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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.03.2014 11:33 Uhr

Die Effizienzlabel, wie wir sie von Elektrogeräten kennen, werden jetzt auch zur Information über den Energiebedarf von Wohnungen oder Häusern eingeführt. Die Stufeneinteilung mit den Buchstaben A in grüner Farbe für sparsam bis G in rot für hoher Energieverbrauch soll dem zukünftigen Nutzer eine Orientierungshilfe zur Gebäudeenergiebilanz geben.

Diese Klassifizierung nach detaillierten Energieklassen führt die Bundesregierung ab 1. Mai 2014 jetzt auch für Wohngebäude ein. Folgende Informationen werden für den Käufer oder Mieter des Wohnobjekts transparent:

- Wie viel Energie für Heizung, Klimatisierung und Warmwasser braucht die Wohnung?
- Ist der Altbau energetisch optimiert und verfügt er auch über eine akzeptable Wärmedämmung?
- Welche Mehrkosten für Energie im Vergleich zu Gebäuden mit hohem oder niedrigerem Standard fallen etwa an?


Die neuen Regelungen sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 fixiert. Immobilienbesitzer, die verpachten, vermieten bzw. verkaufen, sind an die Kennzeichnungspflicht gebunden. Bei der Vermietung oder dem Verkauf von Immobilien ist der Eigentümer ab 1. Mai 2014 in jedem Fall verpflichtet ein „Energieausweis" vorzulegen. Die bisherige Vorgabe, nur auf ausdrückliches Verlangen einen solchen Nachweis vorzulegen, wird jetzt durch die neue Vorlagepflicht ersetzt.
Die Skala nach Energieklassen geht von der
BestnoteA+" bis zur schlechtesten Bewertung H. Erstere ist grün dargestellt, letztere rot. Der Durchschnitt der Gebäude liegt im gelben Bereich bei E. Wer eine B-Wohnung bezieht, spart Energie und Geld im Vergleich zum üblichen Standard. Heizung und Warmwasser brauchen in einer energetisch unsanierten Altbau-Wohnung beispielsweise 180 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Das macht bei einem 100-Quadratmeter-Appartment und einem Erdgas-Bezugspreis von 7,5 Cent pro kWh l.350 Euro jährlich (112,50 Euro pro Monat). Ist das Haus besser gedämmt, sinken Bedarf und Kennwert vielleicht auf 120 kWh. Dann kostet die Energie für die Heizungsversorgung nur noch 900 Euro oder 75 Euro monatlich. Solche Informationen kann man dem neuen Ausweis zumindest ansatzweise entnehmen. Der Energieausweis kann den Energiebedarf des Gebäudes oder den Verbrauch angeben. Zur schnellen Orientierung für potenzielle Käufer und Mieter müssen die Immobilienbesitzer den Energiekennwert in Kilowattstunden ab 1.-5. schon in der Immobilienanzeige angeben. Verfügen sie bereits über einen neuen Ausweis, sind sie verpflichtet, zusätzlich die Energieklasse des
Gebäudes und den Energieträger für die Heizung wie Öl und Gas zu vermerken. Die alten Energieausweise gelten weiter, maximal allerdings bis zehn Jahre nach ihrer Ausstellung. Die neue Verordnung gilt mit einigen Ausnahmen für alle beheizten und gekühlten Gebäude. Dazu zählen Wohn- und Gewerbeimmobilien ebenso wie Alt- und Neubauten. Nicht erfasst werden Gebäude, die nur wenige Monate im Jahr genutzt werden.

Gruß

Thomas Heufers


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