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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Darkwing
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Beitragvon Darkwing » 14.09.2014 20:08 Uhr

Servus :)

wir sind gerade dabei ein Haus zu kaufen und anschliessend Heizung/Warmwasserbereitung zu erneuern. Inzwischen bin ich in einer Sackgasse gelandet bzw. kann mich beim Typ der Solarthermieanlage nicht recht entscheiden.

Gebäude Ist:
Fertigteilhaus BJ97 100qm Wohnfläche. Kein Keller, Dachboden bereits ausgebaut/gedämmt.
Bisher Heizung und Warmwasser über Nachtspeicher/Boiler.
Energieausweis leider nur Verbrauchsausweis 8.000 KWh inkl. Warmwasser.

Geplant Pelletofen Wasserführend 13/10KW , Pufferspeicher 800L + 200L Warmwasser. (3Personen)
Für die Brauchwassererwärmung soll im Sommer die Solarthermie dienen, in der Übergangszeit Heizungsunterstützend mitwirken.

Dach hat 45° Neigung, Südausrichtung. Verfügbare Fläche wäre 4m Breitex4,5m Höhe.

Jetzt die Frage die mich beschäftigt.
Auf Grund des eher kleinen Pufferspeichers (mehr passt einfach nicht in HWR) und der geringen Fläche die zur Verfügung steht hab ich momentan 2 Varianten.
1: 3x Westech-Solar WT-B58-22 (11/5,4qm)
2. 4x solway FK8000 (9,36/8,56qm)

Von den Westech würde ich evtl auch 4 von den Solway evtl. 6 Kollektoren aufs Dach bekommen. Die Westech sind Röhre, die Solway Flachkollektoren. Knackpunkt ist aber... bei den Solway bekomme ich 40% mehr Nettofläche aufs Dach.
Und bei der Überlegung gerate ich immer wieder in die Sackgasse. Reisst der höhere Wirkungsgrad in der Übergangszeit die Westech wieder raus, oder ist es besser auf mehr Nettofläche zu setzen?

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 15.09.2014 06:31 Uhr

Guten Morgen Darkwing,
ich versuche dir mal kurz ein wenig zu helfen.
Zuerst zum Puffer, nimm keinen Kombi(Mutter-Kind) Speicher der birgt folgende Nachteile:
-du verlierst Puffervolumen aufgrund des Warmwasseranteils
-du musst den Puffer in der Temperatur begrenzen, wg der Kalkgefahr.
-die meisten Kombipuffer haben eine Magnesiumanode die regelmäßig getauscht werden muß
Geh lieber her nimm einen Puffer mit Frischwasserstation oder zumindest Durchlaufschlange.
Zu den Kollektoren
Über das Jahr gesehen tun sich Röhre und Flachkollektor nicht viel, Vorteil einer Röhre ist das schneller "Ansprechen" und die höheren Temperaturen in der Übergangszeit.
Nachteil sind die höhere Anfälligkeit und die Gefahr das Schnee liegen bleibt wenn er mal drauf ist.
Was meinst du mit den Angaben 11/5,4
Bei Südausrichtung und 45° Neigung reichen Flachkollektoren, allerdings sind 3 Kollektoren nicht förderfähig ! Schau das du ggf andere Kollektoren bekommst. Röhrenfläche ist Förderfähig !
Was für Heizflächen beabsichtigst du ?
Gruß Udo vom enegieprojekt
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Beitragvon Darkwing » 15.09.2014 08:26 Uhr

Guten Morgen Udo,

Pufferspeicher:
2 getrennte Speicher wird nicht funktionieren wegen Platzmangel.
Frischwasserstation ist am Ende ja auch nur Kalkanfällig. Bei den Hygienespeichern besteht noch eine Option. Limit ist an der Stelle der HWR. 110cm Durchmesser ist das Maximum.
Lagere ich den Speicher in die Garage aus, müssen die Leitungen über ca. 4Meter Frostsicher verlegt werden und ins Haus gebracht werden müssen sie ja auch noch.


Heizkörper:
Es wird auf normale Flächenheizkörper hinauslaufen. Im Wohnraum EG Kombination aus Wärmestrahlung des Pelletofen und zusätzlich ein HK.


