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SF Thermi II Dresden
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Beitragvon SF Thermi II Dresden » 15.02.2015 21:40 Uhr

Hallo Forengemeinde,

in letzter Zeit mache ich mir immer mal wieder Gedanken darüber, welche Summe im Falle einer Kaufrückabwicklung bzw. im Rahmen eines Verkaufs oder einer Wandlung meiner Premium-Kombikessel-Anlage mit Solaranlage angemessen sein könnte.

Klar, ich möchte relativ viel, die anderen bestimmt möglichst wenig bis gar nichts zahlen.

Kurz die Randbedingungen: Kauf und Einbau des Premium-Kombikessels mit der wesentlichen Peripherie und einer Solaranlage des gleichen Premium-Herstellers usw. im Herbst 2013. Gesamtrechnung war damals über etwa 34K. Dummerweise wurden von uns damals alles bezahlt.

Schon kurz nach Baubeginn haben wir viel Ärger mit der Anlage und dem Drumherum gehabt, nach einem Jahr der Nachbesserungsversuche durch Heizungsbauer und Hersteller-Kundendienst sowie Diskussionen ohne Ende haben wir keine Lust mehr darauf gehabt und sind mit zunächst 87 Mängelpunkten Anfang 2015 vors Landgericht gezogen. Natürlich haben wir seit Anbeginn des Anlagenbaus neben diversen eigenen heftigen Zeitaufwendungen auch weitere Kosten für Heizungsnotdienst, vorgerichtlichen Sachverständigen u.s.w. gehabt...

Wer meine Beiträge der letzten Monate gelesen hat, bekommt sicher ein Grundgefühl dafür, was bei uns los war und ist, das Zusammenspiel Endkunde-Heizungsbauer-Hersteller lief meiner Meinung nach leider nur suboptimal. Es gab keinen Tag bei uns in der Zeit, in der nicht Restleistungen offen waren und/oder Mängel vorlagen. Auch ergeben sich zusätzlich deftige Auffälligkeiten in der bezahlten Rechnung, da stehen u.a. einige Teile drin, die überhaupt nicht verbaut worden sind oder durch Teile anderer Hersteller in der Realität ersetzt worden sind.

Nun kann man ja abwarten, was irgendwann mal bei Gericht rauskommt, man kann aber auch ein Vergleichsangebot annehmen. Spart allen Zeit und Nerven, für den ein oder anderen könnte es sogar jetzt noch billiger werden, als das Urteil zu schlucken.

Nun meine Fragen:

1. Wie wird eine Vergleichssumme in einem solchen Fall (Rückbau der Anlage, anschließend lasse ich mir von jemand anderes was neues einbauen) im üblichen Geschäftsgebahren festgelegt? Gibt es dafür Berechnungsgrundlagen?

2. In welchem Umfang sollte die bisherige Nutzungsdauer eingepreist werden? Welchen prozentualen Abzug von der Kaufsumme haltet Ihr nach einer Nutzungsdauer von bisher etwa 16 Monaten seit Inbetriebnahme für angemessen bzw. gibt es dafür Berechnungsgrundlagen?

3. In welchem Umfang sollten meine bisherigen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen, die das erste Betriebsjahr im Wesentlichen als Ziel das Erlangen einer ordentlichen Anlage hatten und dann anschließend zur Vorbereitung des Rechtsstreits dienten, eingepreist werden. Gibt es dafür auch Berechnungsgrundlagen?

4. Oder alternativ zu 2. und 3. geht man zur Vermeidung ewiger Diskussionen und weiterer in-den-Halsrechnerei bei der bisherigen Anlagenhistorie einfach davon aus, Grundkosten zurück und alles andere bleibt bei der jeweiligen Partei?

5. In wie fern sollte man die Rückrüstung in den vorher vorliegenden Zustand verlangen bzw. wenn nicht mehr möglich, einfordern, dass bestimmte Baustufen im derzeitigen Zustand verbleiben, um den anschließend dringend erforderlichen Neueinbau einer Heizungsanlage nicht unnötig in die Länge zu ziehen bzw. den teilweise durch Demontagearbeiten zu erwartenden Umfeldschaden zu minimieren?

6. Welche Zugeständnisse muss bzw. sollte man seinem Gegenüber zusätzlich zu "Ausbau der Anlage gg. Summe X" machen bzw. welche Bedingungen sind üblich?

7. Wer hat Erfahrungen mit so einem Procedere bzw. hat das selbst schon mal durch?

8. Und dann nochmal als Klartextfrage: Für welche Summe X würdet Ihr an meiner Stelle die Anlage zurückgeben? Wo seht ihr die Schmerzgrenze bei Grundkosten von etwa 34k plus Zusatzkosten und heftigen Zeitaufwendungen, um den finalen Schritt weiterzukommen?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ehrlich eure Antworten zu den einzelnen Fragen geben würdet, dann bekomm ich hoffentlich ein Gefühl für die Angemessenheit oder Unangemessenheit meiner Vorstellungen. Ich habe natürlich selbst Vorstellungen dazu, weiß aber ehrlich nicht, ob ich damit auf dem falschen Dampfer bin, und möchte die daher zur Vermeidung von Voreingenommenheiten noch nicht darstellen.

