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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
ueppig
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Beitragvon ueppig » 26.02.2014 00:10 Uhr

Hallo,

im Dez. 2103 haben wir uns ein Grundstück gekauft (730m2) und nun sind wir mitten in der Hausplanung und somit auch bei der schwierigen Wahl der (für uns) „richtigen“ Heiztechnik angekommen. Ich habe dazu ein paar Fragen.

Ich möchte hier bereits erwähnen das ich ein Laie auf diesen Gebiet bin. Vielleicht hat aber hier jemand eine Idee zu folg. Haus-Projekt:

Eckdaten des neuen Hauses:
- Lage 21614 Buxtehude
- Wasserschutzgebiet
- Bodenbeschaffenheit: vorwiegend Lehmboden
- Wfl. min. 200 m2 bis max. 230m2, Wfl. im EG 128 m2
- Kfw-Standard: 55, gedämmt mit 12 cm WLG 035 in der AW, 20 cm WLG 035 auf der Stahlbetondecke, Thermosohle 6 cm WLG 035
- 90 m2 Teilkeller mit weißer Wanne (ebenfalls auf KfW 55 gedämmt)
- Wärmerückgewinnungstechnik: ja
- Fußbodenhz. im ganzen Haus: ja
- Vorbereitung (Schacht) für Kamin: ja
- Keine PV Anlage derzeit geplant (aus Kostengründen) später evtl. Nachrüstung wenn wieder etwas Geld im Geldbeutel ist, evtl. dann mit Speicher/Batterie.
-Gas-Brennwert mit Kombi Wassererwärmung über Solar scheidet (für uns jedenfalls) aus, auch wenn die Invest.-Kosten ersteinmal niedriger sind.
-Heizlastberechnung für das Haus liegt noch vor ( ich schätze mal 9 - 10 kw?)

Wir favoriserten bis heute die >> Sole/Wasser-Wärmepumpe <<. Nun hat mir der Landkreis Stade auf Anfrage mitgeteilt, das aufgrund des Wasserschutzgebietes nur max. Bohrungen bis 35 Meter zulassig sind!! Die Frage ist lohnt sich dann die Sole-Wärmepumpe überhaupt noch??? Bei Wikipedia steht das Bohrungen im Schnitt zw. 50 – 100 Meter tief sein sollten. Ich möchte aus Kostengründen auch keine 10 Löcher a 35 Meter bohren lassen. Erdkollektoren wären die 2.-Möglichkeit die Frage ist ob das Grundstück bei o.g. Wfl. dafür ausreicht und ob diese generell gut sind? Ich möchte auch gern den einen oder anderen Baum pflanzen … Die Effizienz ist mit den Erdkollektoren ist ja schlechter als mit einer Tiefenbohrung. Evtl. muss ich das aber wohl mangels Alternativen hinnehmen. Ob Grundwasser vorhanden ist, weiß ich nicht wegen der Möglichkeit einer Wasser/Wasser-WP. Hier habe ich gelesen das diese durch Schadstoffe im Wasser oder falschen Bohrungen anfällig sind.

Also vielleicht doch die Luftwärmepumpe die die Baufirma uns abgeboten hat? Sind diese noch laut? Oder gilt das für die heutigen Stand der Technik nicht mehr?

Die Baufirma bietet Hybrid-Air-Kompakt-Technik bis 200m² Wohnfläche mit einer Nibe F 755 G Abluftwärmepumpe mit Außenluftanteil an. Diese stellt 180 Liter warmes Brauchwasser bereit. Häuser mit einem Gästebad (ja haben wir) haben einen höheren Verbrauch und bekommen deshalb einen zusätzlichen Warmwasserspeicher für erhöhten Warmwasserkomfort. Die Lautstärke beim Musterhaus für diese Indoorlösung war für mich ok (leises Summen wie bei unserem Kühlschrank). Die Frage ist reicht diese Technik aus, da wir ja über 200 m2 Wfl. kommen. Oder muss man nur einen größeren Wärmespeicher installieren?

Ab 200m2 kann man optinal folgende (aufpreispflichtige) Hybrid-Air-Plus-Technik erwerben:

Abluft-Waermepumpe Nibe F 755 G.
Aussenlufteinheit Nibe F 2030-7. (hörbar für mich und den Nachbarn!)
Warmwasserspeichers Nibe AHPS 300. Diese Heiztechnik erreicht mit den oben genannten Komponenten eine Brauchwasser-Schuettleistung von 440 Liter.
Das Aussenluftmodul erhaelt fuer die Kondensatableitung einen Entwaesserungsanschluss - dieser muss bauseits an die Regenwasserkanalisation angeschlossen werden. Eine Außenlufteinheit möchte ich aus "Lärmgründen" auf keine Fall haben. Diese Technik fällt also für uns weg...

Wasserführender Kamin oder Solar für die Wassererwärmung in Kombi mit der Erdwärepumpe: Soll sich nicht lohnen (Kosten/Nutzen) lt. Internet? Pelletheizung? Oder was gibt es für Alternativen?

Fragen über Fragen.. Freue mich über jede Antwort zu meinen vielen Fragen!

Schon einmal vorab vielen Dank dafür.

