Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Laradac
Aktivität: gering
Beiträge: 32
Registriert: 07.03.2015 07:42
Lob gegeben: 6 Mal
Lob erhalten: 8 Mal
Kontotyp: Sonstige
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Laradac » 01.04.2015 12:46 Uhr

Betrachten wir unser Szenario nun einmal auf der Ebene der Solarkollektoren:
Beim SYSTEMATISCHEN Vorgehen werden fertig konfektionierte wasserführende Kollektoren auf dem bereits fertiggestellten Dach installiert; Das System „Dach“ wird um das System „Solarkollektor“ ERGÄNZT. Diese bestehen i.d.R. aus einem (mit 4-5cm WLG > 0,025) isolierten Gehäuse mit ESG-Solarglasabdeckung und selektiv beschichtetem Absorber mit integriertem Rohrleitungssystem (Kapazität ca. 0,5-1l/qm). Die Gewährleistung obliegt dem installierenden Heizungsinstallateur.

Die Wärmeverluste derartiger Flachkollektor-Konstruktionen betragen 3-5W/qm Apertur bei einem g-Wert um 0,85, was im Klartext heißt, dass ein nutzbarer Netto-Energiegewinn für Heizungszwecke bei 0 Grad Außentemperatur, 28 Grad Vorlauftemperatur und 2 Grad Temperaturspreizung im Absorber erst bei einer solaren Einstrahlung > 140W erzielbar ist, da der Kollektor auch bei optisch perfekter Integration in die Eindeckungsebene des Daches in deren Hinterlüftungs-Ebene liegt und damit der thermischen Hülle immer vorgelagert ist. Entsprechend gering fallen die Nettogewinne in der Heizperiode aus.

Anders ist die Situation bei einer SYSTEMISCHEN Integration des Kollektors. Hier wird das System „Lattung-Konterlattung-Eindeckung“ durch das System „Sparrenaufdopplung-transparente Dacheindeckung“ ERSETZT. Die träge und gerade in der von schwacher Solarstrahlung bestimmten Heizperiode verlustbehaftete wassergeführte Konstruktion wird durch die hier wesentlich reaktionsfähigere luftgeführte Konstruktion ersetzt, wobei bedenkenlos Standard Zweischeiben- Isolierglas (Ug 1,1) verwendet werden kann (s. Techn. Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen TRLV 3.2.6.), das mit ca. 50€/qm eher billiger ist, als das für konventionelle Kollektoren übliche eisenarme Solar-ESG. Selektiv beschichtete Absorber, isolierte Gehäuse und Wasser-/Solekreislauf entfallen, weshalb diese Konstruktion konkurrenzlos budgetschonend ist. Gewährleistend verantwortlich ist jetzt nicht der Heizungsinstallateur, sondern der Glaser bzw. der Bauträger als Generalunternehmer.

Die Verglasung bildet jetzt die Außenschicht der Thermischen Haushülle gegen die Umgebung, weshalb jedes Energiequant, das die Isolierglasschicht durchdrungen hat zur Hausheizung beiträgt. Damit fällt der Nettogewinn in der strahlungsarmen Heizperiode trotz der vergleichsweise geringen Transmission von ca. 50-60% nicht nur im Vergleich zum konventionellen Solarkollektor deutlich höher aus, sondern schlägt i.d.R. auch jeden Vakuumkollektor.

Darüber hinaus trägt selbst die geringste solare Einstrahlung zur Verbesserung der Wärmebilanz bei. Wird z.B. bei einer Strahlung von nur 10W ein Anteil von 5W von der Konstruktion selbst (Sparren, innere Glasscheibe etc.) absorbiert, führt dies zu einer Temperaturerhöhung im Kollektorraum, die sich auf das Gesamtsystem wie einer fotodynamische Verstärkung der Isolation der thermischen Hülle auswirkt.


Damit entsteht eine echte Win-Win-Situation: das erheblich leistungsfähigere systemisch integrierte System verursacht erheblich weniger (bestenfalls gar keine) Kosten, als das weit weniger leistungsfähige konventionelle System. :D

tschö, wa....

Laradac

born_hard
Beiträge: 2
Registriert: 21.05.2015 15:37
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon born_hard » 02.06.2015 00:08 Uhr

Marco&Mara: Was ist es geworden? Habt ihr euch entschieden?
moderne.heizung
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 52
Registriert: 26.08.2013 10:16
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 7 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon moderne.heizung » 19.11.2015 14:41 Uhr

