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M.Schmidt
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Beitragvon M.Schmidt » 10.09.2013 21:05 Uhr

Hallo.

Wir befinden uns gerade in der Bauphase und hatten ursprünglich überlegt mit Erdwärme zu bauen. Jedoch wurde uns jetzt eine Luft-Wasser-Wärme Pumpe, oder so ähnlich, angeboten da es mit der Erdwärme in unserem Fall einige Problematiken gibt. Die Pumpe soll von Vaillant sein. Hat jemand hier schon Erfahrungen sammeln können mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, am besten auch von Vaillant.

Unser vorhaben ist das wir zusätzlich Photovoltaik nutzen wollen um die Wärmepumpe und noch einige andere Gerätschaften zu versorgen.

Ich bin für jede Erfahrung dankbar.

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 10.09.2013 23:49 Uhr

M.Schmidt hat geschrieben:Wir befinden uns gerade in der Bauphase und hatten ursprünglich überlegt mit Erdwärme zu bauen. Jedoch wurde uns jetzt eine Luft-Wasser-Wärme Pumpe, oder so ähnlich, angeboten da es mit der Erdwärme in unserem Fall einige Problematiken gibt. Die Pumpe soll von Vaillant sein. Hat jemand hier schon Erfahrungen sammeln können mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, am besten auch von Vaillant.

Nach welchen Standard ist das Haus gebaut KfW55?
Und wo steht das Haus (Klimagebiet)?

M.Schmidt hat geschrieben:Unser vorhaben ist das wir zusätzlich Photovoltaik nutzen wollen um die Wärmepumpe und noch einige andere Gerätschaften zu versorgen.

PV und WP sind 2 verschiedene Punkte. Diese haben nur in "grün-geschönten" Rechnungen miteinander zu tun.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 11.09.2013 18:30 Uhr

Wenn man die Wirtschaftlichkeit betrachtet, dann macht die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe wenig Sinn. Warum nicht?
Weil die solaren Erträge in der Hauptbetriebszeit - Heizperiode im Winter mit geringer Tagessonnenscheinphase - nur eine sehr kleine zeitliche Überschneidung haben. So ist die übliche Praxis.
Anders sehe es aus, wenn man die elektrische Energie speichern kann, dann kann man zumindest über den Tag gewonnene Energie aus der Fotovoltaik auch außerhalb der Sonnenscheinphase zum Betrieb der Wärmepumpe nutzen. Wenn man aber die Kosten für die PV und Batteriepufferung gegenüberstellt, wird die Amortisation auch nicht erreicht.

Ich bin der Verfechter einer energiesparenden Bauweise. D.h., bestmöglich dämmen und Energieverluste vermeiden und unnötigen Energieverbrauch bzw. Energiekosten zu vermeiden.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon M.Schmidt » 11.09.2013 19:27 Uhr

Erstmal vielen Dank für die Antworten und Meinungen.

bernhard geyer hat geschrieben:Nach welchen Standard ist das Haus gebaut KfW55?
Und wo steht das Haus (Klimagebiet)?


Wir bauen im Standard KfW70. Das was zusätzlich kommt, wie die PV-Anlage und die kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage sind nachträgliche Änderungen. Die Art der Heizung entstammt daraus, weil ursprünglich mit einer Gasbrennwert Therme mit Solar für warm Wasser gewinnung sowie einem wasserführenden Kamin gebaut werden sollte. Das wollten wir aber nicht und hatten uns unsererseits für eine Erdwärme Pumpe. Ende vom Lied, wie in meinem Einganspost beschrieben ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Das Haus wird in Wittmund, Ostfriesland, gebaut.

Thomas Heufers hat geschrieben:[color=#800000]Wenn man die Wirtschaftlichkeit betrachtet, dann macht die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe wenig Sinn.

Ich bin der Verfechter einer energiesparenden Bauweise. D.h., bestmöglich dämmen und Energieverluste vermeiden und unnötigen Energieverbrauch bzw. Energiekosten zu vermeiden.


Was die Wirtschaftlichkeit angeht, so können wir nach derzeitigem Stand nur gewinnen. Im Moment wohnen wir in einem Mietshaus, aus den 60ern oder 70ern. Aufjedenfall ist es so undicht das wir 370€ Energiekosten haben. Unsere Hoffnung liegt einfach darin das wir sparen können. Von daher stellt sich im Moment eher die Frage wo können wir ansetzen um zu sparen. Die PV-Anlage zusätzlich soll den täglichen Energiebedarf mit versorgen und das was übrig bleibt geht zurück an den Energieversorger.

Das mit der Energiespeicherung haben auch kurz ins Auge gefasst, aber ich persönlich, auch wenn ich kaum bis keine Erfahrung damit habe, bin nicht vollstens überzeugt davon das die Technik, auf derzeitigem Stand, schon soweit ausgereift ist.



Gruß

Malte Schmidt
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Beitragvon bernhard geyer » 12.09.2013 07:12 Uhr

M.Schmidt hat geschrieben:Wir bauen im Standard KfW70.

Ok. Damit sollte Luft-WP gut möglich sein. Aber bedenke. Jede Änderung der Heizung/Lüftung ändert auch die Tatsache ob man Kfw70 erreicht oder nicht. Falls du Kfw-Darlehen hast solltest du die Berechnung mit diesen Änderungen nochmal durchführen lassen.

M.Schmidt hat geschrieben:Das was zusätzlich kommt, wie die PV-Anlage und die kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage sind nachträgliche Änderungen.
PV sollte unabhängig von Heizung betrachtet werden. Be/Entlüftungsanlage ist schon mal gut.

M.Schmidt hat geschrieben: Die Art der Heizung entstammt daraus, weil ursprünglich mit einer Gasbrennwert Therme mit Solar für warm Wasser gewinnung sowie einem wasserführenden Kamin gebaut werden sollte.
Da ist Luft-WP natürlich besser als dieses komplizierte Gebilde aus 3 Wärmequellen.

M.Schmidt hat geschrieben:Das Haus wird in Wittmund, Ostfriesland, gebaut.
Da wirds im Winter nicht zu kalt. Gut für den Betrieb einer Luft-WP.

M.Schmidt hat geschrieben:.... das wir 370€ Energiekosten haben.

370 € ist ein sehr guter Kostenwert. Ich so ein altes Gebäute hätte ich eher mit > 1000 € gerechnet.

M.Schmidt hat geschrieben:Die PV-Anlage zusätzlich soll den täglichen Energiebedarf mit versorgen und das was übrig bleibt geht zurück an den Energieversorger.

PV sollte man nicht überbewerten. Vor allem wenn man am nördlichsten Teil der Republik wohnt.

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