Vielen Dank und viele Grüße

Gerald
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Beitragvon WP Fan » 16.02.2015 21:18 Uhr

Hi,
ich denke mal, das Deine Frage eher in ein Rechtsanwaltsforum gehört.

Ich kenne niemanden im meinem Bekanntenkreis, der mal eine Heizung rückabwickelte...Endkunden wie Installateur.
Mängelbehaftete Heizungen gibt es aber leider zu oft.
Falls es Dir hilft, mein Kenntnisstand ist der, das man zuerst das Urteil abwarten sollte, bevor man aktiv wird.
Wurde die Anlage mal abgenommen, dann hat man wohl nur noch Anspruch auf Mängelbeseitigung. Für eine Abnahme ist nicht immer ein Inbetriebnahmeprotokoll/Abnahmeprotokoll/Übergabeprotokoll nötig, meist reicht es wohl schon aus, wenn man die Anlage in Gebrauch nimmt und bezahlt hat.

Ich habe Deinen Fall nicht verfolgt und will auch nicht stöbern.
Mich würde es interessieren, was das Hauptproblem an der Heizung ist?
Freundliche Grüße
Jürgen
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Beitragvon energieprojekt » 17.02.2015 19:48 Uhr

Hallo Gerald wie schon mehrfach gesagt da kann dir nur ein Anwalt/ Gericht helfen.
Ich kenne den Hersteller und habe auch die Erfahrungen sammeln dürfen das die sich zum einen wenig um ihre Vereinbarungen / Zusagen kümmern und zum anderen freiwillig nichts tun werden und es aussitzen wollen.....
Gruß Udo
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Beitragvon SF Thermi II Dresden » 09.11.2017 19:48 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Eure damaligen Antworten. Leider ist das Thema immer noch nicht abgeschlossen, daher hier erneut die Bitte um Eure Meinung.

Kurz zum weiteren Verlauf seit 2015 für die Übersicht:

Man hat mir damals seitens des Kesselherstellers einen Vergleich angeboten, bei dem u.a. die Anlage wieder ausgebaut worden wäre, ich anteilig vom von mir ursprünglich gezahlten Preis große Teile zurückbekommen hätte, das bereits seit Anfang 2015 laufende Beweisverfahren beim Landgericht Dresden beendet worden wäre und ich meine Beiträge aus den damals genutzten Foren usw. aus dem Netz hätte entfernen sollen. Aus was für Gründen auch immer scheint mir der letzte Punkt dem Hersteller des "hochwertigen" Kombikessels extrem wichtig.

Soweit so gut, auf der Basis hätte sich man wahrscheinlich etwas hinbekommen, wir zumindest haben den gesteckten Grundrahmen damals akzeptiert. Dann kam aber nach etwas Wartezeit die Info, dass der vom Kesselhersteller selbst aktiv mit vorbereitete Vergleich nun doch nicht mehr zustandekommt. Soweit mir zugetragen wurde, konnten sich wohl Handwerker und Kesselhersteller nicht darauf einigen, wer von beiden welchen Anteil an der Gesamtsumme trägt. Soweit es mir schien, wollten sich beide gegenseitig die Hauptaktie an dem bei uns vorliegenden Drama zuschieben.

Naja, auf jeden Fall kam dann ein anderes Angebot des Herstellers, in dem mir, soweit ich mich erinnere, 5000,- Euro und die Komplettreparatur der Anlage durch den Hersteller angeboten wurden, wenn ich u.a. das Beweisverfahren beim Landgericht zurückziehe und meine Forenbeträge usw. aus dem Netz entferne.
Da u.a. weder der Reparaturumfang eindeutig bestimmt werden konnte, des Weiteren man, soweit für mich erkennbar, scheinbar nur herstellerverursachte Probleme lösen wollte und außerdem bereits etwa ein Jahr, in dem die anlagenbedingten Mängel seitens des Herstellers hätten abgestellt werden können, trotz vieler vieler Reparaturversuch-/Basteltage im Wesentlichen erfolglos verlaufen ist, habe ich dankend abgelehnt. War wahrscheinlich die richtige Entscheidung, viele der damaligen Auffälligkeiten liegen heute noch vor an unserer Anlage.

