon Parrain » 08.09.2019 14:37 Uhr

Hallo Gergen,

eine Heizlastbrechnung ist nicht vorhanden. Aber der Energieausweis habe ich bekommen. Der Energieverbrauch liegt bei 132 KWh/qm.a und das Primäreenergieverbrauch bei 107,7 KWh/qm.a.
Die 4.500 - 6.000€ Basisförderung der BaFa ist mir bekannt und hoffe, wenn es klappt mit dem Umbau, auf den vollen Förderbetrag.

Ich würde den Umbau auf Bodenheizung im OG auch zustimmen. So hätte man ein System im ganzen Haus.

Mit freundlichen Grüßen
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Beitragvon energieprojekt » 08.09.2019 17:58 Uhr

Hallo und guten Tag Parrein,
Vielleicht direkt noch ein paar Fragen, Anregungen
-Was für einen Energieausweis hast du ?
-die knapp 6000 € Förderung bekommst du beim Pelletkessel auch
-Eine Heizlastberechnung (und andere verlässliche Daten) sollte schonn vorliegen.
-Umbau auf FB-Heizung im Obergeschoß. Damit senkst du dann dort die Vorlauftemperatur hast aber immer noch 2 Kreise wenn du jetzt davon ausgehst unten mit 48°C zu arbeiten.
-Hier solltest du dich nicht auf igrendwelche Vermutungen verlassen sondenr mit einer Infrarotkamera messen wie die Leitungen verlegt wurden.
Es ist eigentlich egal welchen Wärmeerzeuger du hast dieser wird erstmal nichts an der restlichen Technik der Heizung ändern.
Der Vorteil einer Pelletheizung könnte sein das du die höheren Temperaturen preiswerter "herstellen" kannst als mit einer Wärmepumpe
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon Parrain » 08.09.2019 20:38 Uhr

Hallo Udo,

Der Energieausweis vom Haus habe ich vom Verkäufer erhalten. Das hat er machen lassen und vor 2 Tage bekommen. Das benötigt man für denVerkauf!!
-Danke für die Info mit der Förderung für die Pelletsheizung. Das Wusste ich nicht :-)
-Die Heizlastberechnung werde ich dann morgen in Auftrag geben.
-Der Vorschlag mit der Infrarotkamera finde ich gut. Werde ich auch beauftragen :-)
-Wie Du schon sagtest, solang ich 2 Kreise habe, wird es nichts ändern egal welcher Wärmeerzeuger ich da einbaue.
Entweder das ganze Haus mit neuer FBH verlegen lassen, was die Umbaukosten in die Höhe treiben wird, oder dein Vorschlag mit der Pelletheizung. So würde ich die höheren Vorlauftemperaturen preiswerter herstellen.

Info/ neue überlegte Variante:
Im EG befinden sich 2 Schlafzimmer, Bad, Küche, Diele und Wohnzimmer + Esszimmer. Im WZ befindet sich ein großer Kachelofen.
Da ich den Bad neu machen lasse, habe ich überlegt bis auf das WZ, EZ und Diele die restlichen Räume und das OG mit neuer FBH Leitungen zu verlegen. So hätte ich einen Heizkreis.
Im WZ und EZ würde wegen der niedrige Vorlauftemperatur und aufgrund weniger Leitungen pro qm theoretisch nicht warm genug werden. Ich könnte dann mit dem Kachelofen kompensieren.
Was meint ihr?

Mit freundlichen Grüßen
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Beitragvon GESBB » 09.09.2019 06:23 Uhr

Parrain hat geschrieben:Der Energieausweis vom Haus habe ich vom Verkäufer erhalten.
Ergebnisse aus Energieausweisen haben nichts mit tatsächlichen Verbräuchen zu tun!
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/gebaeude/energetische-gebaeude-optimier ung.png
Parrain hat geschrieben:-Die Heizlastberechnung werde ich dann morgen in Auftrag geben.
Es ist wesentlich mehr als nur eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 (ausführliches Verfahren) erforderlich.
Parrain hat geschrieben:Entweder das ganze Haus mit neuer FBH verlegen lassen, was die Umbaukosten in die Höhe treiben wird, ....
Für die energetische Optimierung der Heizungsanlage in Bestandsgebäuden haben sich häufig zusätzliche Wandheizflächen bewährt, um mit notwendig niedrigen VLT für WP auszukommen.
Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!
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Beitragvon deine-heizung » 02.10.2019 13:15 Uhr

Hallo Parrein,

der Udo von energieprojekt hat dir schon sehr gute Tipps gegeben. Im Prinzip kann ich mich da nur anschließen.
Da du im EG schon eine Fußbodenheizung hast, würde ich im OG auch darauf umrüsten und mit einer Wärmepumpe heizen.

Ich finde die Idee mit der Sole-Wasser WP eigentlich ganz gut.
Hierbei ist eine fachgerechte Dimensionierung bei der Planung entscheidend. Ohne ausführliche Heizlastberechnung ist diese kaum möglich. Zu dieser gehören unter anderem auch die Berechnung der Transmissions- und Lüftungsverluste deines Hauses.

Es lohnt sich, bei der Wahl des entsprechenden Fachbetriebes etwas länger zu suchen, bzw. sich mehrere Angebote einzuholen!

Wenn du willst, kannst du auch gern mal auf unserer Seite www.deine-heizung.de vorbeischauen! Dort findest du umfangreiche Infos zu allen verschiedenen Heizungssystemen.

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