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Beitragvon admin » 12.01.2014 14:11 Uhr

Hallo Energieinteressierte,

gerade eben hat mich ein Artikel in der Zeitung stutzig gemacht. Offenbar geht es darum, dass sich das Windenergie Unternehmen Prokon zukünftig mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sieht, falls wie wohl aktuell geschehen mehrere Investoren aussteigen.

Kennt sich jemand mit Windparkfinanzierungen aus? Darf denn sowas überhaupt passieren? Und wieso wollen plötzlich so viele Anleger gleichzeitig aussteigen? Hat jemand etwas mitbekommen?

Danke für eure Meinungen...

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.01.2014 14:50 Uhr

In den Börsennachrichten wurde angedeutet, dass Prokon nur so lange funktionierte, wie Neuanleger den Kapitaltopf erhöht haben. Hieraus wurden vermutlich dann die Renditezusagen der Altanleger bedient. Man spricht auch bei solchen Vorgehensweisen von einem Schnellball-System. Und das ist echte Geldvernichtung und funktioniert so lange, wie Nachschießer das System am Laufen halten. :shock:

Prokon vergibt nur Genußscheine, was für den Anleger nur Nachteile mit sich bringt. Es handelt sich bei den Genußscheinen um ein gesetzlich nicht geregeltes Wertpapier. :(

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 12.01.2014 14:57 Uhr

Das Prokom krumme Geschäfte macht (sogenannter grauer Markt) und das es über kurz oder lange Probleme bereitet ist schon länger bekannt bzw. es wurde darauf hingewiesen. Wenn man im Internet such findet man Warnungen schon aus dem Jahr 2010 und früher.

Ich würde sagen in 2 Wochen wird (zwangsweise?) die Insolvenz angemeldet und in 2 Monaten werden die ersten Details auf das Schneeballsystem offenkundig wenn der Insolvenzverwalter das genaue System dahinter erkannt hat.

Thomas Heufers hat geschrieben:Prokon vergibt nur Genußscheine, was für den Anleger nur Nachteile mit sich bringt. Es handelt sich bei den Genußscheinen um ein gesetzlich nicht geregeltes Wertpapier

Eigentlich ist es schon geregelt. Für einen Käufer ist das wichtigste das er im Falle einer Insolvenz als letzter sein Geld bekommt. Bei Prokom vermutlich << 50%.
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Beitragvon admin » 12.01.2014 15:06 Uhr

@alle

Unfassbar, mir kam das alles eingentlich relativ seriös und korrekt vor. Ich habe die Unterlagen hier, und 1,4 Mrd Investmentvolumen ist auch schon eine Hausnummer.
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Beitragvon bernhard geyer » 12.01.2014 15:35 Uhr

Größe heißt nicht unbedingt seriös. Bernard Lawrence „Bernie“ Madoff hat mit 50 Mrd. $ Schaden noch ein viel größeres Schneeballsystem betrieben.
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Beitragvon EuRegEn » 12.01.2014 20:38 Uhr

Der Schaden für die Windbranche wird unermesslich sein.
Der Hauptgrund ist aber, dass Windkraftanlagen in windlosen Regionen gebaut wurden. Und dann argumentieren die Binnenlandwindkraftler (mit deutlich unter 2.000 Volllaststunden) gegen die Offshorewindkraft mit 4.000 bis 5.000 Volllaststunden...

http://de.wikipedia.org/wiki/Alpha_ventus

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Beitragvon admin » 13.01.2014 15:40 Uhr

Hier mal ein heutiger Kommentar zu PROKON im Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV):


Einfluss von PROKON auf die geplanten Absenkungen der Windstromvergütung

Über Jahre hinweg hat PROKON mit dem Versprechen geworben, dass Geldgeber mit dem Bau von Windanlagen hohe Renditen erzielen könnten. Mindestens 6 Prozent, hieß es. Und tatsächlich wurden von PROKON sogar mehrere Jahre lang 8 Prozent an seine Anleger ausgezahlt.

Nun aber droht PROKON die Insolvenz. Abgesehen davon, dass hier Tausende von Geldanlegern betrogen wurden,
hat Prokon unglaublichen Schaden in energiepolitischer Hinsicht
angerichtet. Der Gipfel des Schadens: Die Vereinbarung im
Koalitionsvertrag, wonach die Einspeisevergütung für Windenergie schnell reduziert werden soll.

Diese unsinnige Vereinbarung im Koalitionsvertrag bekommt überhaupt erst dann einen nachvollziehbaren Hintergrund, wenn man davon ausgeht, dass die Verhandlungsführer von CDU und SPD die PROKON-Versprechen über hohe Gewinne beim Bau von Windanlagen tatsächlich ernst genommen haben.


von Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
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Beitragvon admin » 26.01.2014 18:01 Uhr

Prokon. CLLB Rechtsanwälte informieren

München, 21.01.2014 – Wie die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Standort in Zürich meldet, bleibt die Lage bei der Firma Prokon weiter unklar. Wie bereits die Süddeutsche Zeitung am 14.01.2014 meldete, haben mehr als 75000 Anleger insgesamt 1,4 Mrd. Euro bei Prokon investiert. Am zweiten Januarwochenende drohte die Firma Prokon per Internet tausenden Investoren mit der eigenen Insolvenz. Sollte es nicht gelingen, die Liquiditätslage schnell zu verbessern, werde die Firma schon Ende Januar gezwungen sein, eine Planinsolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einzuleiten.

Seitdem überschlagen sich die Meldungen über die Firma Prokon. Am 17.01.2014 zitierte Spiegel Online aus einem Schreiben von Prokon an die Anleger, in dem mitgeteilt wurde, dass die Anleger durch eine Massenkündigung nun doch keine Insolvenz auslösen könnten. Die Anleger sollten abwarten.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, die bereits in der Vergangenheit Anleger der Prokon beraten hat, rät auch jetzt allen Anlegern, nicht in Panik zu verfallen, sondern den Sachverhalt von einer spezialisierten Anwaltskanzlei rechtlich überprüfen zu lassen. Grundsätzlich kommen bei einer derartigen Sachverhaltskonstellation verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Der bloße Hinweis, es müssten so schnell wie möglich „Forderungen durchgesetzt werden“, wobei jedoch offen bleibt, welche Forderungen gegen wen, ist in diesem Zusammenhang jedoch allerdings wenig zielführend.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät allen betroffenen Anlegern deshalb, den fachkundigen Rat einer spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei einzuholen.

CLLB Rechtsanwälte
Steffen Liebl
Liebigstr. 21
80538 München
Tel.: +49-89-552 999 50
Fax.:+49-89-552 999 90
web: http://www.cllb.de
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Beitragvon machtnix » 26.01.2014 18:47 Uhr

Prokonwald: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Waldgesch ... 49746.html

Nun ja,jetzt sind auch diese Besserwisser den Bach runtergegangen.

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