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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Snoopy76
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Beitragvon Snoopy76 » 14.10.2014 21:25 Uhr

Hallo,

ich bin Neuling und habe von Heizungen keinen Plan.
Da es in der Str. in der wir bauen wollen kein Gas gibt
dachte ich an eine Luft Wasser WP mit Fußbodenheizung.

Jetzt haben wir aber mit dem Fertighausunternehmen
(Holzständerwerk) H+O Quast gesprochen die uns eine
Luft Luft WP + Luft Wasser WP der Firma Zimmermann
gezeigt hat.
Die Anlage trägt den Namen Proxon und wird anscheinend auch
von anderen Fertighausunternehmen verbaut.
Laut Aussage des Mitarbeiter ist das Haus ein kfw 70 Haus und
mit der Luft Luft WP + Luft Wasser WP wäre es sogar kfw 55.

Das Haus wird so um die 180 qm Wohnfläche haben und wir
sind, wenn wir das Haus beziehen, dann auch schon zu viert :wink:

Wäre toll wenn ich jezt den ein oder anderen Erfahrungsbericht
von euch bekomme oder eure Meinung zu der Anlage.
Auch die Stromkosten würden mich interessieren.

Gruß Snoopy76
Zuletzt geändert von Snoopy76 am 14.10.2014 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

machtnix
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Beitragvon machtnix » 14.10.2014 21:50 Uhr

Wenn ich sowas lesen muß dann stellen sich mir die Haare zu Berge:
Fertighausunternehmen
Laut Aussage des Mitarbeter ist das Haus ein kfw 70 Haus und
mit der Luft Luft WP + Luft Wasser WP wäre es sogar kfw 55.

Die Anlage ist Schrott.Sowas würde ich nicht mal geschenkt haben wollen.
Suche dir einen guten Heizungsbauer oder einen guten Kälteanlegenbauer und laß das den Profi machen und nicht dem Seelenverkäufer überlassen.
Nimme eine WP mit Erdkollektor und du hast viel Freude mit der Anlage.Sollte das Grundstück zu klein sein kann man auf eine Direktverdampfer WP oder eine Wasser-Wasser WP zurückgreifen.
Außerdem hast du bei diesen Varianten keinen Nachbarschftstreit.
Snoopy76
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Beitragvon Snoopy76 » 15.10.2014 13:41 Uhr

Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch bin was die Anlage betrifft.
Ich hab den Hersteller angerufen und mich nochmal schlau gemacht.
Der Hersteller vertreibt die Anlage nur über Fertighausunternehmen.
Also Weber, ELK, Zenker und das sind ja keine unbekannten Unternehmen.
Somit bekommen normale Installateure die Anlage nie zwischen die Finger
und können somit nur bedingt eine Aussage darüber treffen.
(Sorry, will hier niemanden schlecht machen !!!)
Seit 2007 wird die Anlage in Deutschland produziert, vorher wurde
sie von einem dänischen Unternehmen gebaut.
Angeblich sind fast 70% aller Weber Häuser damit ausgestattet
und im Internet gibt es auch nur alte Einträge die von Problemen berichten.
Des Weiteren wurde mir gesagt das die Anlage von 2000 bis 6000 KWh
im Jahr Verbrauch haben kann, je nachdem wie sie betrieben wird.
Eine WP mit Erdkollektor ist vielleicht etwas sparsamer aber der
Gedanke, dass die Luft automatisch getauscht und gereinigt wird
und man keine Angst vor Schimmel habe brauch bei so luftdicht gebauten Häusern hat schon was für sich.

Frage: Was brauche ich denn für Strom im Jahr mit einer WP mit Erdkollektor ????

Gruß Snoopy76
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Beitragvon machtnix » 15.10.2014 21:23 Uhr

Ja ne is klar,Warmluftheizung,Lüftungsheizung,auf so einen Scheiß fallen die Kunden rein,ist ja wie bei ner Kaffefahrt.

Vielleicht solltest du dich mal mit einem richtig echten Handwerksmeister auseinandersetzen,der solche Anlagen schon mal gebaut hat.
Wahrscheinlich wird es aber so sein,das in deinem Vertrag mit dem Bautrüger nur diese Schrottanlage eingebaut werden darf.
Solltest du das nicht wollen muß du erstmal 300000€ Strafe zahlen,und wenn du das Gewerk Heizung/Sanitär rausnehmen willst und von einem echten Fachmann nicht F(l)achmann machen lassen willst,kostet dich das 1,0Mio.€ Strafe.

