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Brennholz-Heizungen, Heizeinsätze, Kaminöfen, wasserführende Holzöfen
morpheus1978
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Beitragvon morpheus1978 » 17.08.2016 16:24 Uhr

Hallo Community , ich benötige fundierte vorab hilfe .

Wir Bauen dieses Jahr unser KFW40 Haus mit 150qm Wohnfläche + 45qm Elw. Beheizt wird das Haus durch eine ca 10kw Luftwärmepumpe in Split Ausführung.Diese erhält einen Teil Ihrer Energie von einer 10KwP Photovoltaikanlage .
Das gesamte Haus wird mit einer Fussbodenheizung ausgestattet.Zusätzlich ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung geplant.

Ich möchte nun noch als zusätzliche Energiequelle einen Wasserführenden Kaminofen im Wohnzimmer aufstellen, zur weiteren Info der Wohn Ess Küchenbereich mit offener Diele ist ein in etwa 62qm grosser Bereich der mit einem nach Oben offenen Treppenhaus verbunden ist.

Meine Frage ist nun welche Grösse (Heizleistung) sollte der Ofen haben und welche Puffergrösse wäre passend.

Vorwiegend soll der Ofen wohlige Wärme erzeugen um am Abend ein angenehmes Empfinden zu generieren , weiters soll aber auch der Puffer gefüttert werden können um im Winter wenn der Wirkungsgrad der LWP nachlässt die Wärmegewinnung zu unterstützen .

Was gibt es hier für Möglichkeiten und hat das schon wer realisiert .

Für fachkundigen Rat und Erfahrungen bin ich hier im voraus schon sehr dankbar.

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Beitragvon energieprojekt » 17.08.2016 18:15 Uhr

Grüße dich Morpheus,
willkommen bei EP24.de.
Solche Systeme habe ich schon einige geplant und früher gebaut.
Es gibt einige Punkte zu beachten zum einen die Raumleistung diese sollte so gewählt werden das es nicht zu einer Überhitzung kommt.
Da wirst du teilweise im Wohnraum schon mit 2-3 KW an die Grenze kommen. Eine Alternative wäre ein Raumluftverbund.
Dann musst du darauf achten das der Ofen raumluftunabhängig arbeiten soll.
Zum Thema Puffer hier ist die Wasserleistung sowie Füllraumgröße und Laufzeit als Berechnungsgrundlage zu nehmen.
Damit kann man dann die Speichergröße zu errechnen.
Dies pauschal zu machen ist schwer.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 18.08.2016 05:56 Uhr

Hallo,
morpheus1978 hat geschrieben: KFW40 Haus mit 150qm Wohnfläche + 45qm Elw, ca 10kw Luftwärmepumpe in Split Ausführung,10KwP Photovoltaikanlage, Fussbodenheizung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung..

Ein zusätzlicher wgf Kaminofen macht hier wohl aus Gründen der Wirtschaftlichkeit insgesamt eher weniger Sinn.
Alles etwas merkwürdig "zusammengestückelt".
Erst einmal eine fachgerechte Grundlagenermittlung => tatsächlicher Leistungs- u. Energiebedarf für Hzg u. WW unter Berücksichtigung des Nutzerverhaltens und der standortspezifischen Klimabedingungen durchführen lassen.
Damit dürfte sich bereits Einiges klären.
morpheus1978 hat geschrieben: ...der Wohn Ess Küchenbereich mit offener Diele ist ein in etwa 62qm grosser Bereich der mit einem nach Oben offenen Treppenhaus....

Bei derartiger Wohngeometrie gibt es nicht selten Schwierigkeiten, die sich aber mit einer entsprechenden Luftführung kompensieren lassen (Luftmengenplan).

Bei sehr gut geämmten Gebäuden wie hier, macht es, wegen der Leistungsdifferenzierungen, oftmals Sinn, die Wärmeerzeugung für Hzg u. WW zu trennen. Die ELW ist dabei zu beachten.
Letztere spielt auch bei der KWL eine nicht unwesentliche Rolle, da die DIN 1946-6 auf NE orientiert ist.

