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Docpac
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Beitragvon Docpac » 20.06.2017 08:34 Uhr

Liebe Forumsgemeinschaft,

mein Name ist Denis und ich bin 28 Jahre alt. Seit März diesen Jahres haben meine Frau und ich das Glück unser zukünftiges Eigenheim renovieren zu dürfen. Es handelt sich dabei um ein Einfamilienhaus Bj. 76 mit derzeit 5 Zimmern (zukünftig 7, da das Dachgeschoss ausgebaut wird). Das Haus hat eine Wohnfläche von knapp 140 qm. Es wurde 2006 eine neue Öl Zentralheizung verbaut (Viessmann Vitola 200). Da wir sehr viel in Eigenleistung modernisieren (das Geld wächst ja leider nicht auf Bäumen :roll: ) und ich zwei befreundete Gas/Wasser Installateure habe hatten wir die komplette Erneuerung der Wasserleitungen in Angriff genommen. Dabei mussten wir nun leider feststellen dass einige der alten Heizungsrohre undicht sind. Meine Jungs meinten dass das kein großes Problem darstellt und sie die alten Rohre einfach durch Geberit Mepla Rohre ersetzen werden. Sie wollen unter der Decke mit einem Zweirohrsystem zu den einzelnen Heizkörpern fahren und das mit einer 26er Mepla Leitung auf 20er Mepla (Heizkörperzuleitungen), da die Decken alle abgehängt werden. Sie äußerten aber selbst dass sie sich bzgl der Dimensionierung nicht sicher sind. Die 11 (8 davon sind Austausch des Altbestands und 3 kamen durch den Ausbau des DG hinzu) neuen Buderus Heizkörper erbringen die geforderte Heizkörperleistung von insgesamt 17kw.

Daraufhin habe ich mich selbst mit dem Thema befasst und bemerkt dass hierfür ein ziemlicher Sachverstand von Nöten ist. Ich würde sehr gerne einen Heizungsbauer beauftragen jedoch fehlen mir dazu die finanziellen Mittel. Deshalb hoffe ich hier auf die eine oder andere Sachkundige Meinung. Es wäre super wenn sich einer von euch die Zeit nehmen könnte.

Falls benötigt kann ich gerne die Baupläne mit den zukünftigen Heizkörpern und dem Rohr-Verlegeschema posten.

Vielen Dank für eure Zeit und Hilfe !
:)

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Beitragvon GESBB » 20.06.2017 08:49 Uhr

Docpac hat geschrieben:Die 11 (8 davon sind Austausch des Altbestands und 3 kamen durch den Ausbau des DG hinzu) neuen Buderus Heizkörper erbringen die geforderte Heizkörperleistung von insgesamt 17kw.

Woher ist die geforderte Heizleistung bekannt? Nach welchen Kriterien wurden die HK ausgewählt, ohne die Raumheizlasten zu kennen?
Docpac hat geschrieben:Daraufhin habe ich mich selbst mit dem Thema befasst und bemerkt dass hierfür ein ziemlicher Sachverstand von Nöten ist.
Korrekt, daher wäre jede Antwort nicht belastbar!
Entweder die Anlage wird insgesamt durchdimensioniert, was für ein normales EFH ca. 1T€ kosten wird, vorausgesetzt die insbesondere Außenbauteile sind definiert und es liegen Zeichungsunterlagen vor,
oder Rätselraten, Annehmen bzw. Schätzen mit meist überhöhten Verbrauchskosten später.
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Beitragvon Docpac » 20.06.2017 10:04 Uhr

GESBB hat geschrieben:
Docpac hat geschrieben:Die 11 (8 davon sind Austausch des Altbestands und 3 kamen durch den Ausbau des DG hinzu) neuen Buderus Heizkörper erbringen die geforderte Heizkörperleistung von insgesamt 17kw.

