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muckefuk
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Beitragvon muckefuk » 16.11.2017 11:13 Uhr

Hallo,
ich bin im Besitz einer Solaranlage zu Heizungsunterstützung.
Das Schema, wie es z.Z gültig ist, lässt sich hier aufrufen:

http://rainer.dyndns1.de/GRAFIK.htm

Weil ich manchmal mehr als zwei Monate außer Haus bin und generell die Anlagensicherheit erhöhen möchte, außerdem als Rentner viel Zeit habe, will ich auf Drain-Back (Drainback) umrüsten. Dafür sind einige Umbauarbeiten erforderlich, die ich hier beschreiben und mit euch diskutieren will:
1. Es ist ein Drain Back-Behälter erforderlich, den ich aus einer alten Propangas-Flasche bauen will.
2. als besonderheit soll ein Abschaltventil (NO) eingebaut werden, das bei Stillstand der Pumpe unter bestimmten Voraussetzungen den Rückfluss des behandelten Wassers verhindern soll.
3. Die Pumpe soll möglichst hoch eingebaut werden, weil ich dann hoffe, mit einer „normalen“ (der Vorhandenen) Kreiselpumpe auszukommen.
4. Die beiden internen WT des Puffers bleiben in Betrieb, weil ein Umbau hier zu aufwändig wäre.
5. Das Leitungswasser wird mit Coracon HE6 geimpft, damit die Korrosionsgefahr gebannt ist.
6. Das alte Ausdehnungsgefäß ist nun überflüssig und wird abgebaut.
7. Als Kollektoren habe ich mir welche mit Harfenregister vorgestellt. Der Abfluss des Mediums bei Stillstand ist mit stetigem Gefälle konstruktiv gegeben.
8. Die Anlage arbeitet geschlossen und „drucklos".
9. Geregelt wird mit einer UVR1611 von TA.

Angedachte Hydraulik:

https://up.picr.de/30963878cr.jpg

Kurze Beschreibung der Funktionen:

Morgens, wenn eine ausreichende Differenztemperatur zwischen Kollektor und Speicher erreicht ist, startet die Solarpumpe und drückt das Wasser in die Kollektoren.
Wenn dann die Temperatur im Kollektor unter eine sinnvolle Grenze fällt, weil sich z.B. Wolken zwischen Sonne und Kollektor geschoben haben, schaltet die Pumpe ab und gleichzeitig schließt das Ventil hinter der Pumpe. Damit wird ein Rückfluss des Wassers verhindert. Wenn die Sonne wieder kommt, gehts weiter und bei erreichen der max. Temperatur des Speichers wird die Pumpe abgeschaltet, das Ventil bleibt geöffnet – Das Wasser fließt in das Drain-Back-Gefäß.
Wenn im Winter eine untere Grenztemperatur am Kollektor erreicht ist und gleichzeitig die Pumpe still steht, bleibt das Ventil vor der Pumpe stromlos offen und gewährleistet den Rückfluss des Wassers aus dem Kollektor in das Drain-Back-Gefäß. Bei Stromausfall ebenfalls.

Zum Drain-Back-Gefäß.
Dieses muß gedämmt sein, weil bei aktivem Kollektor ständig Wasser hindurch fließt.
Mehr Kopfzerbrechen bereitet mir der Füllstand. Eine Möglichkeit der Kontrolle wäre in Schauglas, das außen angebracht und oben und unten mit dem Gefäß verbunden ist. Auch könnte man zusätzlich einen Füllstandsmelder (mit Schwimmer) einbauen? Habt ihr weitere Ideen? Als Gefäß stelle ich mir eine alte Propangas-Flasche für 11kg Propan vor. Die Absorber der Kollektoren haben ca. 4*1=4ltr. Wasserinhalt.

Zur Pumpe:
Die bisherige Pumpe ist eine NMT-ER 15-60. Sie hat eine Förderhöhe von 6m und sollte nicht viel mehr, als 2m Höhe überwinden müssen, weil sie nahe der Kollektoren im Dach eingebaut wird. Sollte also passen.

Zu den Kollektoren:
Die bisherigen Kollektoren sind Wagner Euro L20 AR, welche wegen ihrer Konstruktion für Drain Back ungeeignet sind. Dazu will ich die Absorber von Hewalex einsetzen, so daß ich die Gehäuse der Wagner-Kollektoren weiter verwenden kann.

