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selfmade01
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Beitragvon selfmade01 » 21.08.2016 15:30 Uhr

hallo liebe Forumsgemeinde,

ich selbst mit Miteigentümer eines Mehrfamilienhauses.
Weiter habe ich früher selbst den Beruf Heizungsmonteur erlernt bin aber ca 20 Jahren nur noch am Rande durch meine Selbständigkeit in der Sanierungsbranche damit konfrontiert.
Das o.g. Anwesen besitzt eine zentrale Heizung und zentrale WW-Versorgung

Im Anwesen wurde letztes Jahr eine neue Gas-Brennwerttherme mit externem WW-Speicher eingebaut inkl. moderener Enrgiespar-Grundfos-Pumpe.
Vor kurzem wurden dei alten Rippenheizkörper durch neu berechnete Niedrigtemp-HK's mit neuen Thermoastatventilen ausgetauscht.
Die alte Rohrleitung (schwarzes Stahlrohr) wurde belassen. Ein Filter für das Heizwasser ist auch vorhanden.

jetzt geht es im Anwesen um den hydraulischen Abgleich.
Die neuen Thermostatventile mit der Möglichkeit den Durchfluß zu reduzieren wurden damals bei Thermentausch schon mit ausgetauscht und nun für die neuen Niedrigtemp-HK's wieder verwendet.

Damals wurde auch schon ein hydraulischer Abgleich gemacht.
Jedoch nur Pi x Daumen eben so, dass die oberen HK's als auch die unteren HK's in der gleichen Zeit warm wurden.

Durch den Tausch der Heizkörper ist klar das die Therme nun im Brennwertbereich (< 55°) gefahren werden soll (Zuvor war das mit den Rippenheizkörpern nicht möglich).

Nun ist es ja bei den Brennwertgeräten so, dass der Rücklauf so kühl wie möglich zurück kommen sollte.

Es ist wohl nicht ausreichend nur am Vorlaufventil den Durchfluß zu reduzieren sondern wohl auch am Rücklaufventil ?
Ist das so?

Wie ich hier im Forum gelesen habe sollte dann auch die Temperatur am Rücklauf wie Vorlauf gemessen werden.
Phuuuu... bei ca 60 Heizkörpern im Anwesen ist das ein ganz schöner Job.

Mir als Vermieter liegt aber sehr viel daran das die Nebenkosten also besonders die Heizkosten so niedrig als möglich gehalten werden und mögliche Einsparungen mit den vorhandene installierten Mitteln ausgereizt werden.

Bei der Pumpe ist das ja auch so ein kapitel.
da habe ich glaube ich mehrere Einstellmöglichkeiten eben 3 für manuell und dann noch welche für Autobetrieb.

Das Anwesen hat insgesamt mit ausgebauten DG 5 Etagen (EG bis 4. Stockwerk) Geschosshöhen von im Mittel 3 Meter.

Die Therme steht im Keller.

Die Heizungsfirma die die Heizung für uns eingebaut hat, hat meiner Meinung nach 0 Plan von diesem hydraulischen Abgleich.
Die Gemeinschaft hat halt den billigsten genommen :(
Ich darf nun den Mist ausbaden da die Gemeinschaft weiß das ich mich hier etwas auskenne.

Wenn ich einen Spezialisten hole der hier den Abgleich verantwortungsbewußt durchführt so vermute ich das dieser Tage damit beschäftigt wäre wenn jedesmal der Vorlauf und Rücklauf am HK gemessen werden muß... also für die Gemeinschaft wieder zu teuer.

Frage:
Wie kann ich das selber lösen?
Auf was muß ich achten?
In welcher Zeit dürfen/müssen solche HK's mit H-Abgleich warm werden (die brauchen ja wohl nun länger bis sie warm werden wegen der Durchflußreduzierung)
Welche Zeit muß hier der Mieter akzeptieren?