Woher ist die geforderte Heizleistung bekannt? Nach welchen Kriterien wurden die HK ausgewählt, ohne die Raumheizlasten zu kennen?
Docpac hat geschrieben:Daraufhin habe ich mich selbst mit dem Thema befasst und bemerkt dass hierfür ein ziemlicher Sachverstand von Nöten ist.
Korrekt, daher wäre jede Antwort nicht belastbar!
Entweder die Anlage wird insgesamt durchdimensioniert, was für ein normales EFH ca. 1T€ kosten wird, vorausgesetzt die insbesondere Außenbauteile sind definiert und es liegen Zeichungsunterlagen vor,
oder Rätselraten, Annehmen bzw. Schätzen mit meist überhöhten Verbrauchskosten später.


Zuerst einmal danke für ihre Antwort. Die Heizlast wurde anhand einer "Faustformel" errechnet. Ich habe die Quadratmeter der einzelnen bzw. zusammenliegenden Räume mit 150 Watt pro (Nassräume 20% Aufschlag) Quadratmeter berechnet, da es sich um ein nicht gedämmtes Mauerwerk handelt. (Bitte nicht steinigen :roll: )

Bau- sowie Statik Pläne sind vorhanden ;)
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Beitragvon energieprojekt » 20.06.2017 10:57 Uhr

Hallo Docpac,
willkommen bei EP24.de.
Nun das mi der Faustformel ist so eine Sache. Wenn du Glück hast wird es warm dann aber wohl zu überhöhten Kosten.
Wie GESBB schon geschrieben hat, wenn es was werden soll muss im Vorfeld eine vernünftige Heizlast- und Rohrnetzberechnung erfolgen. Alles andere wird im Nachhinein teuer werden.
Gerade wenn man wenig Geld zur Verfügung hat sollte man die Ausgabe vernünftig wählen. Wer viel hat kann es sich leisten 2 mal zu bezahlen.
Da du ja schon Pläne hast wird die Sache nicht so aufwendig.
Vorgehensweise wie folgt.
-Heizlastberechnung
-Auswahl der Heizkörper (incl gewünschter VL-Temp + Spreizung)
-Rohrnetzberechnung
-hydr. Abgleich
Wenn du das alles hast kannst du auch direkt schauen wie es mit der verbauten Kesselleistung aussieht, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch über dimensioniert.

Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon Docpac » 20.06.2017 12:30 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Hallo Docpac,
willkommen bei EP24.de.
Nun das mi der Faustformel ist so eine Sache. Wenn du Glück hast wird es warm dann aber wohl zu überhöhten Kosten.
Wie GESBB schon geschrieben hat, wenn es was werden soll muss im Vorfeld eine vernünftige Heizlast- und Rohrnetzberechnung erfolgen. Alles andere wird im Nachhinein teuer werden.
Gerade wenn man wenig Geld zur Verfügung hat sollte man die Ausgabe vernünftig wählen. Wer viel hat kann es sich leisten 2 mal zu bezahlen.
Da du ja schon Pläne hast wird die Sache nicht so aufwendig.
Vorgehensweise wie folgt.
-Heizlastberechnung
-Auswahl der Heizkörper (incl gewünschter VL-Temp + Spreizung)
-Rohrnetzberechnung
-hydr. Abgleich
Wenn du das alles hast kannst du auch direkt schauen wie es mit der verbauten Kesselleistung aussieht, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch über dimensioniert.

Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz


Vielen Dank für die schnelle und Umfangreiche Antwort!

An wen soll ich mich da am besten wenden? Einen Heizungsbauer?

Beste Grüße
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Beitragvon energieprojekt » 20.06.2017 12:43 Uhr

Ein Heizungsbauer oder Planer für Gebäudetechnik sollte das hinbekommen. Wobei ersterer dies natürlich lieber in Verbindung mit einem Auftrag zur Montage macht.
Solltest du keinen finden kannst du mich anschreiben,
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz


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