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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Laradac
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Beitragvon Laradac » 01.04.2015 12:46 Uhr

Betrachten wir unser Szenario nun einmal auf der Ebene der Solarkollektoren:
Beim SYSTEMATISCHEN Vorgehen werden fertig konfektionierte wasserführende Kollektoren auf dem bereits fertiggestellten Dach installiert; Das System „Dach“ wird um das System „Solarkollektor“ ERGÄNZT. Diese bestehen i.d.R. aus einem (mit 4-5cm WLG > 0,025) isolierten Gehäuse mit ESG-Solarglasabdeckung und selektiv beschichtetem Absorber mit integriertem Rohrleitungssystem (Kapazität ca. 0,5-1l/qm). Die Gewährleistung obliegt dem installierenden Heizungsinstallateur.

Die Wärmeverluste derartiger Flachkollektor-Konstruktionen betragen 3-5W/qm Apertur bei einem g-Wert um 0,85, was im Klartext heißt, dass ein nutzbarer Netto-Energiegewinn für Heizungszwecke bei 0 Grad Außentemperatur, 28 Grad Vorlauftemperatur und 2 Grad Temperaturspreizung im Absorber erst bei einer solaren Einstrahlung > 140W erzielbar ist, da der Kollektor auch bei optisch perfekter Integration in die Eindeckungsebene des Daches in deren Hinterlüftungs-Ebene liegt und damit der thermischen Hülle immer vorgelagert ist. Entsprechend gering fallen die Nettogewinne in der Heizperiode aus.

Anders ist die Situation bei einer SYSTEMISCHEN Integration des Kollektors. Hier wird das System „Lattung-Konterlattung-Eindeckung“ durch das System „Sparrenaufdopplung-transparente Dacheindeckung“ ERSETZT. Die träge und gerade in der von schwacher Solarstrahlung bestimmten Heizperiode verlustbehaftete wassergeführte Konstruktion wird durch die hier wesentlich reaktionsfähigere luftgeführte Konstruktion ersetzt, wobei bedenkenlos Standard Zweischeiben- Isolierglas (Ug 1,1) verwendet werden kann (s. Techn. Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen TRLV 3.2.6.), das mit ca. 50€/qm eher billiger ist, als das für konventionelle Kollektoren übliche eisenarme Solar-ESG. Selektiv beschichtete Absorber, isolierte Gehäuse und Wasser-/Solekreislauf entfallen, weshalb diese Konstruktion konkurrenzlos budgetschonend ist. Gewährleistend verantwortlich ist jetzt nicht der Heizungsinstallateur, sondern der Glaser bzw. der Bauträger als Generalunternehmer.

Die Verglasung bildet jetzt die Außenschicht der Thermischen Haushülle gegen die Umgebung, weshalb jedes Energiequant, das die Isolierglasschicht durchdrungen hat zur Hausheizung beiträgt. Damit fällt der Nettogewinn in der strahlungsarmen Heizperiode trotz der vergleichsweise geringen Transmission von ca. 50-60% nicht nur im Vergleich zum konventionellen Solarkollektor deutlich höher aus, sondern schlägt i.d.R. auch jeden Vakuumkollektor.

Darüber hinaus trägt selbst die geringste solare Einstrahlung zur Verbesserung der Wärmebilanz bei. Wird z.B. bei einer Strahlung von nur 10W ein Anteil von 5W von der Konstruktion selbst (Sparren, innere Glasscheibe etc.) absorbiert, führt dies zu einer Temperaturerhöhung im Kollektorraum, die sich auf das Gesamtsystem wie einer fotodynamische Verstärkung der Isolation der thermischen Hülle auswirkt.


Damit entsteht eine echte Win-Win-Situation: das erheblich leistungsfähigere systemisch integrierte System verursacht erheblich weniger (bestenfalls gar keine) Kosten, als das weit weniger leistungsfähige konventionelle System. :D

tschö, wa....

Laradac

born_hard
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Beitragvon born_hard » 02.06.2015 00:08 Uhr

Marco&Mara: Was ist es geworden? Habt ihr euch entschieden?
moderne.heizung
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Beitragvon moderne.heizung » 19.11.2015 14:41 Uhr

