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Beitragvon EEWELT » 29.02.2016 22:25 Uhr

Immer wieder kann ich in den Medien lesen, dass die Überproduktion an Strom durch Wind und Sonne ins Ausland verschenkt werden muss. Dabei hat Wind und Sonne noch nie mehr an Strom erzeugt, als in dieser Zeit verbraucht wurde. Das wirkliche Problem ist die Unflexibilität der Großkraftwerke. Auch große BHKWs starten im Minutenbereich, und gehen im Sekundenbereich vom Netz - nur davon gibt es zu wenig ..

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Beitragvon energieprojekt » 01.03.2016 08:49 Uhr

Hallo EEWelt, dein lesen stimmt leider so nicht ganz. Der Strom wird nicht nur verschenkt sondern es wird teilweise noch dafür bezahlt das ihn andere abnehmen. der Strom wird dann im Ausland zb in große Speicherkraftwerke "gepumpt".
Später kauft man dann diesen Strom wieder zurück. Dieses Prozedere ist für die Strommafia so lukrativ das sie überhaupt keine Anstalten machen ihre Kraftwerke runter zufahren.
Es gibt ja immer Erneuerbarezulagen, Netzentgelte, Vorratssubventionen usw mit denen sich prima verdienen lässt
Gruß Udo
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Beitragvon EEWELT » 23.05.2016 21:57 Uhr

Willst du diese Aussage "Dabei hat Wind und Sonne noch nie mehr an Strom erzeugt, als in dieser Zeit verbraucht wurde" anzweifeln. Dann bitte belege dies!
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Beitragvon energieprojekt » 24.05.2016 08:31 Uhr

guten Morgen EE, so ganz verstehe ich deine Frage und den Sinn dahinter nicht.
Aber ich versuche es mal umzusetzen.
Sicher gibt es Zeiten an denen die Strommenge aus Wind und Sonne ausreicht um den Bedarf zu decken. Wobei ich nicht weiß ob es überhaupt einen präzisen und Wattgenauen Lastverlauf für Verbrauch und Produktion gibt. Ich behaupte mal nein denn um dies zu ermöglichen müssten alle Produktions- und Verbrauchszähler digital sein und die Zahlen in Echtzeit in Datenbanken zur Verfügung stehen. Bei den Produktionszählern muss dann noch unterschieden werden welcher Strom aus PV /Wind gegeneriert wird welcher aus privaten KWK-Anlagen. Welcher Strom davon gerade selbst verbraucht wird und viele Faktoren mehr. Diese Zahlen gibt es meines Wissens nach nicht , ergo ist alles was gemacht wird Kaffeesatzleserei mit mehr oder weniger genauen Erfahrungswerten.
Tatsache ist aber das man eher eine PV_Anlage oder Windkraft vom Netz nimmt bevor man ein Kraftwerk runterfährt /abschaltet. Die Begründung der Versorger ist hierbei fadenscheinig (um nicht zu sagen Profitgeil). Es wurden und werden Planungsfehler gemacht für die der kleine Stromverbraucher zahlen muss. Die Lösung wäre gewesen und ist es immer noch auf dezentrale Energieversorgung zu setzen und nicht auf unflexible Monsteranlagen welche nicht beherrschbar und steuerbar sind.
Solltest du die von mir angesprochenen Zahlen haben können wir uns gerne darüber unterhalten
Mfg Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon EEWELT » 06.10.2016 20:44 Uhr

Wieso soll es diese Analysen nicht geben. Gäbe es keine Übereinstimmung von Stromerzeugung und Stromverbrauch, würde das Stromnetz laufend zusammenbrechen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Netzfrequ ... sindikator

Die Netzfrequenz und deren Abweichung vom Nennwert ist ein direkter Qualitätsindikator über die Relation der über Erzeuger wie Kraftwerke angebotenen elektrischen Momentanleistung und der Abnahme der elektrischen Momentanleistung durch Verbraucher. Elektrische Energie kann in Verbundnetzen kaum gespeichert, sondern nur zwischen Erzeuger und Verbraucher verteilt werden. Der abgegebenen Leistung muss, bis auf die Blindleistung bei Wechselstrom, zu jedem Zeitpunkt eine gleich große Leistungsaufnahme gegenüberstehen.

Kommt es zu Abweichungen, führt das in Wechselspannungsnetzen zu einer Veränderung der Netzfrequenz: Bei einem Überangebot von elektrischer Leistung kommt es zu einer Steigerung der Netzfrequenz, bei einem Unterangebot zu einer Absenkung. Im Normalfall sind diese Abweichungen im westeuropäischen Verbundnetz minimal und bewegen sich unter 0,2 Hz. Die Aufgabe der Leistungsregelung in Verbundnetzen ist es, die zeitlichen Schwankungen auszugleichen und so die Netzfrequenz auf konstantem Nennwert zu halten. Je kleiner ein Stromversorgungsnetz ist und je schlechter die Netzregelung funktioniert, desto stärkere Schwankungen treten bei der Netzfrequenz auf.
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Beitragvon EEWELT » 10.11.2017 18:07 Uhr

Lesenswert:
Aus den genannten Gründen sind grundsätzlich nur ganz ungefähre allgemeine Aussagen über die Leistungskredite für verschiedene Kraftwerkstypen möglich. Einige Beispiele hierfür, geltend für den Einsatz der Kraftwerke innerhalb eines heute typischen Kraftwerksparks:
Für Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke insbesondere im Grundlastbetrieb ist der Leistungskredit typischerweise rund 90 % der Maximalleistung oder sogar noch mehr; Ausfälle sind relativ selten.
Gaskraftwerke basierend auf offenen Gasturbinen für Spitzenlastbetrieb zeigen häufig sogenannte “Startversager”, bei denen sich die Gasturbine nicht sofort zünden lässt. Deswegen liegt ihr Leistungskredit deutlich niedriger (aber stark von der jeweiligen Technik abhängig). Für Grundlast- oder Mittellast-Gaskraftwerke in Form von Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke ergeben sich hohe Werte von z. B. 85 % – trotz der komplexeren Technologie. Eine gesicherte Brennstoffversorgung wird hierbei vorausgesetzt.
Speicherkraftwerken (auch Pumpspeicherkraftwerken) wird ein Leistungskredit von 100 % ihrer Maximalleistung zugeschrieben – wobei allerdings nicht berücksichtigt ist, dass sie diese Leistung nur für begrenzte Zeit liefern können (siehe unten).
Windenergieanlagen stehen sehr häufig mangels ausreichender Windgeschwindigkeit nicht zur Verfügung oder produzieren nur mit geringere Leistung. Ihr Leistungskredit ist deswegen gering – nur z. B. 6 % der Maximalleistung – und würde bei einem sehr hohen Anteil von Windkraftwerken im gesamten Kraftwerkspark noch weiter abnehmen. Andererseits ist zu beachten, dass der Leistungskredit z. B. in Deutschland im Winter erheblich höher ist als im Sommer. Da die Jahreshöchstlast im Winter erreicht wird, ist eigentlich nur der Leistungskredit für den Winter relevant für die Versorgungssicherheit.
Photovoltaikanlagen bringen keinen oder fast keinen Leistungskredit – was aber nicht bedeutet, dass sie keinerlei Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten (siehe unten).
https://www.energie-lexikon.info/gesich ... stung.html


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