Hallo,

Beim Lesen dieser Ratschläge ist mir eins aufgefallen:
Porenbetonstein 36,5 cm dick, Fußbodenheizung. Das sind schon gute Maß-nahmen um ein Gebäude energieeffizienter zu bauen. Jetzt sollt man die obere Begrenzung des Gebäudes, sprich das Dach oder die oberste Geschoßdecke ordentlich dämmen, dann hat man schon sehr viel für ein effizientes Haus getan. Für das Beheizen des Gebäudes mit einer Gas-Brennwerttherme und einer thermischen Solaranlage ist man sehr gut für die Zukunft gerüstet. Bei dieser Zusammenstellung von Technik und Gebäudehülle werden sich die Energiepreise in Grenzen halten. Dabei kann das ökologische Gewissen ruhig schlafen. Eine Wohnraumlüftung kann installiert werden, jedoch handelt es sich nicht um ein KfW-Haus, will sagen das Gebäude hat naturgemäß einen ausreichenden Luftaustausch weil keine besonderen Dichtungsmaßnahmen für Lüftungsverluste vorgesehen sind. Die Ersparnis sollte man in die Optimierung des Gebäudetechnik sowie der Berechnung der Heizlast stecken.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
Margie
Aktivität: neu
Beiträge: 6
Registriert: 20.11.2015 10:46
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Margie » 20.11.2015 12:32 Uhr

Wir haben uns im Dez 2001 eine Wärnepumpe LWZ 303 mit Wohnraumlüftung einbauen lassen. Der Vorteil ist, dass unsere DHH immer angenehm gewärmt war. Der Nachteil (deshalb kann ich die Angaben nicht nachvollziehen, wenn es heißt so wenig Verbrauch): sie verbrauchte im ersten Jahr 2002 - 21897 kwh Strom,2003 - 13070 kwh, 2004 - 10893kwh, 2005 - 9956, 2006 - 8731 usw. Jetzt hat sie sich so bei 4000 - 5000 kwh eingependelt. Nachdem vor ca 2 Wochen das Warmwasser nicht mehr so richtig heiß wurde kam ein Monteur von Stiebel Eltron der meinte der Durchlauferhitzer ist defekt. Nach 2 Tagen kam nochmal ein Monteur, der nach 2 Stunden einbau den Strom einschaltete, dann gabs einen Knall, 2 Sicherungen fielen und die Heizung war kaputt, wie mir Stiebel Eltron am nächsten Tag mitteilte. Die Heizung wäre ja schon? 13 Jahre ! alt und die Reparatur wäre teurer als eine Neue. Jetzt stehen wir da, was sollen wir tun? Die Wärmepumpe geht meiner Meinung nach, habe aber nicht viel Ahnung. Mein Mann meint, die läuft nur auf eine Phase.Warmes Wasser haben wir auch. Aber es kann natürlich sein, das alles auf einmal aufhört. Dann kostet uns der Spass nochmal ca 12000 - ca 15ooo Euro.Genau weiss ich es nicht. deshalb rate ich jedem von der Wärmepumpe mit Wohnraumbelüftung ab. jede Heizung wäre billiger gewesen in de Anschaffung und im Unterhalt. Sogar ÖL!!! Wenn Stiebel Eltron uns im Preis nicht entgegenkommt glaube ich hauen wir alles raus; und nehmen eine billigere Variante.
moderne.heizung
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 52
Registriert: 26.08.2013 10:16
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 7 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon moderne.heizung » 07.12.2015 15:18 Uhr

Hallo Margie,

die über 20.000 kWh/a Strom hören sich ja fast unglaublich an. Unabhängig wie gut der COP ist sind dies ja > 60.000 kWh/a an Wärmeenergie. Woran kann dies gelegen haben, wurde hier Ursachenforschung betrieben? Seid ihr damals neu in die DHH eingezogen, bzw. von welchem Baujahr ist diese? Wie groß ist die Wohnfläche, Personenanzahl?
Der Durchlauferhitzer der Wärmepumpe sollte eigentlich nur in „Notfällen“ anspringen, wenn diese die benötigte Wärme bei extrem kalten Außentemperaturen nicht bereitstellen kann. Ansonsten ist eine Ferndiagnose so natürlich schwer. Gibt es die die Möglichkeit Daten aus der Anlage (Vor-/Rücklauftemperaturen, Durchflüsse) auszulesen, die vielleicht Rückschlüsse erlauben? Wenn der Durchlauferhitzer angeht wird quasi 1:1 Strom in Wärme umgewandelt, was energetisch in dem Falle irrsinnig ist.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
kanarenfrost
Aktivität: gering
Beiträge: 44
Registriert: 03.12.2015 14:49
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 5 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Bau: Bauwirtschaft allgemein
Land: Spanien

Beitragvon kanarenfrost » 08.12.2015 17:53 Uhr

Hallo Margi,
4 bis 5000 kwh pro Jahr ist doch ein vertretbarer Wert, dass man dann das Brauchwasser etwas nachheizen muss ist normal.
Man kann das über einen Durchlauferhitzer oder über einen Elektroboiler bewerkstelligen.
Ich heize mein nur ca. 30 Grad Wärmepumpen-Brauchwasser in einem 100l Boiler auf ca. 60 Grad.
mfg
frosti

