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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
GESBB
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Beitragvon GESBB » 17.04.2017 06:30 Uhr

Für energieeffiziente, umweltfreundliche und damit Verbrauchskosten sparende Heizungsanlagen bei vertretbaren Investitionen sind einige Voraussetzungen notwendig.
Moderne Heizungsanlagen können sehr energieeffizient wirksam werden. Hierzu haben die Hersteller einen wesentlichen Beitrag geleistet. Allerdings sind die Wärmeerzeuger zunehmend teuer und sehr sensibel.
Ohne hinreichende Anlagendimensionierungen können beabsichtigte Zielstellungen tatsächlich nicht erreicht werden.
Nicht nur der Wärmeerzeuger ist ausschlaggebend, sondern die gesamte Anlage (Anlagenaufwandszahl).

Was gehört dazu?

- Grundlagenermittlung:
Berücksichtigung des individuellen, spezifischen Nutzerverhaltens bzw. Nutzerabsichten.
Spezifischer Klimastandort des Gebäudes, Gebäudeausrichtung.
Thermische Qualität der Gebäudehülle.
Berücksichtigung der WW-Bereitung.

- Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (ausführliches
Verfahren).
- Wenn KWL m/o WRG: Luftmengenplan.
- Optimierte Heizflächendimensionierung nach Raumheizlasten.
- Rohrnetzberechnung (Hydraulik) unter Berücksichtigung der
Restförderhöhe integrierter Heizkreispumpen sowie
vorangehender Dimensionierungsschritte.
- Bei WP als Wärmeerzeuger: die Quellendimensionierung.

Die Kosten hierfür sind marginal im Verhältnis zu den übrigen Planungskosten oder gar Baugestehungskosten. Der Nutzen jedoch erheblich.

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 17.04.2017 12:32 Uhr

Hallo GESBB,
ich gebe dir völlig Recht allerdings gibt es ein paar "Hürden"
die erste sind die Endkunden die entweder die Notwendigkeit einer Fachplanung nicht einsehen oder aber meinen das müsse der Heizungsbauer unendgeldlich mit leisten.
Der nächste Punkt ist wenn dies ein Heizungsbauer macht (und dafür nicht entlohnt wird) ist die Qualität auch in den meisten Fällen entsprechend. Ganz nach dem Motto was nichts kostet ist auch nichts......
Das der Handwerker hier dem Planer seine Butter vom Brot nimmt steht noch auf einem ganz anderen Blatt......
Ein Beispiel aus der letzten Zeit in ein 150 m² Haus ENEV09 hat der HZB eine 4,7 KW Pumpe eingebaut, jetzt wo es schief geht (der Eigentümer zahlt jedes Jahr 1000 € Stromnachschlag (12000 KWh/a) sagt er der Fehler läge beim Hersteller dieser hätte ihn darauf hinweisen müssen das die Pumpe zu klein sei......
Also der Weg, egal ob Neubau oder Sanierung, kann nur sein sich einen unabhängigen Planer ins Haus zu holen und mit dessen Auswertung und Ausschreibung auf die Suche nach dem richtigen Handwerker gehen. Im Idealfall noch eine baubegleitende Überwachung und abschließende Bauabnahme.
Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon elnino » 17.04.2017 15:14 Uhr

Worin besteht denn der Unterschied zwischen der DIN 4701 und der DIN 12831 ? Sind ja beide Heizlastberechnungen , nur kommen da auch mal locker 30-50% abweichende Ergebnisse raus ..

Welche ist nun genauer bzw besser ? Oder kommt das auch noch mal auf das Gebäude an . Bei Gebäuden mit vielen Fenstern , rechnet da die 12831 anders als die 4701 - gelle ?
Oder habe ich das da so falsch verstanden von dieser Beispielrechnung ?

http://www.ikz.de/1996-2005/2005/08/0508052.php
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Beitragvon GESBB » 18.04.2017 06:08 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:....die erste sind die Endkunden die entweder die Notwendigkeit einer Fachplanung nicht einsehen oder aber meinen das müsse der Heizungsbauer unendgeldlich mit leisten.

Hier hilft nur Aufklärung.
http://www.gesbb-energieberatung.de/ima ... izung8.png
energieprojekt hat geschrieben:....
Ein Beispiel aus der letzten Zeit in ein 150 m² Haus ENEV09 hat der HZB eine 4,7 KW Pumpe eingebaut, jetzt wo es schief geht (der Eigentümer zahlt jedes Jahr 1000 € Stromnachschlag (12000 KWh/a) sagt er der Fehler läge beim Hersteller dieser hätte ihn darauf hinweisen müssen das die Pumpe zu klein sei......

Der Hersteller eines einzelnen Gerätes ist nicht Planer einer gesamten Anlage!
Es existiert u.a. ein pinkfarbenes Forum mit ~ 2,4 Mio Problemfällen.
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Beitragvon GESBB » 18.04.2017 06:19 Uhr

elnino hat geschrieben:Worin besteht denn der Unterschied zwischen der DIN 4701 und der DIN 12831 ?

In den Berechnungsansätzen!
Die 12831 hatte anfänglich "Startschwierigkeiten" und wurde deshalb inzwischen novelliert.
Die 4701 nannte sich Wärmebedarfsberechnung, obwohl eine Leistung ermittelt wurde ;-)
Ich habe mit der neuen 12831 nur gute Erfahrungen gemacht.
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Beitragvon elnino » 18.04.2017 11:57 Uhr

Ist denn die 4701 noch "valide" also erlaubt ?
Ein Bekannter hat nämlich eine Berechnung nach DIN 4701 bekommen.

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Beitragvon GESBB » 19.04.2017 06:52 Uhr

elnino hat geschrieben:Ist denn die 4701 noch "valide" also erlaubt ?

Erlaubt ist grundsätzlich Alles, was nicht verboten ist.
Schließlich existieren bundesweit in EFH/ZFH ~ 15 Mio Heizungsanlagen überwiegend ohne hinreichende Anlagendimensionierung. Diese Anlagen machen zwar warm, sind jedoch meist nicht energieeffizient bzw. kostensparend.
Verboten sind sie deshalb jedoch nicht. :wink:
Der Wechsel von der 4701 zur 12831 erfolgte ja nicht ganz grundlos.
Auch Normen entwickeln sich weiter. Ebenso die Anforderungen an Neubauten hinsichtlich Wärmedämmung, Luftdichtheit etc..
Sinnvoll ist sicherlich nicht, die beiden Normen theoretisch, also lediglich auf dem "Papier" miteinander zu vergleichen.
Ausschlaggebend sind praktische Gesamt-Endergebnisse (Anlagenaufwandszahl), nicht nur der Einzelbaustein Heizlastberechnung.
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Beitragvon Dany » 11.06.2017 00:18 Uhr

Guten Abend

Das sind echt wunderbare Tipps und Ratschläge. Die können wahrscheinlich sehr gut weiterhelfen denen die sowas momentan in Planung haben :)

Ich zum Beispiel habe mich an die Haustechnik Zürich gewendet, die umfassen verschiedene Leistungen um die haustechnik herum.

Online habe ich recht wenig geguckt, da war es mir wichtiger alles vor Ort zu machen.

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