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Vitus
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Beitragvon Vitus » 06.05.2017 14:28 Uhr

Hallo,

ich habe ein Häuschen BJ 1978 und mit 90 qm Wohnfläche gekauft, dass komplett mit Strom beheizt wird :( Das heißt auch, dass keine Heizkörper vorhanden sind.

Neben der anstehenden Innenrenovierung möchte ich gleich noch auf eine andere Heizungsart umsteigen. Aber: Öl will ich nicht und Gas wird zu teuer, da ich rund 5.000 Euro zusätzlich für einen Gasanschluss zahlen müsste, weil in der Straße keiner vorhanden ist (Sackgasse mit vier Häusern, meines ist das letzte).

Aus meiner Sicht bleibt nur noch das Heizen mit Pellets, aber da bin ich etwas verwirrt ob all der Möglichkeiten. Ich sehe grade folgende Optionen:
1. Heizen mit einem einzigen Pelletsofen (Wohnzimmer) - dann müssten wohl aber immer die Türen offenbleiben, damit das komplette Haus beheizt wird. Sehe ich kritisch wegen der Raumaufteilung, z. B. weil zwischen Küche und Wohnzimmer der Eingangsflur liegt und die Haustür nicht die neueste ist bzw. wahrscheinlich nicht gut dämmt. Wasserkochendgerät in der Küche und Durchlauferhitzer im Bad müssten bleiben.
2. Heizen mit wassergeführtem Pelletsofen (Wohnzimmer) - hier müssten zusätzlich Heizkörper, Rohre etc. installiert werden. Würde dies auch für die Warmwasserversorgung für eine Person bei moderatem Wasserverbrauch ausreichen?
3. Pelletskessel/-heizung im Keller - habe schon mit einem Heizungsbauer gesprochen; der muss erst prüfen, ob der Kamin bis runter in den Keller reicht. Vor-Ort-Begehung steht noch aus.

Habe ich das aus technischer Sicht richtig verstanden? Außerdem vermute ich, dass 3. so richtig ins Geld geht und 1. nicht ausreicht für eine gute Wärmeversorgung (?).

Beim Energieberater (Verbraucherzentrale) war ich schon, dort haben wir jedoch fast ausschließlich über Möglichkeit Nr. 3 gesprochen, weil ich damals nur diese im Kopf hatte.

Wäre Euch dankbar für Ratschläge. Zur Info füge ich die Grundrisse von EG und OG bei. Die gepunkteten Linien sind nachträglich eingezogene, die weißen Linien entfernte Wände.

Vitus
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Beitragvon energieprojekt » 06.05.2017 22:10 Uhr

Hallo Vitus, willkommen bei EP24.de.
Zu deinen Fragen.
Um eine vernünftigen Beheizung hin zubekommen würde ich auch zu einer wassergeführten Lösung raten.
Ob dar Wärmeerzeuger dann im Wohnraum oder Keller steht ist Geschmacksache. Was du brauchst ist dann entweder ein Pufferspeicher oder aber ein Warmwasserboiler. Wenn du das Heizgerät ins Wohnzimmer stellst erwärmst du den Raum im Sommer bei der Warmwasserbereitung.
fall der Kamin nicht bis in den Keller reicht gibt es die Möglichkeit einen Leichtbaukamin zu setzen (evtl müsste dein vorhandener eh saniert werden).
Las dir die Anlage vernünftig planen dann klappt es auch mit dem günstig heizen.
Achso vielleicht noch zu den Kosten......
Ein kessel mit Silo von Premiumherstellern dürfte so bei 12.000 liegen, abzüglich der Förderung also auch nicht wesentlich teurer als ein Ölbrennwertkessel
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Vitus » 07.05.2017 05:44 Uhr

Lieber Udo,

herzlichen Dank für Deine schnelle und hilfreiche Antwort.

Das Wohnzimmer im Sommer erwärmen möchte ich natürlich nicht :D

Jetzt mal die Vor-Ort-Begehung mit dem Heizungsbauer abwarten Angebote einholen und mich mit den Fördermöglichkeiten auseinandersetzen...

