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Bein1980
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Beitragvon Bein1980 » 05.02.2009 18:39 Uhr

Hallo,

ich habe heute hier mal ganz pauschal einen Tipp:

Bei einer "Beleuchtungsumstellung" auf LED-Technik ist es tatsächlich möglich bis zu 90% Strom zu sparen.

Und die LED-Strahler sind inzwischen echt erschwinglich - rechnet sich alles ziemlich schnell...

Ich hab auch umgestellt und bin total begeistert...

Gute Qualität, guter Preis bei

www.paules-led-shop.de

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Beitragvon Oeffi » 05.02.2009 19:48 Uhr

Hmm, also was ich bis jetzt so gesehen habe, ist die LED für Flächenbeleuchtung noch nicht so geeignet.
Ein Freund hat sein komplettes Haus auch auf LED umgestellt und zufrieden sind wir alle nicht.

Obwohl, Strom spart man daduch wirklich, doch schönes Licht habe ich dadurch nicht.

Ist aber auch nur meine Erfahrung, die ich damit gemacht habe.
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Beitragvon GMil » 05.02.2009 22:37 Uhr

Das Licht (Lichtfarbe, Spektrum) ist durchaus erträglich, teils sogar angenehm, wenn man hochqualitative (=teure) LEDs nimmt, aber die Kosten sind noch so exorbitant hoch, daß sich die Anschaffung nach wie vor nicht lohnt. Außerdem ist die Lebensdauer der Hochleistungs-LEDs mit nur 5.000 Stunden immer noch niedriger als bei Halogen und erst recht bei ESLs.

Als Beispiel der Umbau einer einfachen 20 W - Halogen-Schreibtischlampe auf LED-Licht gleicher Lichtleistung (5 W, warmweiß):

Lampe im Original: 20 W Halogen, Brenndauer ca. 6.000 h; Kaufpreis 20 €; Verbrauch in 6.000 h =120 kWh = 24 €; gesamt also 44 € in 6000 h.

Umbaukosten: LED 5 Watt (Luxeon) 22 €, Vorschaltgeräte 15 € (die LED muß mit Konstantstrom betrieben werden); Brenndauer 5.000 h; Verbrauch in 5.000 h = 25 kWh = 5 €; gesamt also 42 € in nur 5.000 h, das sind umgerechnet gut 50 € in 6.000 h.

Die Austauschkosten des Leuchtmittels (Halogenbirne gegen LED) gehen extrem zu Lasten der LED: 22 € zu 50 ct, wenn man die Halogenbirne beim Discounter holt.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon walu123 » 06.02.2009 10:53 Uhr

Davon abgesehen, dass so eine Werbethread hier ja wohl nichts zu suchen hat kann ich über diese Aussage nur lachen. 90% sparen, wenn man überhaupt was spart ist es schon gut!

LED ist nett, witzig, interessant, zukunftsweisend, aber noch nicht so ausgereift, dass es ersatzlos im Haushalt eingesetzt werden kann.

Zur indirekten Beleuchtung, bzw Effekte habe ich im Haus 5 1W LEDs verbaut. Dafür ist es klasse, aber nicht zur Beleuchtung.
Es gibt einfach noch kein LED-Leuchtmittel, das dieses schafft.
Wenn man dann noch die Kosten einrechnet kann man es sofort lassen. Die Lebensdauer der LED´s, vor allem der 1 und 3W Module ist weit entfernt von den Angaben der Hersteller, bzw. den magischen 50-100.000h. Die effektive Stromaufnahme ist meist auch deutlich höher als angegeben. (z.B. Conrad)

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber dann mt Beweisfotos, bzw konkreten Produktangaben.
Ach ja, eine Energisparlampe mit 15=75Watt kostet 10€, dafür müsste man mindestens!! 10 Hocheistungs-LED´s verbauen. Diese würden dann aber min. 100€ kosten, verbauchen dann aber auch 10-15W. So far, noch chance.

Gruß Walu
Bartl Eco 4s Sole
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Beitragvon Energiesparer » 23.11.2009 22:39 Uhr

Wenn man sich mal den Gesamt-Energiebedarf ( Auto, Heizung, Haushalt usw. ) anschaut, ist der Verbrauch für Beleuchtungszwecke unter 1%.