Die Angaben sind die Quadratmeter Brutto/Netto. Bei den Röhrenkollektoren hab ich halt 11/5,4 bei den Flachkollektoren 9,36/8,56qm. Damit ist auch die Bafa Frage beantwortet, 9qm Bruttofläche werden erreicht.
Bei den FK bekommt man wesentlich mehr Nettofläche aufs Dach. In unserem Fall für die selbe Bruttobelegung bringen die Röhren nur 66% der Nettobelegung im Vergleich zu den Flachkollektoren.
Dieses Manko gilt es ja für die Röhre erst mal wieder rauszuholen.
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Beitragvon energieprojekt » 15.09.2014 19:19 Uhr

Guten Abend Darkwing, das Verhältnis Brutto zu Nettofläche bei den Röhrenkollektoren erscheint mir etwas seltsam. Bei 11m² Brutto und nur 5,4 Netto würde der halbe Kollektor ja aus Rahmen bestehen.
Eine 2-Speichervariante plane ich nur in Sonderfällen oder bei Biomasseanlagen. Kostengünstiger ist natürlich der Hygienespeicher
Mit dem Durchmesser kommst du hin die Standardspeicher haben 79cm Rohmaß + Dämmung als meist 100cm.
Wenn du dich für Heizkörper entscheidest wähle sie möglichst groß also Auslegungstemperatur 45/35C° sonst wird der solare Nutzen im Winter recht gering sein.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Darkwing » 18.09.2014 11:42 Uhr

Hallo Udo,

ja leider sind die VR Kollektoren von Westech einfach nur Platzverschwender.
Inzwischen scheint das ganze Projekt aber auf grund baulicher Beschränkungen nicht mehr durchführbar.
Der Pufferspeicher kann überhaupt nicht in den HWR. Dieser ist nur 1,80 x1,20 und beinhaltet auch den Zählerschrank an der Stirnseite.
Rechnet man nun die Tiefe vom Zählerschrank und die 1,2 Meter freien Raum davor, blieben noch 40cm für den Puffer übrig.

Alternativen:
Versetzt man den Zählerschrank, dann ningelt am Ende der Grundversorger rum, das Puffer und seine Übergabestation im selben Raum sind.

Auf Solar verzichten und den Pelleter ohne Puffer modulieren lassen. WW über 120l Wärmepunpe. Macht energetisch für mich keinen Sinn, da kann man sich den Winterurlaub stecken aus Angst die Anlage friert doch mal ein.

Puffer in die Garage.
Durch Grenzbebauung der Garage kann es eine Nutzungsänderung darstellen und Probleme geben. Die Kosten für 6 Leitungen im Erdreich + Kernbohrung und Abdichtung Bodenplatte sind ebenfalls nicht zu verachten. eh sich das rentiert könnten 20 Jahre mit reinem Pelletbetrieb + Wasser Wärmepunpe ins Land gehen.
Anbau für den Puffer. Braucht wieder Baugenehmigung und die bekommt man ja erst nach dem Kauf beantragt und abgelehnt.

Gäste WC neben dem HWR "opfern". Macht wenig Sinn, bzw. will meine Frau nicht. Jedes mal ins 1.OG rennen um mal aufs Klo zu gehen... nee.
Ausserdem sind die 100qm schon recht knapp bemessen, davon noch was zu opfern tut nicht not.

Den Planer erschlagen der 1997 noch so einen Unsinn wie Nachtspeicher und Durchlauferhitzer verzapft hat :twisted: Löst das Problem auch nicht.

Von daher werden wir uns wohl doch gegen den Kauf entscheiden und zur zweiten Hausalternative greifen.
Da wird der aufwand zwar etwas höher, dafür gibt es aber wenigstens die Möglichkeit es gleich sinnvoll umzustrukturieren.

Grüße
Carl-Heinz
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Beitragvon energieprojekt » 20.09.2014 15:09 Uhr

Grüße dich CarlHeinz,
die Idee den Planer zu erschlagen würde ich auch nicht weiter verfolgen den dein dann neuer Wohnsitz würde sicherlich nicht mit Solar beheizt werden.......
Deine Idee dir ein anderes Haus zu suchen finde ich vernünftig. wenn sollte es auch passen,
Gruß Udo vom energieprojekt

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Beitragvon Remer » 16.01.2015 10:48 Uhr

Hey wie darkwigwinf das beschreibt ist schon richtig. Un dauf jeden Fall werden die die Kosten für 6 Leitungen extrem teuer.Das mit dem pelleter sehe ich genauso. Ich lasse jetzt bei mir alles umrichten und baue komplett auf Solar um. Mein Kumpel ist Fachmann dafür, habeich auch nur zufällig in einer Ferienwohnung in Schenna kennengelernt. War extrem klimafreundliche Unterkunft. Kann dir seine kontaktdaten schicken wenn du mags und der schaut sich da mal bei dir an :D

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