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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Christoph

Beitragvon Christoph » 16.01.2006 22:20 Uhr

Hallo,

ich habe mir vor kurzem einen wasserführenden Kaminofen (3 KW strahlungs- und 24 KW wasserseitig) in mein EFH (ca. 145 m²) installieren und mit meiner bestehenden Heizungsanlage Typ "Viessmann Rexola-biferral-RN mit Verticell-Speicher" verbinden lassen. Zwischen der Heizungsanlage und dem wasserführenden Kaminofen ist noch ein 1000l Pufferspeicher zwischengeschaltet. Die Anlage ist so eingestellt, dass der Pufferspeicher das Wasser ab einer Temperatur von 60° in meinen Heizkessel leitet. Sind im Pufferspeicher die 60° erreicht und fließt das Wasser in den Heizkassel, kühlt dieses sehr schnell auf ca. 50° ab.
Will ich die 60° behalten, wird es im Wohnzimmer unerträglich heiß und ich muss alle 30 Minuten Holz holen und nachlegen. Abends und Nachts läuft dass Wasser bis ca. 40° weiter. Will ich morgens dann das 40grädige Wasser auf 60° aufheitzen, vergeht der halbe Vormittag, obwohl ich tüchtig Holz nachlege. Generell benötige ich sehr, sehr viel Holz. Warum benötige ich überhaupt einen Pufferspeicher, wenn ich eh keine großen Mengen Energie speichern kann.
Kann man den Kamin nicht direkt an das Heizsystem anschließen?
Und nachts läuft das 50° warme Wasser ständig in die Heizung und kühlt ab, obwohl ich die Temperatur nicht brauche. Kann man das nicht regeln? Irgendwie habe ich mir diese Anschaffung anders vorgestellt. Kann mir jemand berichten, ob an dieser Anlage etwas falsch gemacht wurde, oder bin ich mit falschen Erwartungen an diese Sache gegangen?

Ich freue mich auf Eure Tipps!!

SD

Beitragvon SD » 16.01.2006 23:14 Uhr

Nabend,

sag ma, wie meinst Du das?: "Die Anlage ist so eingestellt, dass der Pufferspeicher das Wasser ab einer Temperatur von 60° in meinen Heizkessel leitet."

Der Kaminofen erwärmt das Wasser im Pufferspeicher, der dann dafür sorgt, dass die Heizkörper warm werden. In welchen Heizkessel geht das Wasser aus dem Pufferspeicher bei Dir denn? Auch Deine Viessmann erwärmt das Wasser im Speicher, und von dort sollte es zu den Heizkörpern gehen.

Na jedenfalls versteh ich das nicht so recht.

Tschö
christoph

Beitragvon christoph » 17.01.2006 00:18 Uhr

SD hat geschrieben:Nabend,

sag ma, wie meinst Du das?: "Die Anlage ist so eingestellt, dass der Pufferspeicher das Wasser ab einer Temperatur von 60° in meinen Heizkessel leitet."

Der Kaminofen erwärmt das Wasser im Pufferspeicher, der dann dafür sorgt, dass die Heizkörper warm werden. In welchen Heizkessel geht das Wasser aus dem Pufferspeicher bei Dir denn? Auch Deine Viessmann erwärmt das Wasser im Speicher, und von dort sollte es zu den Heizkörpern gehen.

Na jedenfalls versteh ich das nicht so recht.

Tschö


mit heizkessel meine ich den Viessmann Rexola-biferral-RN!!!

Gruß
Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 17.01.2006 19:36 Uhr

Hallo...

um das Ganze zu beurteilen bitte ich dich noch um folgende Angaben:

- Baujahr d. Hauses
- Größe des Wohnzimmers
- Vorjahresbrennstoffverbrauch

Danke
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
Gast

Beitragvon Gast » 27.01.2006 18:01 Uhr

Hallo!

Auch ich habe das bestehende System nicht ganz verstanden, kann aber sagen, dass es vmtl. eigentlich so sein sollte bzw. eingestellt werden müsste:

Zunächst schickt der Kaminofen solange heisses Wasser in den Pufferspeicher, bis dieser komplett gefüllt ist. Nur wenn der Kaminofen nicht in Betrieb ist, kann, falls nötig - und nur dann ! - der Heizkessel arbeiten und heisses Wasser in den Puffer schicken. Sollte jetzt der Kaminofen alleine (ohne Kesselunterstützung!) soviel heisses Wasser liefern, dass der Puffer voll wird, am Kaminofen wird aber immer noch weiter eingeheizt d.h. heisses Wasser produziert, so muss die Wärme natürlich irgendwo hin. Erst dann macht es auch Sinn, dass das überschüssige heisse Wasser zum Erwärmen des Kessels bzw. des restlichen Kreislaufes verwendet wird, bevor der Kaminofen platzt.

Evtl. hilft folgendes Diagramm:

http://www.wasserofen.de/download/regis ... Puffer.pdf

Gruß,
Christian



Christoph hat geschrieben:Hallo,

ich habe mir vor kurzem einen wasserführenden Kaminofen (3 KW strahlungs- und 24 KW wasserseitig) in mein EFH (ca. 145 m²) installieren und mit meiner bestehenden Heizungsanlage Typ "Viessmann Rexola-biferral-RN mit Verticell-Speicher" verbinden lassen. Zwischen der Heizungsanlage und dem wasserführenden Kaminofen ist noch ein 1000l Pufferspeicher zwischengeschaltet. Die Anlage ist so eingestellt, dass der Pufferspeicher das Wasser ab einer Temperatur von 60° in meinen Heizkessel leitet. Sind im Pufferspeicher die 60° erreicht und fließt das Wasser in den Heizkassel, kühlt dieses sehr schnell auf ca. 50° ab.
Will ich die 60° behalten, wird es im Wohnzimmer unerträglich heiß und ich muss alle 30 Minuten Holz holen und nachlegen. Abends und Nachts läuft dass Wasser bis ca. 40° weiter. Will ich morgens dann das 40grädige Wasser auf 60° aufheitzen, vergeht der halbe Vormittag, obwohl ich tüchtig Holz nachlege. Generell benötige ich sehr, sehr viel Holz. Warum benötige ich überhaupt einen Pufferspeicher, wenn ich eh keine großen Mengen Energie speichern kann.
Kann man den Kamin nicht direkt an das Heizsystem anschließen?
Und nachts läuft das 50° warme Wasser ständig in die Heizung und kühlt ab, obwohl ich die Temperatur nicht brauche. Kann man das nicht regeln? Irgendwie habe ich mir diese Anschaffung anders vorgestellt. Kann mir jemand berichten, ob an dieser Anlage etwas falsch gemacht wurde, oder bin ich mit falschen Erwartungen an diese Sache gegangen?

Ich freue mich auf Eure Tipps!!

Bruno

Beitragvon Bruno » 31.01.2006 19:57 Uhr

Hallo
Habe ein ähnlichen Kessel von Bruns 15 Kw zu 5 Kw Wohnfläche 160 qm ohne Pufferspeicher bin top zufrieden sowie drei bekannte von mir die das gleiche System haben.Habe vor dem einmünden des Rücklaufsin den Kessel eine Verbindung zum Vorlauf geschaffen und zwar vor der Pumpe im Vorlauf. Somit fährt die Anlage : Kesseltemparatur 80° Vorlauftemp. 60°.Bis minus 5°fahre ich nur den Kessel.Jahresholzverbrauch 15 Festmeter Buche
und für die strengen Nächte ca 5 Zentner Brikett.

Gruß Bruno


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