An der Beleuchtung mit hohen Investitionsaufwand sparen zu wollen ist da keine gute Idee.
joerg109
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Beitragvon joerg109 » 24.11.2009 11:09 Uhr

Bein1980 hat geschrieben:Hallo,

ich habe heute hier mal ganz pauschal einen Tipp:

Bei einer "Beleuchtungsumstellung" auf LED-Technik ist es tatsächlich möglich bis zu 90% Strom zu sparen.

Und die LED-Strahler sind inzwischen echt erschwinglich - rechnet sich alles ziemlich schnell...

Ich hab auch umgestellt und bin total begeistert...



Nach mehrmonatigen Tests und eingehender Beschäftigung mit der Materie möchte auch ich diese Aussage nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.
Man kann mit LEDs keinesfalls 90% Strom sparen und schon gar nicht 90% der verbrauchten Energie. Zudem ist es so, dass die Kombination herkömmlicher Lampen/Fassungen mit LED-Leuchtmitteln in aller Regel zwar etwas Strom einsparen helfen, aber in der Gesamtbetrachtung der Betriebskosten mit herkömmlichen Beleuchtungsmitteln nicht wettbewerbsfähig sind.

Dies liegt insbesondere an
- der Tatsache, dass LEDs, die in Leuchtmitteln herkömmlicher Bauart (Spots, Glühbirnen) "versteckt" werden, häufig durch schlechte Kühlung (geschlossene Bauweise) eine überraschend geringe Lebensdauer haben. 5.000 Stunden sind da in aller Regel bereits eine überaus optimistische Herstellerangabe.
- den primitiven Vorschaltgeräten, die in das Leuchtmittel integriert sind. Sie liefern keinen konstanten Strom und verkürzen deshalb die Lebensdauer der LEDs auf einen Bruchteil dessen, was möglich wäre

Fazit: GU10 oder E27 LED Spots sind bis auf ganz wenige Ausnahmen Geldmacherei. Die wenigen Ausnahmen fallen vor allem dadurch auf, dass sie in der Anschaffung sehr teuer sind (Faktor 5 im Vergleich zu den Billigheimern).

Dennoch ist es so, dass man mit LEDs auch heute schon 90% und mehr der für Beleuchtung aufgewendeten Energie einsparen kann. Ich habe mich deshalb entschlossen, unser neues Haus, das wir in einigen Wochen beziehen werden, komplett mit LEDs zu beleuchten. Ich möchte hinzufügen, dass es sich bei unserem Haus um ein Passivhaus mit positiver Gesamtenergiebilanz handelt, d.h. wir stellen mehr Energie her (Solarthermie + Photovoltaik), als wir für Heizung, WW und Strom benötigen. In einer solchen Konfiguration ist die prozentual für Beleuchtung aufgewendete Energie durchaus nennenswert und verdient eine nähere Betrachtung. Überdies verhindern wir durch den Verzicht auf konventionelle Leuchtmittel unerwünschte, nicht steuerbare Wärmequellen

Und das sieht so aus:
- EIB/KNX Bussystem zur Steuerung von Solar, Jalousien, Wandheizung, Licht, Media etc.
- DALI Bussystem für die Lichtsteuerung, mit KNX/DALI Gateway
- Das Licht wird überwiegend mit Bewegungs- und Präsenzmeldern geschaltet, bleibt also nicht versehentlich irgendwo an
- alle Lichter sind dimmbar und passen sich automatisch dem Tageslicht an

Dies ist die Basis. Sie funktioniert unabhängig von der Art der verwendeten Leuchtmittel, solange die Leuchtmittel dimmbar sind. Dies ist bei LEDs, die in konventionellen Fassungen stecken und das Vorschaltgerät bereits "an Bord" haben, d.h. direkt an 220 oder 12V angeschlossen werden können, nicht der Fall. Die können (und wollen) wir auch nicht verwenden.