So, das soll es erst mal gewesen sein.
Ich freue mich auf eine spannende Diskussion und viele Anregungen.

Gruß Muckefuk

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Beitragvon energieprojekt » 17.11.2017 10:15 Uhr

Hallo Muckefuk,
willkommen bei EP24.de
Ob dein Vorhaben nur sillvoll ist oder nicht mag und möchte ich hier nicht bewerten. Ich betreibe meine Solaranlage (42m²/7000 l Puffer) das ganze Jahr über.
Ich kenne sowohl Steamback wie auch Rainbacksyssteme.
Bei letzterem musst du unbedingt auf die Leitungsführung, die passenden Kollektoren und deren Anordnung achten.
Auch wenn ich gerne bastel greife ich manchmal auf "Fertigware" zurück.
In deinem Fall würde ich mir diese Seite mal ansehen:
http://www.volkssolaranlage.com/volksso ... gKOtvD_BwE
Hier könntest du auch den Drainbackbehälter fertig bekommen.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon muckefuk » 17.11.2017 16:49 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Bei letzterem musst du unbedingt auf die Leitungsführung, die passenden Kollektoren und deren Anordnung achten.
Auch wenn ich gerne bastel greife ich manchmal auf "Fertigware" zurück.
In deinem Fall würde ich mir diese Seite mal ansehen:
http://www.volkssolaranlage.com/volksso ... gKOtvD_BwE
Hier könntest du auch den Drainbackbehälter fertig bekommen.
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz


Hallo Udo, vielen Dank für deine Antwort. Der Hinweis auf geeignete Kollektoren und entsprechendes Gefälle auch der Rohre ist wohl mit das Wichtigste bei DB. Darauf werde ich ganz besonders achten und z.B. vom Kollektor bis zum DB-Gefäß nur Stangenmaterial verwenden, wobei die Rohre noch einmal alle Meter gestützt werden sollen.
Das DB-Gefäß von Volkssolar mit Regelung ist sicher gut und spart einige Arbeit. Allerdings bin ich schon im Besitz einer Pumpe und auch eines Reglers und will diese weiter verwenden.
Was hältst Du eigentlich von dem angedachten Ventil zur Rückflussverhinderung in bestimmten (wahrscheinlich den häufigsten) Situationen?
Gruß Muckefuk
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Beitragvon energieprojekt » 17.11.2017 18:01 Uhr

Ich bin immer ein Freund von einfache Technik ohne Teile welche die Funktion stören könnten. So ein Ventil kann, wenn es defekt ist ein Problem darstellen. Ebenso die Kollektoren falls sie sich nicht ganz entleeren
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Beitragvon muckefuk » 17.11.2017 21:36 Uhr

Gut, werde ich also konkreter. :!:

Bei Stromausfall ist das Ventil offen (NO). Außerdem ist am DB-Gefäß eine Art Wassermangelsicherung (Schwimmerschalter) eingebaut. Dh für den Fall, daß zu wenig Wasser im Gefäß bei abgeschalteter Pumpe und abgeschaltetem Ventil (stromlos) ist, spricht die Sicherung an und die Regelung gibt einen Ton aus, der bei Anwesenheit wahrgenommen wird. Wenn das Ventil also öffnet, um das Wasser aus den Kollektoren zu lassen, dieses aber klemmt und damit nicht genügend Wasser im DB-Gefäß ist, gibt es Alarm. Natürlich kann auch die Regelung ausfallen, .......aber auch dann öffnet das Ventil.
Zu den Kollektoren nur so viel: Ich werde vor dem Aufbau auf dem Dach einen Versuch am Boden fahren, bei dem ich die Winkel nachbilde. Sodann fülle ich sie mit Wasser voll. Wenn ich das Wasser dann ablasse, muß die gleiche Menge im auffangbehälter sein, wie vorher eingefüllt wurden.
Wenn man sich mit dem Auto in den öffentlichen Verkehr wagt, kann trotz Führerscheins schon auch einiges Unangenehmes passieren........
Trotzdem, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, die Kollektoren am Boden zu testen, wenn Du nicht nachgehakt hättest. Danke dafür.
Gruß Muckefuk

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