Eine ganz normale Kontrollierte Wohnraumlüftung und eine WP mit Erdkollektoren und natürlich eine Fußbodenheizung sind heute Standard.
Wer sich so eine Luftheizung auf's Auge drücken will,der bekommt früher oder später Probleme.
Bei einer Luft-WP sollte man noch beachten,das die Leistung bei abnehmender Temperatur abnimmt.

Wenn du dir den Schrott also wirklich ins Haus holen willst,dann schlage bitte später in einem Forum auf um deine Probleme zu lösen.
Snoopy76
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Beitragvon Snoopy76 » 16.10.2014 08:54 Uhr

@machtnix

Die Fertigbaufirma h&o quast ist ein sehr kleines Unternehmen das
im Jahr gerade mal 16 Häuser baut.
Sie haben einen sehr guten Ruf und das schöne ist, dass ich mir
die Ausbaustufe des Hauses selbst aussuchen kann.
Also auch ohne Heizung, ohne Fenster ohne Türen und sogar ohne
Wanddämmung die ich selber anbringen kann um Geld zu sparen.

Die Proxon ist nur eine Empfehlung von der Fertigbaufirma, ich
kann mir also auch einen Fachmann für WP selbst aussuchen.

Ich hab die Anlage auch gesehen. Sie läuft in dem Gebäude
wo h&o quast seine Kundengespräche führt. Ist also gleichzeitig
ihr Vorführgebäude.

Ich bin, wie gesagt noch unentschlossen und bräuchte jemanden der die Anlage kennt und nicht, wie du sie schon verteufelt
ohne Sie je gesehen zu haben.

Aber anscheinend gibt es hier in diesem Forum niemanden der
sie selbst besitzt.

Gruß Snoopy76
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Beitragvon Silversurfer27 » 15.04.2017 14:41 Uhr

Hey Snoopy76,

mittlerweile dürftest du dich für eine Heizquelle entschieden haben. Verrätst du uns welche?

Ich selber habe die Luft-/Luft-Wärmepumpe von Proxxon in meinem Fertighaus verbaut.
Viele Negativ-Argumente kann ich nicht nachvollziehen: Warum soll man Streit mit den Nachbarn wegen seiner Heizung bekommen?
Zu den Vorteilen: Der Verbrauch ist tatsächlich sehr sparsam. Nach zwei Jahren kann ich die verlässliche Zahl von 4000 kWh pro Jahr angeben inkl. Warmwasser - bei einem kleinen 3 Personen Haushalt. Da der Stromtarif hierfür günstiger ist, verzichte ich auf Solar, Voltaik und Kamin.
Die Lüftungsheizung ist sehr praktisch: Gänzlich ohne Lüften ist ständig frische Luft im Haus und alles im Haus ist so bestens vor Schimmel geschützt. Die Pollenfilter müssen zwei Mal pro Jahr erneuert werden und sie scheinen echt viel Schmutz abzufangen, denn die alten Filter sind dunkel wie Kaffeefiltertüten.
Nachteile: Im Sommer muss ich die Anlage ausschalten, da sie heiße Luft ins Haus zieht. Die Kühlfunktion ist nicht zu empfehlen, da sie nur wenige Grad Absenkung schafft, somit mache ich die Heizung im Hochsommer ganz aus. Beschattung (Dachfenster!) ist unumgänglich!!! Die Durchbrüche für die Lüftungsheizung würde ich für die Ostwand empfehlen. Das sollte man bei der Innenplanung mit dem Fachmann besprechen. (Hier rum muss man sich proaktiv kümmern!)
Ein weiterer Nachteil ist, die Abhängigkeit, wenn man, wie ich, auf die Fußbodenheizung verzichtet hat. Ich vermisse sie zwar nicht, kann sie aber (wahrscheinlich) nicht nachrüsten. Somit ist ein Umstieg auf eine andere Heizungstechnik nur eingeschränkt möglich.
Da laut Techniker keine Revisionsschächte notwendig sind, frage ich mich wie ich vorgehen soll, wenn man etwas wie Keime oder Tiere in den Lüftungsrohren vorkommen.