Mit Forenbeiträgen lässt sich eine notwendige Planung/ Dimensionierung der Gesamtanlage sicherlich nicht belastbar ersetzen, wenn man ein wirtschaftliches Groschengrab vermeiden möchte.

v.g.
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Beitragvon energieprojekt » 18.08.2016 09:29 Uhr

Nun die Frage nach Sinn oder Unsinn ist hier vielleicht nicht ganz angebracht. Nicht jede Entscheidung wird und muss absolut rational befällt werden. Sonst bräuchten wir keine Autos mit 400 PS oder einen Urlaub in Afrika oder der Karibik......
Manche Dinge möchte man einfach nur haben oder machen weil sie uns gefallen.
Mit einer vernünftigen Planung im Vorfeld bekommt man dann auch ein vernünftiges Ergebnis.........
Hier Heizung von Warmwasser zu trennen wäre m.E. wenig zielführend mit einem guten Schichtspeicher der alle ankommenden Energien "verwalten" kann sollte es klappen.
Bei älteren Häusern ging man fast immer davon aus das der Energieaufwand für die Warmwasserbereitung irgendwo zwischen 5 und 15 % der Gesamtenergie für ein Haus lag. Dies hat sich bei modernen Häusern etwas verschoben. Dafür gibt es mehrere Gründe, zum eichen bessere Dämmung des Gebäudes zum anderen höhere Anforderungen an das Warmwasser (Rainshower, permanente Zirkulation, thermische Desinfektion) Wenn ich nun die reine Heizlast zu Grunde lege werde ich die Warmwasserbereitung nicht mehr gewährleisten können.
Also macht es Sinn hier einen Puffer einzusetzen der diese Defizite ausgleichen kann.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 18.08.2016 13:29 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Nun die Frage nach Sinn oder Unsinn ist hier vielleicht nicht ganz angebracht.

Das sehe ich deutlich anders.
energieprojekt hat geschrieben:... Nicht jede Entscheidung wird und muss absolut rational befällt werden. Sonst bräuchten wir keine Autos mit 400 PS oder einen Urlaub in Afrika oder der Karibik......

Die brauch die Gemeinschaft auch nicht unbedingt. Wer sie dennoch unbedingt haben möchte, sollte auch für die überzogenen Umweltbelastungen der Gemeinschaft finanziell deutlich haften.
energieprojekt hat geschrieben:... Dies hat sich bei modernen Häusern etwas verschoben.

Was ist "etwas"? Zudem ist zwischen Leistungs- und Energiebedarf deutlich zu differenzieren.
energieprojekt hat geschrieben:...Wenn ich nun die reine Heizlast zu Grunde lege werde ich die Warmwasserbereitung nicht mehr gewährleisten können.

Die Heizlastberechnung hat mit dem Leistungsbedarf für WW absolut nichts zu tun, daher auch die Bezeichnung "Heizlastberechnung".
energieprojekt hat geschrieben:Also macht es Sinn hier einen Puffer einzusetzen der diese Defizite ausgleichen kann.

Das sehe ich deutlich anders, was sich messtechnisch mittels WMZ auch nachweisen lässt.
Hierzu einfach mal die Energieabgabe eines Wämeerzeugers mit dem energetischen Ladezustand eines Speichers überlagern.
Je höher der Energieinhalt des Speichers, je höher die Energieverluste bei der Wärmeerzeugung bzw. Wärmebereitstellung seitens des Wärmeerzeugers.

v.g.
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Beitragvon energieprojekt » 18.08.2016 14:23 Uhr

Nun wer bestimmt welches Heizsystem sinnvoll ist und warum soll man nicht das einbauen was einem gefällt ?
Selbst wenn im Extremfalle das Haus nach einer Stunde heizen mit dem Kaminofen die Wohnung überhitzt kann gerade diese Stunde soviel Spaß machen das es die Sache für den Betreiber wert war....
Ich erinnere mich da an einen Vorfall bei den ich über 14 Tage mit einem Mädel soviel Spaß vor dem offenen Kamin hatte das es für mich völlig Ok war das ich als der Vater aus dem Urlaub kam ich ihm den Meter Holz (oder mehr) den wir verbrannt hatten neu spalten musste......
Fast jedes System hat ökologisch und oder ökonomisch vor und Nachteile. Der Betreiber muss letztendlich entscheiden wo ihm der Schuh am meisten drückt........
Udo von www.energieprojekt.biz

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Beitragvon RobinZ » 04.03.2017 13:42 Uhr

Vielen Dank für die Infos hatte auch das Problem und ist jetzt Behoben Danke :)
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Beitragvon Redena » 05.03.2017 17:01 Uhr

vielen Dank für die vielen Tipps

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