Vielen dank schonmal für jede Hilfe

Grüße Jürgen

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 21.08.2016 18:03 Uhr

Hallo Jürgen willkommen bei EP24.de
Als gelernter Heizungsbauer wirst du das Thema hydraulischer Abgleich sicher in der Schule gelernt haben. Wenn du heute "nur noch" in der Sanierung tätig bist ist auch hier bei jeder erfolgter Sanierung das System ab zugleichen, es sollte also täglich Brot für dich sein.
Um eine Frage mal vorab zu beantworten, ob du am Vorlauf oder Rücklauf drosselst ist eigentlich gleich, du änderst damit den Durchfluss. Der Pumpe ist dies relativ egal an genau welcher Stelle die Querschnittverengung erfolgt.
Die Ventile wirst du weiterhin nutzen können nur muss der Abgleich vernünftig berechnet und auch ausgeführt werden.
Die Aussage Pi x Daumen kann man nicht gelten lassen du wirst ja auch die Rechnung komplett bezahlt haben und nicht ungefähr...
Je nachdem wie lange das her ist würde ich das Unternehmen nochmals antanzen lassen und auf Erfüllung pochen.
(ggf sind hierfür Fördermittel in Anspruch genommen worden dann könnte es auch Subventionsbetrug sein.)
Der andere Fall, ein Unternehmen beauftragen und den Abgleich vernünftig berechnen und einstellen lassen.
Die Methode mit einem Temperaturabgleich ist möglich aber recht aufwendig und zeitintensiv. Im normalen Betrieb wirst du den Unterschied nicht sonderlich merken da die Heizkörper ja nicht jedesmal kpt auskühlen. Wenn ein Abgleich wirksam und vernünftig gemacht werden soll wirst du nicht umhin kommen selbst zu rechnen oder rechnen zu lassen.Mit den dabei entstehenden Kosten ist es recht einfach, je mehr Daten du lieferst umso weniger Zeit muss das Unternehmen aufwenden, umso geringer werden die Kosten sein. Greift auf die Daten zurück welche ihr schon bezahlt habt...Wenn du dann die Einstelltabellen hast kannst du das einregulieren selbst vornehmen(ggf entsprechendes Werkzeug voraus gesetzt).
Ansonsten gilt wieder mal besser einmal richtig machen wenn auch teurer als zweimal, einmal billig und schlecht und einmal richtig und teuer....
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon selfmade01 » 21.08.2016 19:15 Uhr

Hallo,


energieprojekt hat geschrieben:Hallo Jürgen willkommen bei EP24.de
Als gelernter Heizungsbauer wirst du das Thema hydraulischer Abgleich sicher in der Schule gelernt haben.


Leider nein, denn vor 36 Jahren hatte ich in der Schule vom hydraulischen Abgleich noch nichts gehört... kann mich zumindest nicht daran erinnern

energieprojekt hat geschrieben: Wenn du heute "nur noch" in der Sanierung tätig bist ist auch hier bei jeder erfolgter Sanierung das System ab zugleichen, es sollte also täglich Brot für dich sein.


auch hier, leider nein, denn wenn dann hatte ich was mit Etagenheizungen zu tun...die dann meist eine Heizungsfirma installierte... ich saniere zwar vergebe dann aber Gewerke an Subunternehmer

ich bin erst auf dieses Thema gestoßen als wir hier im Mehrfamilienhaus die Heizung und die Heizkörper austauschen liessen und es intensive Gespräche mit dem Energieberater gab...

war mein Fehler hätte mich schon früher schlau machen sollen

energieprojekt hat geschrieben:Um eine Frage mal vorab zu beantworten, ob du am Vorlauf oder Rücklauf drosselst ist eigentlich gleich, du änderst damit den Durchfluss. Der Pumpe ist dies relativ egal an genau welcher Stelle die Querschnittverengung erfolgt.

habe ich begriffen... jedoch muss/sollte laut meiner Info die Pumpe wohl nicht auf manuelle stehen sondern eben auf dem Auto-Modus damit sie auch die Möglichkeit hat sich selbst zu regulieren oder?

energieprojekt hat geschrieben:Die Ventile wirst du weiterhin nutzen können nur muss der Abgleich vernünftig berechnet und auch ausgeführt werden.
Die Aussage Pi x Daumen kann man nicht gelten lassen du wirst ja auch die Rechnung komplett bezahlt haben und nicht ungefähr...

