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GESBB
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Beitragvon GESBB » 07.03.2017 08:59 Uhr

Würde man den EnEV bzw. KfW Nachweisen der ausstellenden Energieberater Glauben schenken, sollte das so sein.
Leider sieht die praktische Realität jedoch völlig anders aus.
In o.g. Nachweisen werden Deckungsraten für solarthermische Unterstützung bei der Warmwasser-Bereitung von 50..60% prognostiziert. Tatsächlich werden jedoch erheblich geringere Deckungsraten realisiert, was überwiegend zur Unwirtschaftlichkeit führt.

Ursachen:
Ungenügende Grundlagenermittlung, insbesondere hinsichtlich des Nutzerverhaltens, sowie Defizite bei der anlagentechnischen Dimensionierung und Installation.

Bemerkt wird das leider nicht, da Solarteure geeichte Wärmemengenzähler und Strahlungssensoren bei Praxisanlagen meist vergessen.

Das standortspezifische Angebot an Strahlungsleistung der Sonne unterliegt jahres- und tageszeitlichen Schwankungen. Es lässt sich nicht vollständig, sondern nur anteilig nutzen.

http://www.gesbb-energieberatung.de/ima ... solar1.png

Die thermische Nutzung von Solarenergie ist eng und unmittelbar mit Energiespeicherung und Nutzerverhalten (Lastprofile) verbunden.
Besonders geeignet sind Solarthermische Anlagen (STA) zur Unterstützung der Warmwasser-Bereitung, wenn über den Tagesverlauf ein verteilter Warmwasserbedarf besteht oder bis zum Maximum ein Spitzenbedarf vorhanden ist. In den meisten EFH/ZFH ist das jedoch nicht der Fall. Bei Gewerbebetrieben, z.B. der Gastronomie, sieht das deutlich günstiger aus.

Zwar ist jede solarthermisch genutzte kWh ökologisch wertvoll, die Wirtschaftlichkeit der Anlage sollte jedoch nachgewiesen sein. Künftigen Anlagenbetreibern ist anzuraten, vom Anbieter eine reale Ertragsvorschau mit einer Garantie unter vordefinierten Randbedingungen zu verlangen. Geeichte Wärmemengenzähler und Strahlungssensor sollten zu jeder STA gehören (Transparenz, Nachweis der Erträge).


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