Gruß
Andreas
Zuletzt geändert von ueppig am 26.02.2014 14:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon machtnix » 26.02.2014 10:34 Uhr

EWrdkollektor geht auf jedenFall,würde ich bevorzugen.
Es gibt natürlich auch die Direktverdampfertechnik.
Hier z.B. werden höchstens 30m gebohrt:
http://www.geothermie-confort.com/home.php?lan=de
Kannst ja mal um ein Angebot bitten,kost ja nix.
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Beitragvon gergenerdwaerme » 27.02.2014 12:37 Uhr

hallo Andreas.
Wie schon angeführt: es gibt die Möglichkeit der DIREKTVERDAMPFER-Technik. Hier werden lediglich 30 Meter-Sonden eingebaut (was natürlich erhebliche Kostenvorteile gegenüber den Sole-Sonden bringt)
Preiswerter und vor allem wirtschaftlicher (COP-Wert über 5,0!!) wirst Du nur schwer was finden!
Infos auch unter www.pro-dx.de und www.gergen-geothermie.de
Kurt
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Beitragvon ueppig » 27.02.2014 12:53 Uhr

Hallo Kurt,

COP-Wert über 5.0 ist prima. Die Frage ist wie viele Bohrungen für die DIREKTVERDAMPFER-Technik benötigt werden bei einer Wfl. von 200 - 228 m2?

Die Hybrid-Air-Kompakt-Technik mit einer Nibe F 755 G (750)Abluftwärmepumpe und Außenluftanteil (mit schätzungsweise einen COP-Wert von 4?) mit 180 Liter warmes Brauchwasser + einem 80 L. Extra-Warmwasserspeicher ist soweit billiger wenn auch nicht so effizient. Das eingesparte Geld für die Erdwärmepumpe, Direktverdampfertechnik oder die Spiralkollektoren kann m.E. in eine 5kwp PV-Anlage mit Speicher gesteckt werden. Oder denke ich da falsch?

Mit freundlichen Grüßen
Andreas
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Beitragvon gergenerdwaerme » 28.02.2014 08:11 Uhr

Wenn die errechnete Heizlastberechnung vorliegt kann ich Dir sagen wieviele 30-Meter-Bohrungen notwendig sind (Auch dann kann ich Dir ein Angebot erstellen lassen) Was die Abluft-WP-Technik angeht so schau Dich mal in den verschiedenen Fachforen um. Bei der DV-Technik wird KEIN HEIZSTAB eingebaut (diese Technik braucht das nicht, da sie monovalent das ganze Jahr über mit der Erdwärme auskommt!) Schätzungsweise COP von 4? Bei welchen Parametern? Bei minus 7°C Außentemperatur?
Deine Rechnung bzgl. PV und Einsparungen gehen so nicht auf wie Du Dir das vorstellst. Wenn Du in der Nähe von Gießen wohnst (wo liegt eigentlich Deine Baustelle?) kannst Du mal auf die BauExpo kommen. Da findest Du alle interessanten Infos - auch über DV-Technik (Stand biokraftwerke wolf)
Kurt
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Beitragvon gergenerdwaerme » 28.02.2014 09:38 Uhr

Hallo.
Ich habe mich mal schlau gemacht wg. der interessanten COP-Werte der von Dir genannten Abluft-WP.
Hab ich da was falsch gelesen? In den Datenblättern steht was von COP-Wert 4,2 bei A PLUS 20 ° C!!! Hab ich da was gelesen von einem HEIZSTAB von 9 kW?
Kurt

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Beitragvon Thomas Heufers » 05.03.2014 19:21 Uhr

ueppig hat geschrieben:Eckdaten des neuen Hauses:
- Lage 21614 Buxtehude
- Wfl. min. 200 m2 bis max. 230m2, Wfl. im EG 128 m2
- Kfw-Standard: 55, gedämmt mit 12 cm WLG 035 in der AW, 20 cm WLG 035 auf der Stahlbetondecke, Thermosohle 6 cm WLG 035
- 90 m2 Teilkeller mit weißer Wanne (ebenfalls auf KfW 55 gedämmt)
- Wärmerückgewinnungstechnik: ja
- Fußbodenhz. im ganzen Haus: ja
- Vorbereitung (Schacht) für Kamin: ja
Der Standard für ein KfW Effizienzhaus 55 geht aus deinen Angaben nicht hervor. Es müssen sämtliche Parameter, also auch die Haustechnik und die Dämmwerte der Bauteile der Gebäudehülle in einen Wärmeschutznachweis durch einen Sachverständigen für Wärmeschutz eingearbeitet sein.
Hast du einen Wärmeschutznachweis für dein geplantes Gebäude vorliegen?
Dämmtechnisch dürfte es schwierig sein, nach deinen Angaben ein Effizienzhaus 55 zu bauen.

Dein Denkansatz ist grundsätzlich falsch! Es geht nicht um die Heiztechnik, sondern primär um die bestmögliche Dämmung des Gebäudes. Dies führt zu einem sehr guten winterlichen Kälteschutz und sommerlichen Hitzeschutz, und letzlich zu einer energieunabhängigen Bauweise. Am Ende ist es dann fast schon zu vernachlässigen, welche Heiztechnik man berücksichtigt, weil der Wärmebedarf so extrem niedrig ist.

Gruß

Thomas Heufers


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