Sebi17
Beiträge: 1
Registriert: 27.07.2017 12:11
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Sebi17 » 27.07.2017 12:14 Uhr

Schon mal was von der dezentralen Wohnraumlüftung (SmartFan) http://www.getair.eu gehört?
Nassy
Beiträge: 4
Registriert: 16.12.2017 10:20
Lob gegeben: 2 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon Nassy » 16.12.2017 11:15 Uhr

Hallo,

ich würde mich gerne an dieses Thema hier anschließen, da ich mich gerade mit denselben Fragen beschäftige. Wir sind an der Planung eines Einfamilienhausneubaus dran und überlegen, was die "vernünftigste" Entscheidung bei der Beheizung ist, wenn man die Faktoren Kosten, Komfort und Langlebigkeit betrachtet. Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es im Moment wohl leider nicht.

Vor kurzem bin ich überhaupt mit dem Thema Wärmepumpen und Wohnraumbelüftung in Berührung gekommen. Bisher kannte ich nur, da ich mich nicht intensiver damit beschäftigt hatte, die klassischen Modelle mit Gasbrennwertthermen bzw. Ölverbrenner in Kombination mit Radiatoren.

Jetzt habe ich gefühlt das halbe Internet durchforstet und viele Beiträge hier gelesen (sehr informativ, danke!), aber bin noch verwirrter als vorher.

Wichtig ist:

- moderate Kosten auf lange Sicht, auch, wenn die Energiekosten natürlich nicht vorhersagbar sind. Dann mit Stand jetzt.
- Wartungsfreundlichkeit bzw. Zuverlässigkeit
- möglichst umweltfreundlich

Aufgrund dieser Punkte tendiere ich aktuell zu der Kombination aus Gasbrennwerttherme und Solar für Warmwasser. Beheizung durch FBH. Belüftung durch dezentrale Systeme, z.B. Viesmann Vitovent.

Vorteile:
- bewährte Technik
- niedrigere Anschaffungskosten
- keine Abhängigkeit von der Außentemperatur
- Belüftungssystem durch dezentrale Anbringung besser platzierbar und bei einem Ausfall ist im Gegensatz zum Zentralen System nicht das ganze Haus betroffen

Nachteile:
- Abhängig vom Gaspreis
- Gassanschluss muss gelegt werden
- nicht so umweltfreundlich

Vermutlich ist das ein Kompromiss. Allerdings bin ich auch einer Wasser-Luft-Wärmepumpe mit zentraler Belüftung nicht abgeneigt.

Dafür spricht:
- umweltfreundlicher (kein Gas)
- KfW- bzw. BAFA-Förderung
- kein Gasanschluss notwendig
- kein Schornsteinfeger notwendig
- moderne Technik (Wiederverkauf?)

Dagegen spricht:
- höhere Anschaffungskosten
- hohe Stromkosten bei niedrigen Temperaturen (Heizstäbe)
- Abhängigkeit von einem Anbieter beim Service?!
- angeblich höherer Verschleiß und dadurch Mehrkosten
- relativ laut

Das Haus soll ein ganz klassisches Einfamilienhaus mit fünf Wohnräumen werden.

Bin über jede Meinung, die die Entscheidung erleichtert, dankbar!

Gruß
Alex
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1351
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 171 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 16.12.2017 11:58 Uhr

Nassy hat geschrieben:Hallo,

ich würde mich gerne an dieses Thema hier anschließen, da ich mich gerade mit denselben Fragen beschäftige. Wir sind an der Planung eines Einfamilienhausneubaus dran und überlegen, was die "vernünftigste" Entscheidung bei der Beheizung ist, wenn man die Faktoren Kosten, Komfort und Langlebigkeit betrachtet. Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es im Moment wohl leider nicht.
Grüße dich Alex,ja das mit der eierlegenden Wollmilchsau (die in dem Falle auch noch heizt) wird wohl schwer, die gibt es momentan nicht und auch zukünftig wird es schwer

Vor kurzem bin ich überhaupt mit dem Thema Wärmepumpen und Wohnraumbelüftung in Berührung gekommen. Bisher kannte ich nur, da ich mich nicht intensiver damit beschäftigt hatte, die klassischen Modelle mit Gasbrennwertthermen bzw. Ölverbrenner in Kombination mit Radiatoren. nun Wärmepumpen und Wohnraumbelüftung sind 2 Möglichkeiten und die von dir angesprochenen Gasbrennwert oder Öl (die es auch als Brennwert gibt) eine weitere wobei diese durchaus auch mit Fußbodenheizung kombiniert werden und nicht nur mit Radiatoren. Eine weitere Möglichkeit sind Pellets