Hallo,

Beim Lesen dieser Ratschläge ist mir eins aufgefallen:
Porenbetonstein 36,5 cm dick, Fußbodenheizung. Das sind schon gute Maß-nahmen um ein Gebäude energieeffizienter zu bauen. Jetzt sollt man die obere Begrenzung des Gebäudes, sprich das Dach oder die oberste Geschoßdecke ordentlich dämmen, dann hat man schon sehr viel für ein effizientes Haus getan. Für das Beheizen des Gebäudes mit einer Gas-Brennwerttherme und einer thermischen Solaranlage ist man sehr gut für die Zukunft gerüstet. Bei dieser Zusammenstellung von Technik und Gebäudehülle werden sich die Energiepreise in Grenzen halten. Dabei kann das ökologische Gewissen ruhig schlafen. Eine Wohnraumlüftung kann installiert werden, jedoch handelt es sich nicht um ein KfW-Haus, will sagen das Gebäude hat naturgemäß einen ausreichenden Luftaustausch weil keine besonderen Dichtungsmaßnahmen für Lüftungsverluste vorgesehen sind. Die Ersparnis sollte man in die Optimierung des Gebäudetechnik sowie der Berechnung der Heizlast stecken.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
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Beitragvon Margie » 20.11.2015 12:32 Uhr

Wir haben uns im Dez 2001 eine Wärnepumpe LWZ 303 mit Wohnraumlüftung einbauen lassen. Der Vorteil ist, dass unsere DHH immer angenehm gewärmt war. Der Nachteil (deshalb kann ich die Angaben nicht nachvollziehen, wenn es heißt so wenig Verbrauch): sie verbrauchte im ersten Jahr 2002 - 21897 kwh Strom,2003 - 13070 kwh, 2004 - 10893kwh, 2005 - 9956, 2006 - 8731 usw. Jetzt hat sie sich so bei 4000 - 5000 kwh eingependelt. Nachdem vor ca 2 Wochen das Warmwasser nicht mehr so richtig heiß wurde kam ein Monteur von Stiebel Eltron der meinte der Durchlauferhitzer ist defekt. Nach 2 Tagen kam nochmal ein Monteur, der nach 2 Stunden einbau den Strom einschaltete, dann gabs einen Knall, 2 Sicherungen fielen und die Heizung war kaputt, wie mir Stiebel Eltron am nächsten Tag mitteilte. Die Heizung wäre ja schon? 13 Jahre ! alt und die Reparatur wäre teurer als eine Neue. Jetzt stehen wir da, was sollen wir tun? Die Wärmepumpe geht meiner Meinung nach, habe aber nicht viel Ahnung. Mein Mann meint, die läuft nur auf eine Phase.Warmes Wasser haben wir auch. Aber es kann natürlich sein, das alles auf einmal aufhört. Dann kostet uns der Spass nochmal ca 12000 - ca 15ooo Euro.Genau weiss ich es nicht. deshalb rate ich jedem von der Wärmepumpe mit Wohnraumbelüftung ab. jede Heizung wäre billiger gewesen in de Anschaffung und im Unterhalt. Sogar ÖL!!! Wenn Stiebel Eltron uns im Preis nicht entgegenkommt glaube ich hauen wir alles raus; und nehmen eine billigere Variante.
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Beitragvon moderne.heizung » 07.12.2015 15:18 Uhr

Hallo Margie,

die über 20.000 kWh/a Strom hören sich ja fast unglaublich an. Unabhängig wie gut der COP ist sind dies ja > 60.000 kWh/a an Wärmeenergie. Woran kann dies gelegen haben, wurde hier Ursachenforschung betrieben? Seid ihr damals neu in die DHH eingezogen, bzw. von welchem Baujahr ist diese? Wie groß ist die Wohnfläche, Personenanzahl?
Der Durchlauferhitzer der Wärmepumpe sollte eigentlich nur in „Notfällen“ anspringen, wenn diese die benötigte Wärme bei extrem kalten Außentemperaturen nicht bereitstellen kann. Ansonsten ist eine Ferndiagnose so natürlich schwer. Gibt es die die Möglichkeit Daten aus der Anlage (Vor-/Rücklauftemperaturen, Durchflüsse) auszulesen, die vielleicht Rückschlüsse erlauben? Wenn der Durchlauferhitzer angeht wird quasi 1:1 Strom in Wärme umgewandelt, was energetisch in dem Falle irrsinnig ist.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
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Beitragvon kanarenfrost » 08.12.2015 17:53 Uhr

Hallo Margi,
4 bis 5000 kwh pro Jahr ist doch ein vertretbarer Wert, dass man dann das Brauchwasser etwas nachheizen muss ist normal.
Man kann das über einen Durchlauferhitzer oder über einen Elektroboiler bewerkstelligen.
Ich heize mein nur ca. 30 Grad Wärmepumpen-Brauchwasser in einem 100l Boiler auf ca. 60 Grad.
mfg
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Beitragvon Sebi17 » 27.07.2017 12:14 Uhr

Schon mal was von der dezentralen Wohnraumlüftung (SmartFan) http://www.getair.eu gehört?

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