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jojo_joe
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Beitragvon jojo_joe » 28.11.2016 12:54 Uhr

Hallo,
ich bin am verzweifeln was unsere zukünftige Heizung angeht und hoffe hier im Forum auf die Lösung meines Problems.

Hier im Forum gab es schon eine ähnliche Frage, die allerdings andere Voraussetzungen hatte als meine.

Wir werden neu Bauen und wollen mit einem Fertigbauhersteller unseren Traum vom Eigenheim realisieren. In unserem Baugebiet ist Abnahme Fernwärme Pflicht. Unser Haushersteller hat uns eine Solare Brauchwasseranlage in den Vertrag aufgenommen. Nun meine Frage, macht das Sinn?

Wie sollte die Anlage eurer Meinung nach aussehen? FW Übergabestation + Solaranlage + Speicher (300Liter) oder FW Frischwasserstation mit kleinem Speicher?

Ich wäre euch für Tipps und Infos sehr dankbar!

Weitere Infos: Wir bauen KfW 55, ca. 190m²; Fernwärme Grundpreis: 50€/Monat, Verbrauch: 5cent/kWh

GESBB
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Beitragvon GESBB » 28.11.2016 14:24 Uhr

Hallo,

von Fernwärme(FW) mit Knebelverträgen und Abnahmezwang bin ich aus mehreren Gründen nicht so begeistert.
In Nachweisverfahren wird durch den Primärenergiefaktor oftmals "schöngerechnet".
Wie hier KfW 55 hier zustande kommt, ist absolut unbekannt.
Scheinbar muß hier die STA dennoch helfen, was man von einem Externen überprüfen lassen sollte.
Der ausführliche KfW Nachweis liegt doch sicherlich vor - oder?
Wieviel Energie(kWh/a) wird für Heizung und WW tatsächlich benötigt?
Der Grundpreis ist extrem heftig ;-)
Bei FW muß die Hausübergabestation eben so sorgfältig und bedarfsgerecht dimensioniert werden, wie ein dezentraler Wärmeerzeuger (Leistung).
Direkte oder indirekte Anbindung zur Hauszentrale?
Einzelheiten hierzu siehe Techniche Anschlußbedingungen des Versorgers (TAB), die sicherlich bekannt sind.
Welche Heizlast wurde ermittelt?
Wer ist Eigentümer der Hauübergabestation?
.....
Friwa mit kleinem Speicher funktioniert wohl eher selten.

v.G.
jojo_joe
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Beitragvon jojo_joe » 28.11.2016 15:52 Uhr

Danke für für die Antwort.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Berater nicht geprüft hat, ob eine Solarthermie notwendig ist. Den Bedarf habe ich selbst grob geschätzt. Ich gehe davon aus, dass wir vier Einheiten á 2,6kW brauchen werden. Eine Einheit kostet 146€/a Grundpreis plus eben der Verbrauch.
Die Übergabe Station wird von Eigentümer bezahlt, damit gehört diese uns.
Primärenergiefaktor der FW liegt bei 0,65
Wärmebereitstellung erfolgt zu 99,9% aus KWK, laut EEG sind min. 50% gefordert.
Die Hausstation muss bei Neuanlagen für den indirekten Anschluss konzipiert werden
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Beitragvon GESBB » 28.11.2016 18:01 Uhr

Hallo,
jojo_joe hat geschrieben:... Den Bedarf habe ich selbst grob geschätzt. Ich gehe davon aus, dass wir vier Einheiten á 2,6kW brauchen werden.

Sicher, oder geraten ? ;-)
jojo_joe hat geschrieben:..Primärenergiefaktor der FW liegt bei 0,65...

Einen derart schlechten Wert für KWK hatte ich fast schon vermutet.
Hier wird wohl die unwirtschaftliche STA auf dem Papier helfen müssen, sonst wird´s kein KfW55 ;-)

v.G.
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Beitragvon jojo_joe » 29.11.2016 07:32 Uhr

Ist eher geraten, stimmt

Habe ein Merkblatt zur KfW gefunden. Laut Merktblatt gilt: Zum Bauen nach KfW ist die Option, Fernwärme mit zertifiziertem Primärenergiefaktor fp ≤ 0,7, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad> 80%) möglich.

Das wäre ja erfüllt, auch ohne STA

Oder sehe ich das falsch
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Beitragvon GESBB » 29.11.2016 08:21 Uhr

Hallo
jojo_joe hat geschrieben:Ist eher geraten, stimmt

Das kann sich später durch überhöhte Verbrauchskosten negativ bemerkbar machen.
Auch hier ist die Sekundärseite fachlich korrekt zu dimensionieren (Heizlastberechnung, Lüftung, Heizflächendimensionierung, Hydraulik, Pumpenauswahl, Rgelungseinstellungen).
jojo_joe hat geschrieben:....Das wäre ja erfüllt, auch ohne STA.

Nicht eingrenzende Rahhmenbedingungen mit den Ergebnissen des spezifischen Objektes verwechseln.
Für das spezielle Objekt ist im Nachweisverfahren neben HT (W/m² K), qp (kWh/m²) nachzuweisen. Hier geht der Primärenergiefaktor ein.
Ausschlaggebend auf dem Papier ist das Endergebnis. Ob hierfür STA notwendig ist, steht in den Unterlagen zum Nachweis.

v.G.

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Beitragvon moderne.heizung » 07.12.2016 10:31 Uhr

Hallo jojo_joe,
wie von GESBB angedeutet ist eine fundierte Planung der Heizlast nach DIN EN 12831 unbedingt notwendig, erst einmal unabhängig von der Art der Wärmeerzeugung.
Weiterhin solltest du darauf achten, dass der hydraulische Abgleich der Anlage durchgeführt wird, was ja ebenfalls von der KfW bezuschusst wird.
Neben den Verbrauchskosten spiegelt sich eine korrekte Berechnung und Installation der Anlagentechnik in meinen Augen auch im Komfort hinsichtlich beispielsweise Temperatur, Luftqualität etc. wieder.

Beste Grüße, Erik von moderne.heizung


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