Jetzt habe ich gefühlt das halbe Internet durchforstet und viele Beiträge hier gelesen (sehr informativ, danke!), aber bin noch verwirrter als vorher. Das halbe Internet geschaft, Kompliment ich mache den Job erst 40 Jahre und habe seit dem Internet nur mal grob die Oberfläche angekratzt, aber mit dem verwirrt sein verstehe ich

Wichtig ist:

- moderate Kosten auf lange Sicht, auch, wenn die Energiekosten natürlich nicht vorhersagbar sind. Dann mit Stand jetzt.
- Wartungsfreundlichkeit bzw. Zuverlässigkeit
- möglichst umweltfreundlich
Dies sind Punkte auf die man heute achten sollte

Aufgrund dieser Punkte tendiere ich aktuell zu der Kombination aus Gasbrennwerttherme und Solar für Warmwasser. Beheizung durch FBH. Belüftung durch dezentrale Systeme, z.B. Viesmann Vitovent.

Vorteile:
- bewährte Technik
- niedrigere Anschaffungskosten
- keine Abhängigkeit von der Außentemperatur
- Belüftungssystem durch dezentrale Anbringung besser platzierbar und bei einem Ausfall ist im Gegensatz zum Zentralen System nicht das ganze Haus betroffen
diese Argumente stimmen zum großen Teil

Nachteile:
- Abhängig vom Gaspreis wird bei Strom nicht anders sein (100% Preissteigerung in den letzten 10 Jahren, also deutlich höher als beim Gas !
- Gassanschluss muss gelegt werden Stimmt
- nicht so umweltfreundlichwarum nicht ? Gasbrennwertgeräte arbeiten dutlich effizienter als alle alle großen Kraftwerke zur Stromgewinnung


Vermutlich ist das ein Kompromiss. Allerdings bin ich auch einer Wasser-Luft-Wärmepumpe mit zentraler Belüftung nicht abgeneigt.

Dafür spricht:
- umweltfreundlicher (kein Gas)aber große Verluste bei der Herstellung und dem Transport des Stromes (bis zu 70%)
- KfW- bzw. BAFA-Förderung Gibt es bei Gas und Solar auch !
- kein Gasanschluss notwendig Stimmt dafür größerer Stromanschluss mit evtl 2tem Zähler
- kein Schornsteinfeger notwendig Stimmt
- moderne Technik (Wiederverkauf?)was ist daran moderner ? Gasheizen gibt es ungefähr solange wie Kühltechnik( und die wird bei der WP genutzt

Dagegen spricht:
- höhere Anschaffungskosten
- hohe Stromkosten bei niedrigen Temperaturen (Heizstäbe)
- Abhängigkeit von einem Anbieter beim Service?!
- angeblich höherer Verschleiß und dadurch Mehrkosten dazu hohe Wartungs- und Energiekosten bei der Lüftungsanlage (diese braucht man schnell 400-1000 KWh Strom im Jahr
- relativ laut
vergessen zu erwähnen das du hier auch abhängig vom Stromversorger bist

Das Haus soll ein ganz klassisches Einfamilienhaus mit fünf Wohnräumen werden.

Bin über jede Meinung, die die Entscheidung erleichtert, dankbar!
Du siehst es schon richtig beim Kosten/Nutzen wirst du in der Anschaffung mit einer Kombi Gas-Solarthermie unschlagbar sein, und bekommst immense Fördermittel (Ich habe gerade aktuell ein Neubauprojekt (9Familienhaus)das kostet die solarthermische Anlage gute 30.000 € und wird mit 21.000 € gefördert
Wichtig ist nur das man sich im Vorfeld Gedanken macht und eine vernünftige Planung. Wenn du mit einer solarthermischen Anlage zb ca 50 % des Jahresenergiebedarfs deckst ist der Rest schon überschaubarer


Gruß
Alex

Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Nassy
Beiträge: 4
Registriert: 16.12.2017 10:20
Lob gegeben: 2 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon Nassy » 17.12.2017 21:31 Uhr

Hallo, Udo! Auch hier Danke für die ausführliche Antwort! Nach weiteren Recherchen habe ich mich jetzt zu 99% auf eine Kombination aus Gasbrennwertherme und Solarthermie (Warmwasser) entschieden, ergänzt durch eine dezentrale Belüftung.

Ich denke, dass das aus Kosten- und Nutzensicht die aktuell für mich beste Kombination ist.

Worauf sollte man bei der Auswahl der einzelnen Komponenten achten? Welche und wie groß sollten die Kollektoren in Norddeutschland und wie groß der Warmwasserpuffer sein?

Danke & Gruß
Alex

VorherigeNächste

Zurück zu Haustechnik, SHK



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Gas & Solar vs. Wärmepumpe & Wohnraumlüftung, ab Beitrag 40