Naja, und dann kam halt immer mal der Sachverständige, schrieb irgendwann sein Gutachten, was in meinen Augen zu großen Teilen unsere Sicht der Dinge bestätigte und danach kamen natürlich Fragen zum Gutachten. Und damit kam wieder der Gutachter zu uns. Im Rahmen des letzten Termins Anfang Mai 17 kam plötzlich wieder Dynamik in diese Vergleichsgeschichte. Warum auch immer (Vielleicht hat man sich das Gutachten mal durchgelesen oder gemerkt, dass der Gutachter schon weiß, wovon er redet?) hat man es sich auf Seiten des Kesselherstellers nochmal neu überlegt. Und so saßen etliche Beteiligte am Tisch und wir legten einen für mich recht eindeutigen und neuen Vergleichsrahmen fest.
Klar, dass in der Folgewoche im ersten Entwurf des Anwalts des Kesselherstellers einiges auftauchte, bei dem ich mich nicht erinnern kann, das so abgestimmt zu haben, irgendwie bissen sich diverse Punkte für mich mit meinen Erinnerungen. Müßig, darüber nachzudenken, warum Erinnerung und schriftlicher Vorschlag plötzlich so weit auseinanderklafften.

Und nun geht es seitdem mit Unterbrechungen hin und her zwischen den Anwälten, wobei darüber philosophiert wird, was denn vertraglich für beide Seiten annehmbar sein könnte, damit endlich der Rechtsstreit beendet wird. Parallel kommt demnächst natürlich wieder der Sachverständige zu uns.

Und damit komme ich zu einer Passage aus den Vergleichstextentwürfen, die mir persönlich arge Bauchschmerzen bereit. Es geht dabei um das Löschen von meinen Beiträgen im Internet.

Hier mal als Zitat:

"Die Parteien sind sich darüber einig, dass sämtliche in den oben genannten Foren bzw. Internetportalen enthaltenen Einträge des Antragstellers betreffend die gesamte Heizungsanlage wie sie Gegenstand dieses Vergleichs sind, die Streitverkündete und auch den Antragsgegner beleidigend, unsachlich, geschäftsschädigend und nicht den Tatsachen entsprechend sind, was die Grundlage dafür darstellt, die Foren-/Seitenbetreiber auf Löschung der der Einträge seitens des Antragstellers mit Unterstützung der Streitverkündeten und des Antragsgegners in Anspruch zu nehmen."

Kurz zur Info: Antragsgegner ist der Handwerker, Streitverkündete der Kesselhersteller und ich bin der Antragsteller.

Also ich hätte Sorge, dass ich bei Unterschrift dieses Textes heftig in Probleme gerate. Damit ihr unabhängig in Eurer Denkweise seid, möchte ich meine Gedanken aber diesbezüglich noch nicht darstellen.

Daher die Frage an Euch, ob Ihr an meiner Stelle einen Vergleichsvertrag mit einer derartigen Textpassage unterschreiben würdet? Wenn nein, wo liegen Eurer Meinung nach die Probleme in der Formulierung und was kann das für Konsequenzen für mich bei Unterschrift haben?

Ich fang mal nur mit diesem Thema an, die sonstigen Passagen, insofern sie für mich "verdächtig" klingen, stelle ich mal separat dar. Sorry, dass ich das in Häppchen rauskrame, möchte aber in dieser entscheidenden Phase keinen wesentlichen Fehler machen, da ich mit meinen Erfahrungen der letzten Jahre natürlich keinerlei Vertrauen mehr zu dem Kesselhersteller habe.


Vielen Dank für Eure Bemühungen

Viele Grüße

Gerald
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Beitragvon GESBB » 10.11.2017 06:10 Uhr

Hallo,
SF Thermi II Dresden hat geschrieben:.....Also ich hätte Sorge, dass ich bei Unterschrift dieses Textes heftig in Probleme gerate.

Diese Sorgen erscheinen mir berechtigt!
"Sämtliche Einträge...löschen" würde ja bedeuten, dass die Anwürfe
ungerechtfertigt waren.
Hier wird man wohl nicht umhinkommen, jeden Einzelbeitrag zu bewerten.
Zudem vermutlich auch ein rein technisches Problem.
Was sagt denn der eigene Anwalt hierzu?
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Beitragvon energieprojekt » 10.11.2017 12:36 Uhr

Hallo Gerald, schön das nun doch in irgendeiner Form etwas Bewegung in die Sache kommt.
Wie Gesbb schon sagt wäre ich mit solch einer Unterschrift auch vorsichtig, schließlich hast du Fakten geschildert und keine Märchenstunde abgehalten. Der (berechtigten) Kritik sollte sich der Hersteller stellen und daraus lernen. Gleiches gilt für den Heizungsbauer, mal eine 3 Tagesschulung mit ggf Saufgelage sagt wenig über die Qualität eines Produktes aus welches man dann verbaut.
Viel schwieriger finde ich die Aufforderung sämtliche Artikel aus den diversen Foren zu löschen. Einerseits stellt sich die Frage ob dies die Forenbetreiber tun bzw tun müssen andererseits vergisst das Internet nichts und die Beiträge wären immer wieder auffindbar. Also deinem Part des Vergleiches könntest du nicht nachkommen und damit wäre auch der Vergleich insgesamt nichtig
Gruß Udo


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