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Pania
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Beitragvon Pania » 02.09.2015 07:44 Uhr

Guten Morgen,
ich bin neu hier im Forum. :) Meine Frage ist ziemlich rudimentär, ich hoffe dennoch, dass mir jemand darauf antworten kann: Wir haben ein Reihenhaus, Baujahr 1969. Aktuell wird mit einer Gasheizung geheizt, Warmwasserversorgung läuft auch über die Heizung. Wir spielen jetzt mit dem Gedanken, das Haus so umzurüsten, dass das Warmwasser mit einer Solarthermieanlage produziert wird. Lohnt sich das überhaupt? Wenn alles nach Plan läuft, werden wir noch 10 bis 20 Jahre in dem Haus wohnen. Kann man so ein altes Haus überhaupt entsprechend umrüsten. Welche Voraussetzungen müssen dafür vorhanden sein?

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 02.09.2015 19:15 Uhr

Guten Tag Panina und willkommen bei EP24.
Ich denke hier wird man versuchen dir zu helfen und dir auch einiges anbieten nach dem du gar nicht gefragt hast.......
Ich eröffne einfach mal den Reigen...............
Um dir eine detaillierte und wirklich aussagekräftige Beratung geben zu können brauche ich (falls du es wünschst) sicher mehr Input (siehe unten)
Aber ich versuche es einfach mal mit den vorliegenden Daten.
Grundsätzlich ist es möglich die Warmwasserbereitung über eine thermische Solaranlage für einen großen Teil des Jahres (ca 8-9 Monate) zu gewährleisten, nur rechnen wird sich das nicht in der gewünschten Zeit, gehe hier mal von ca 25-30 Jahren aus.
Wohlbemerkt eine thermische Solaranlage zur Brauchwasserbereitung!!!
Was du hierfür brauchst ist relativ einfach:
2-3 Kollektoren, ein 3-400ltr Solar-Brauchwasserspeicher, Verbindungsleitung, Regelungseinheit mit Pumpe und Kleinmaterial.
Warum rechnet sich dieses System nicht in 10 Jahren ??
-der Invest liegt bei 3500-5000 €
-das Einsparpotenzial bei ca 60-70 % der Gaskosten die du für die Warmwasserbereitung aufwenden musst
-dies sind ca 5-10% der gesamten Gaskosten
Ausrechnen kannst du dies selbst !
Wenn sich eine solarthermische Anlage rechnen soll musst du eine heizungsunterstützende einbauen lassen, damit kannst du dann vielleicht zwischen 30 und 50 % der gesamten Gaskosten einsparen.
Um dir sagen zu können ob und wann es sich rechnet brauche ich mehr Angaben, u.a.
-Hausgröße, Ausrichtung und Neigung des Daches
-Anzahl der Bewohner
-Alter der Gasheizung
-Jahres Gasverbrauch (am besten die letzten 3 Jahre gemittelt)
Art der Wärmeverteilung
-Zustand des jetzigen Heizsystems
Mit diesen Werten kann man dann abschätzen was sinnvoll ist und wie der Kosten-Nutzenrahmen aussieht.
Gerne bin ich dir da behilflich
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon machtnix » 04.09.2015 21:36 Uhr

Lohnt sich nicht.
Nur Heizungsunterstützend,sonst Finger weg von Solar.
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Beitragvon energieprojekt » 05.09.2015 09:43 Uhr

es ist schon seltsam, die Experten (und nicht nur hier) sind sich darüber einig das eine thermische Solaranlage zur reinen Brauchwassererwärmung nonsens ist (wohl bemerkt im Einfamilienhausbereich nicht im gewerblichen). Und was machen unsere Flachpfeifen in Berlin, sie fördern eben diese Geldvernichtungsanlagen.
Diesmal muss ich Machtnix recht geben
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Beitragvon Pania » 10.09.2015 08:56 Uhr

Hallo,
ich wollte mich nur kurz melden und schon mal für die erste Einschätzung bedanken. Was die Daten und Voraussetzungen angeht bin ich nicht so die Expertin, da müsste ich erst meinen Mann fragen. Wenn ich das gemacht habe, melde ich mich noch einmal - vielen Dank bis dahin erst einmal! :)
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Beitragvon snake » 22.09.2015 10:11 Uhr

Naja, auf Seiten wird das immer sehr angepriesen. Für neue Häuser, die dafür konzipiert werden, mag das auch stimmen. Bei Altbauten ist das immer so eine Sache, da die für eine ganz andere Technik gebaut wurden. Manchmal fährt man da besser, wenn man da auf eine neue, sparsame Gas/- oder Ölheizung setzt.

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Beitragvon energieprojekt » 22.09.2015 15:33 Uhr

Hallo Snake, wieso sollten alte Gebäude nicht zum energiesparen oder zur Nutzung von Solar geeignet sein ?
Gerade viele alte Häuser haben sehr große Heizkörper die sich hervorragend zur Nutzung von niedrigen Vorlauftemperaturen eignen. Wenn man das Haar in der Suppe sucht findet man natürlich immer etwas.
Natürlich muss man die Anlage als ganzes betrachten und optimieren aber das ist beim Tausch des Wärmeerzeugers immer der Fall. Stichworte hydraulischer Abgleich, Dämmung der Rohre (und ggf Heizkörpernischen) Hocheffizienzpumpen, witterungsgeführte Regelung.
Wie gesagt immer das gesamte Paket betrachten und zur Planung einen neutralen Fachmann holen, das muss nicht immer der Heizungsbauer um die Ecke sein.
Mein Haus ist von 1870 und Solar funktioniert hier prima !
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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