Durch die "intelligente" Lichtsteuerung lassen sich 30-40% der für Beleuchtung aufgewendeten Energie einsparen, egal ob man Glühbirnen, Halogenspots oder sonstwas verwendet.

Aber wie gesagt, wir verwenden LEDs, und zwar durchgängig und überall gespeist aus Konstantstromquellen. D.h., die LEDs erhalten von den Vorschaltgeräten nur so viel Strom, wie sie bauartbedingt vertragen, ohne Schaden zu nehmen. Nur so erreichen LEDs eine MTBF (mean time between failure) im Bereich von durchaus einigen Jahrzehnten. Diese Vorschaltgeräte können über DALI angesteuert werden. Darüber lassen sich die LEDs auch dimmen (man verwendet dafür die sogenannte Pulsweitenmodulation PWM, d.h. es wird nicht die Spannung variiert, sondern die LEDs werden mit einer Art Wechselstrom versorgt, dessen Frequenz variiert wird) und bei RGB-LEDs läßt sich darüber auch die Leuchtfarbe einstellen.

Nun aber zu den LEDs: Für die Grundbeleuchtung verwenden wir LED-Streifen (teils RGB, teils mit PowerLED), die im Fensterbereich angebracht werden, also da, wo das Licht auch tagsüber herkommt. Ein Helligkeitssensor steuert die LEDs so, dass eine konstante Helligkeit im Raum herrscht, wenn jemand sich im Raum befindet. Zur hellen Ausleuchtung von Arbeits- und Lesebereichen verwenden wir PowerLEDs, die über dieselben Vorschaltgeräte angesteuert werden.

Also Leute: Wenn Ihr ein Forum wie dieses lest, dann gehört Ihr ohnehin zu denen, die sich informieren und nicht alles glauben. Wenn Ihr Euch in die Materie der LED-Technik ordentlich vertieft und vor allem die unterschiedlichen PowerLEDs testet (Warmweiß ist nicht gleich Warmweiß), dann habt Ihr die Chance, euch ein wirklich geniales Licht ins Haus zu holen (bei Energiesparfunzeln habe ich immer den Eindruck, demnächst zu erblinden) und überdies Strom zu sparen und die Betriebskosten auf ein absolutes Minimum zu senken.


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Beitragvon LEDProfi » 27.11.2011 13:28 Uhr

90% ist nicht immer zu schaffen, doch 80% ist auch schon was.
Lebensdauer von > 50.000 Std gilt nur für die LEDs. Die eingebauten Treiber, deren Kondensator auch warm werden, verlieren ihre Kapazität schon weit früher.
Kalkuliert mit 20.000 Std und damit ergeben sich auch schon tolle Amortisationszeiten. Nur nicht die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Den Marketing-Leuten nicht alles glauben.
Gute LED Lampen haben Ihren Preis. Dafür erfüllen Sie auch alle Anforderungen eines Retrofit-Leuchtmittels:
- Lange Lebensdauer
- hohe Lichtausbeute
- zuverlässige Aussage an abgebendem Lichtstrom
- Vergleichbare Lichtverteilung, Abstrahlwinkel
- warme Lichtfarbe
- Gutes Wärmemanagement
- Hoher Farbwiedergabe index
- Look and Feel zu herkömmlichen Leuchtmitteln

Die günstigen sind einfach nur billig und machen für kurze Zeit irgendein Licht.
Viel Spass mit LED,
Tom
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Beitragvon Yannes » 30.04.2019 15:59 Uhr

Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man im Haushalt die ganze Beleuchtung auf LED umrüstet. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ich habe bei mir wirklich gemerkt, dass meine vorherige Beleuchtung ein richtiger Stromfresser war und dass LED Leuchten sparsamer sind.
Wenn man allerdings Strom sparen möchte, dann gibt es noch weitere gute Möglichkeiten, die man nutzen kann.
Ich habe online sehr hilfreiche Tipps und Ratschläge gefunden und auch eine Liste an Stromfressern, die Strom sogar verbrauchen wenn man sie nicht benutzt. Das sind halt diese doofen Stand.by Leuchten die viele Geräte haben.
Einfach mal Google fragen, so erfährt man mehr zu dem Thema.
Liebe Grüße

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