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Taunide
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Beitragvon Taunide » 13.12.2013 15:27 Uhr

Hallo miteinander, ich habe eine Frage an die Aerodynamiker.

Wenn eine Waldfläche vom Wind angeströmt wird, auf der ein Windrad steht, hat dieses Windrad sicherlich aerodynamische Effekte, die auch auf den unter ihm stehenden Wald einwirken. Zunächst scheint es mir (auch als Nichtaerodynamiker) einsichtig, dass ein Windrad eine abbremsende Wirkung auf den Wind vor ihm hat. Schliesslich entzieht es ihm ja Energie, um selbst welche zu erzeugen. Das Windrad stellt sozusagen ein Hinderniss für den durchströmenden Wind dar, der sich vor ihm stauen wird. Das müsste sich auch messen lassen, indem der Wind den Rotor langsamer durchströmt, als in der direkten Umgebung (aufgrund des "Widerstands" des Rotors). Deswegen ist es ja auch nicht sinnvoll (auch das leuchtet dem Laien unmittelbar ein), mehrere Räder hintereinander zu stellen. Im Gegenteil sollte der Abstand wohl bis zu mehrere Kilometer in den Mittelgebirgen betragen - und auch große seitliche Abstände sind angeblich empfehlenswert.

Falls das soweit korrekt ist, hätte das zur Folge, dass vor dem durch den Rotor überstrichene Fläche ein "Kegel" abgebremster Luft entsteht, der auf die umgebende Luft wie ein Hinderniss wirkt. Diese muss, um das Hinderniss zu passieren, schneller strömen. Dass schnell strömende Luft sich so verhält weiß man ja aus der PKW-Aerodynamik.

Nun zu meiner Frage: Gibt es Untersuchungen darüber, wie die nach unten beschleunigte Luft, wenn das Windrad über Wald steht, mit diesem interagiert? Bekanntermaßen müssen für Windräder ja Schneisen in den Wald geschlagen werden. Da Windräder hauptsächlich in Nadelwaldgebieten gebaut werden (sollen), die hinsichtlich Windbruch recht empfindlich sind, wenn einmal eine Windschneise geschlagen ist, besteht natürlich die Befürchtung hinsichtlich weiterer Schäden an diesen Stellen. Es wäre noch mehr Anlass zu entsprechenden Befürchtungen, wenn der Wind an dieser Stelle durch das Windrad verstärkt, beschleunigt oder böig einwirken würde.

Ich bin etwas verwundert, dass die Forstwirtschaft an dieser Frage nicht stärker interessiert zu sein scheint, deren Geißel die Sturmschäden ja sind. Oder kann die Windwirtschaft hier die Gewähr übernehmen dass Sturmschäden an Windkraftstandorten nicht vorkommen? Erst seit ein paar Jahren stehen ja die ersten Windräder über Wald: Große Winterstürme sind in diesen gottlob ausgeblieben - bislang!

Danke! T.
Zuletzt geändert von Taunide am 13.12.2013 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon EuRegEn » 13.12.2013 15:43 Uhr

Insgesamt ist die ziemlicher NONSENS.

Auch in einem normalen Wald werden Rückegassen eingebaut - und der Wald ist durchzogen von Waldwegen.
Die Fläche für den "Stellplatz" ist mit modernen Methoden überschaubar, und die Waldwege sind mit speziellen Techniken nutzbar.
Stellplatz:
http://www.energieregion.de/news_detail ... em_id=5275
Zusätzlich kann die Kernfläche mit KUP bepflanzt werden.
Flügeltransport:
http://www.nnp.de/lokales/limburg-lahn/ ... 680,656025

Dafür gibt es für Windwälder schöne Pachten für die Staatsforsten - gleichzeitig sind damit größere Abstände zu den Anwohnern möglich. Windwälder sind winwinwin..
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Beitragvon Taunide » 13.12.2013 16:00 Uhr

Wege sind
a) "geringfügig" schmäler als die benötigten Schneisen, bieten also viel weniger Angriffsfläche, und
b) existieren meist schon seit Jahrhunderten, lassen also dem Baum genügend Zeit zur Wurzelbildung.

Die Signifikanz von Kahlschlagsbildung für Sturmschäden ist hinsichtlich erwiesen und leuchtet auch dem Forst-Laien ein.

Dass die Euro-Zeichen vor den Augen etliche Risiken kleiner erscheinen lassen, braucht nicht weiter ausgeführt werden

Bitte hier keine sinnlose ad hoc Antworten auf nicht gestellte Fragen. Besser mal auf's Schreiben verzichten wenn man nur (ich zitiere:) Nonsens mitzuteilen hat, Danke.
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Beitragvon EuRegEn » 15.12.2013 18:59 Uhr

Du solltest dich nicht zu einem mod hochstilisieren. Du darf auch von mir aus auch alles schreiben.

Mehr:
http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documen ... r_wald.pdf

"Die Anlage von Windkraftanlagen im Wald erfordert eine sehr sorgfältige Standortwahl,
vorrangig in bereits intensiv genutzten Wirtschaftswäldern, eine fallbezogene
Wirkungsprognose der damit verbundenen Auswirkungen sowie eine
naturschutzverträgliche Standortgestaltung und adäquate Folgenbewältigung, die die
begleitende Infrastruktur mit einschließt. Insbesondere sind die hier dargelegten
Ausschlussgebiete zu beachten; auf sie bei den Ausbauplanungen zu verzichten ist
möglich, ohne dabei die energiepolitischen Ausbauziele zu gefährden. Bei Einhaltung
dieser Rahmenbedingungen kann auch Windkraft im Wald ihren Beitrag zur
Energiewende und zu einem naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien
leisten."

Wenn selbst der BN dafür ist ...
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Beitragvon Taunide » 15.12.2013 21:47 Uhr

Um politisches Blabla wie das vom BN habe ich nicht gebeten, sondern um Antworten auf die gestellte Frage.
Danke.
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Beitragvon EuRegEn » 31.12.2013 17:09 Uhr

Wäre doch ein idealer Platz - für einen ganzen Windpark:

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_kyr ... macher.jpg


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