Die Methode Pi x Daumen verwendete ich nur, da wir merkten das die Heizungsfirma hier komplett überfordert war und die Heizkörper in den oberen Stockwerken nicht richtig warm wurden.
Natürlich soll dies keine Dauerlösung sein, deshalb ja auch hier die Fragen

energieprojekt hat geschrieben:Je nachdem wie lange das her ist würde ich das Unternehmen nochmals antanzen lassen und auf Erfüllung pochen.
(ggf sind hierfür Fördermittel in Anspruch genommen worden dann könnte es auch Subventionsbetrug sein.)

Nein wurden für die Heizung keine in Anspruch genommen

Das ist eben das Problem bei Mehrfamilienhäusern mit einem Hausverwalter dem alles zu viel ist und Eigentümern denen Nebenkosten egal sind und die sich den Schuh der Auseinadersetzung mit der Heizungsfirma nicht anziehen wollen

Hausverwalter wechseln?
Lach... meiner Meinung nach sind 99% aller Hausverwalter die gleichen Haudegen... die bekommen ja pro wohnung nur ein paar euro Verwaltungsgebühren und der Aufwand den sie hier hätten ist dem nicht wert... meine Erfahrung mit Hausverwaltern diese... habe dies auch on bekannten mit anderen Verwaltern gehört... ist leider so in der Branche...
energieprojekt hat geschrieben:Der andere Fall, ein Unternehmen beauftragen und den Abgleich vernünftig berechnen und einstellen lassen.

ich hoffte das ich das selber hinbekommen könnte um eben diese Kosten für die Nichtversteher meiner Gemeinschaft zu sparen.

Was darf so eine Berechnung kosten wenn ich Rohrdimmensionen, Steigleitungen , deren länge etc... die Heizkörpergrößen die Thermendaten, die Zimmergrößen und deren Beschaffenheit nach Isolierung etc. etc. mitteile?

energieprojekt hat geschrieben:Die Methode mit einem Temperaturabgleich ist möglich aber recht aufwendig und zeitintensiv. Im normalen Betrieb wirst du den Unterschied nicht sonderlich merken da die Heizkörper ja nicht jedesmal kpt auskühlen. Wenn ein Abgleich wirksam und vernünftig gemacht werden soll wirst du nicht umhin kommen selbst zu rechnen oder rechnen zu lassen.

gibt es dazu ein Tool? eine Anleitung etc. wie man das berechnen kann?

energieprojekt hat geschrieben:Mit den dabei entstehenden Kosten ist es recht einfach, je mehr Daten du lieferst umso weniger Zeit muss das Unternehmen aufwenden, umso geringer werden die Kosten sein. Greift auf die Daten zurück welche ihr schon bezahlt habt...Wenn du dann die Einstelltabellen hast kannst du das einregulieren selbst vornehmen(ggf entsprechendes Werkzeug voraus gesetzt).

genau diese Einstelltabellen würde ich wohl benötigen...

energieprojekt hat geschrieben:Ansonsten gilt wieder mal besser einmal richtig machen wenn auch teurer als zweimal, einmal billig und schlecht und einmal richtig und teuer....
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz


Das erkläre mal reinen Anlegern die jeden Cent sparen wollen... Gebetsmühlenartig versuchte ich zu erklären das wir den Heizungstausch besser nicht von der Firma machen lassen...

Grüße Jürgen
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Beitragvon Sparflamme » 21.08.2016 19:46 Uhr

Hallo Jürgen,

vielleicht wirst Du hier fündig http://www.tab.de/artikel/tab_TA_Heimeier_1713178.html

Grüße von der Sparflamme
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Beitragvon selfmade01 » 21.08.2016 19:52 Uhr

Sparflamme hat geschrieben:Hallo Jürgen,

vielleicht wirst Du hier fündig http://www.tab.de/artikel/tab_TA_Heimeier_1713178.html

Grüße von der Sparflamme


super danke für den link

gibts das Tool auch für PC oder nur für iphone bzw. android...?

Grüße Jürgen

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