Früher mag die Skepsis meiner Vorredner angebracht gewesen sein. Heute sind die (Fertig-)Häuser so gut isoliert, dass man sogar darüber nachdenken kann autark zu leben - also mit einer Photovoltaikanlage mit Akku.

Die Erdwärme ist auch eine spannende Alternative - allerdings ist die Bohrung nicht überall zulässig.

Viele Grüße - und bei Fragen könnt ihr mir gerne auch eine private Nachricht senden.

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Beitragvon skoenen » 12.04.2018 14:52 Uhr

Hallo Silversurfer,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Endlich mal jemand der objektiv schreibt und nicht gleich über den Fragenden "herzieht". Bei uns steht auch bald die Entscheidung an welche Heizungstechnik wir in unserem Fertighaus verbauen. Anbieter ist Living Haus der auch Proxon Anlagen verbaut.

Wenn ich es richtig verstehe räts Du eher zu einer Anlage mit Fussbodenheizung - das deckt sich mit unseren Wünschen.
Wir denken aber auch über Erdwärme nach. Das Luft/Luft System macht mich als Laie skeptisch, da ich die Sache insbesondere im Sommer und starken Winter nicht richtig verstehe.

Wir denken ebenfalls über Photovoltaik auf dem Dach nach um letztlich wirklich unabhängig zu sein. Kannst Du dazu was sagen?
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Beitragvon energieprojekt » 12.04.2018 16:31 Uhr

Hallo Silversurfer, hallo Skoenen,
ja schön das mal jemand seine Erfahrungen schreibt.
Allerdings möchte ich ein paar Punkte anmerken.
Um wirklich Autark zu sein muss das PV-/ Batteriesystem schon immens groß sein. Wenn man sich mal den Energiebedarf/ Verlauf des Gebäudes ansieht werdet ihr merken das der größte Teil im Winter gebraucht wird. Leider ist dann die PV sehr schlecht in der Ausbeute. Im unglücksten Fall reden wir hier von 2-5% der Nennleistung. Also um dann noch ausreichend Strom "ernten und nutzen" zu können muss das System überdimensioniert sein.
Ein paar Zahlenbeispiele ?
Aufnahme der Wärmepumpe 3 KW bedeutet bei 5 % PV Leistung ca 60 KWp Nennleistung der PV-Anlage und entsprechendes Batteriesystem. (nicht berücksichtigt der Hausstrom)
Was dann die Heizung kosten kann sich jeder selbst ausrechnen.
Fußbodenheizung sollte auf jeden Fall sein (oder entsprechend vergleichbar große Wärmeübertragungsflächen, zb Wandheizung)
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 13.04.2018 11:46 Uhr

Hallo,
skoenen hat geschrieben:Bei uns steht auch bald die Entscheidung an welche Heizungstechnik wir in unserem Fertighaus verbauen. Anbieter ist Living Haus der auch Proxon Anlagen verbaut.

Ob dieses System für Dich tatsächlich geeignet ist, hängt von zahlreichen Randbedingungen ab, die bisher nicht definiert bzw. unbekannt sind.
Hier ist insbesondere der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Heizung und WW-Bereitung völlig unbekannt
skoenen hat geschrieben:Wir denken aber auch über Erdwärme nach.

Tendenziell macht Erdwärmenutzung nur bei hohen, tatsächlichen Energie- und Leistungsbedarfen für Heizung und WW-Bereitung tatsächlich Sinn.
skoenen hat geschrieben:Das Luft/Luft System macht mich als Laie skeptisch, da ich die Sache insbesondere im Sommer und starken Winter nicht richtig verstehe.

Solche Anlagenkonfigurationen sind nur bei sehr gut gedämmten Gebäuden (PH) wirtschaftlich sinnvoll.
skoenen hat geschrieben:Wir denken ebenfalls über Photovoltaik auf dem Dach nach um letztlich wirklich unabhängig zu sein

PVA ist bei WP als Wärmeerzeuger stets eine wirtschaftlich sinnvolle Option, aber nicht unbedingt notwendig.

Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!


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