Gruß
Vitus
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Beitragvon energieprojekt » 07.05.2017 09:37 Uhr

Guten Morgen Vitus,
mache das aber las dir nicht ein X für ein U vormachen. In den meisten Fällen ist der gesunde Menschenverstand der beste Ratgeber.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Vitus » 16.12.2017 22:04 Uhr

Nach langer Zeit bin ich wieder hier...

Habe mir vor einigen Monaten nur ein einziges Angebot des hiesigen Heizungsbauers eingeholt: 25 T€, Bafa-Förderung nicht mitgerechnet. Es geht sicher günstiger, aber mittlerweile musste ich im Haus mehr renovieren als geplant, so dass mir eine Pellets-Zentralheizung derzeit zu teuer ist.

Nun möchte ich einen Pelletofen kaufen. Vor einigen Tagen war deswegen der Bezirksschornsteinfeger hier. Er rät mir zu einem 8 kW-Gerät. Aufstellung entweder im Wohnzimmer, wobei ein Edelstahlkamin angebaut werden müsste, oder aber im Flur im EG und Nutzung des vorhandenen Kamins. Ich hätte den Ofen gerne im WZ, habe jedoch das Problem, dass der Kamin dann < 15 m vom Nachbarhaus entfernt wäre, was nicht zulässig ist. Und einen Kamin, der ellenlang über das Dach herausragt, damit er die Fenster des Nachbarn um 1 m überragt (ist Bedingung), möchte ich nicht; das Nachbarhaus liegt höher als meines.

Bleibt fast nur noch, den Ofen in den Flur zu stellen. Nun meine Fragen: Wenn man sich die Skizze von EG und OG ansieht, könnte ich mit einem Pelletofen, der zwischen Wohnzimmer und Bad im Flur steht, unterhalb des Treppenaufgangs, das ganze Haus beheizen? Vor allem das EG, weil ich mich hier am meisten aufhalte. Oder dringt ein Großteil der warmen Luft ins OG?
Welche Möglichkeiten gibt es, die warme Luft möglichst hauptsächlich im EG zu verteilen? (Küche ist ein bisschen blöd, den zu der hat man nur Zugang über den vorderen Flur).

Wäre dankbar für Antworten.

Schöne Grüße

Vitus
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Beitragvon energieprojekt » 17.12.2017 13:24 Uhr

Hallo Vitus,
wenn ich mir deinem Plan so ansehe ist der Kamin doch im Eck des Wohnzimmers. Warum soll es dann ein Unterschied sein auf welcher Seiter der Wand das Heizgerät steht ?
Wenn du den Pelletofen in den Flur stellst wird die Luft nach oben ziehen. Es sei denn du kaufst dir einen mit geführter Luftverteilung.
25.000 für einen Pelletkessel halte ich schon für recht teuer.
Da sollte es um einiges günstiger gehen
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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Beitragvon Vitus » 17.12.2017 22:08 Uhr

Danke für Deine Antwort, Udo.

Das Wohnzimmer, wie es ursprünglich im Plan gezeichnet war, existiert nicht mehr in dieser Größe. Ein Teil wurde "weggenommmen" und fungiert nun als Flur. Die nachträglich eingezeichnete, gepunktete Linie stellt eine Wand dar.

Da das Wohnzimmer nun keinen direkten Zugang zum Kamin mehr hat, müsste ich mit Rohren über den Flur. Dies ist jedoch aus mehreren Gründen nicht möglich/nicht erlaubt (lt. Bezirksschornsteinfeger).

Werde mich nun also mal bei den Ofenhändlern in der Umgebung, die mir der Schornsteinfeger empfohlen hat, nach einem Pelletofen mit geführter Luftverteilung erkundigen. Danke für den Tipp.

Ja, die 25 T€ für eine Pelletsheizung fand ich auch zu teuer. Der Installateur, bei dem ich angefragt hatte, scheint da nicht viel Ahnung davon zu haben. Wusste nichts von der Bafa-Förderung und hat sich von einem Pelletheizungsvertriebler beraten lassen. Mit dem war er dann bei mir vor Ort.

Schöne Grüße

Vitus

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