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BHKW-Heizung, Blockheizkraftwerke, Mini-BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung, Umbau, Selbstbau, Mikro-KWK, Generatoren, Gasmotoren
bamoko
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Beitragvon bamoko » 14.11.2011 23:05 Uhr

Ich begrüße das gesamte Forum. Ich bin neu hier.
Und hier bin ich, weil ich EURE Meinung benötige.
Fachmännischer oder sachlicher Rat ist mir recht.

Wir haben ein EFH. Dieses möchten wir erweitern und
renovieren. Geplant ist ein Anbau ans EG mit Flachdach.
Gemauert ist das Haus mit 24cm Wänden. Da machen wir
jetzt noch 12cm Isolierung drauf. Das Dach bekommt 16cm
Aufsparrendämmung. Die Fenster sind noch relativ Neuwertig.

Es liegt uns eine Heizlastberechnung vor. Nach den Maßnahmen
soll die Heizlast bei 12,6 kW liegen.

Wir sind 5 Personen.

Die Frage ist nun welches Heizsystem ich einsetzten soll.

Wir haben kein Gas und kein Öl. Wir heizen bis jetzt mit
Kachelofen und Nachtspeicherofen, achja Radiatoren haben wir auch.

Wärmepumpen habe ich zwischenzeitlich ausgeschlossen, da
ich sonst überall FBH verlegen müsste.
L/W WP macht auch zuviel Lärm.
Pellets wäre gut, weil wir "nur" Heizkörper an die Wand machen müssten.
Nun bin ich auf diese BHKW gestoßen. Da habe ich Fragen.
Könnt Ihr mir das Empfehlen? Hat jemand Erfahrungen?
Benötige ich hier wirklich keine FBH?
Was mache ich mit der ganzen Wärme im Sommer?
Was kostet eine solche Anlage.
Ich müsste einen BiogasTank in den Garten setzten. Ist
das sinnvoll?
Weiß jemand was anderes, was gut passen würde?
Ich könnte mir auch einen Grundofen vorstellen. Aber wie mache
ich warm Wasser? Bitte kein Solar vorschlagen. Dann habe ich Garantiert
kaltes Wasser an 50 -100 Tagen.

Schreibt mal aus Euen Erfahrungen.
Vielen Dank.
Gruß Bamoko

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.11.2011 08:04 Uhr

Dein Zitat: "Was mache ich mit der ganzen Wärme im Sommer?"
Immer dann, wenn man nicht ganzjährig und über den Tag verteilt Wärme abrufen kann, ist der Einsatz von Blockheizkraftwerken oder Kraft-Wärme-Kopplungen nicht zu empfehlen. Der reine Betrieb von BHKW bzw. KWK ist in einem Wohnhaus nicht zu empfehlen. Anders sieht dies aus, wenn beispielsweise eine Betriebswohnung eines Wäschereibetriebs genutzt wird. Dann ist die kontinuirliche, energieeffiziente Wärmeabnahme bei der Wäscherei gegeben und ganz nebenbei wird die Wärme für die Betriebswohnung miterzeugt.

Lange Stillstandszeiten und hohe Taktungen (Betriebsstarts) sind ein K.O.-Kriterium für KWK und BHKW.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 16.11.2011 11:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon bernhard geyer » 16.11.2011 08:46 Uhr

bamoko hat geschrieben:Bitte kein Solar vorschlagen. Dann habe ich Garantiert
kaltes Wasser an 50 -100 Tagen.

Solar ist eigentlich nur als zusätzliche Wärmequelle in 99,999% der Fälle möglich. Du brauchst schon eine Wärmequelle die einspringt wenn Solar nicht die benötigte Wärme liefert. z.B. Gasheizung mit Solarunterstützung.
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Beitragvon shorty » 05.06.2012 09:15 Uhr

Vieleicht hilft ja das...!

Also ein BHKW ist nichts anderes als eine Heizung die auch Strom produziert! Der soviel wie möglich selber im Haus verbraucht wird!!! Nur der Rest der nicht benötigt wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist, dazu später mehr! Heizung aus dem Grund weil, ein BHKW wärmegeführt verbaut wird dann bekommt man auch die Förderung für die produzierte Strommenge! ( Kraftwärmekopplungsgesetz, 10 Jahre lang) Was mache ich im Sommer mit der Wärme? Es ist eine Heizung die wie andere Heizungen auch, im Sommer keine Wärme produzieren, nur für das Brauchwasser! Ein Bhkw wird zu immer als Grundlastgerät geplant und verbaut und mit einer Spitzentherme versehen die die Wärmeleistung auch im Winter zu garantieren.
Um das richtige BHKW zu finden benötigt man immer die Wärmemenge und die Strommenge das letzten Jahres oder noch besser die letzten 2 oder 3 Heiz- und Stromkostenabrechnungen.
Wie groß ist denn die Fläche im Haus die beheizt werden muss?
Wenn Du sagst deine Heizlast liegt bei 12,6 KW dann schaue mal nach dem Dachs von der Firma Senartec oder den Primus von der Firma Proenvis, die würden in der Grundlast Deinen Energiebedarf decken! Andere Frage wieviel Strom benötigt ihr bei 5 Personen?
Um den Produzierten Strom auch wirtschaftlich im Hause zu nutzen, ist ein Stromlastprofil vom Energieversorger ganz hilfreich, so kann man besser sehen wieviel Strom zu welcher Tageszeit im Haus verbraucht wird.
Somit kann das BHKW auf der Stromseite besser mit angebunden werden! Wenn die Strommenge im Haus so ungefähr 4500 kwh - 6000 kwh, dann schaue mal nach dem WhisperGen, Firma Sanevo, damit kannst Du prima dein Haus beheizen und der Strom ist auch ganz ordentlich!
Noch einige Eckdaten zum BHKW: Man bekommt für den gesamten Produzierten Strom 0,0511ct für den Verkauf z.Z 0,0491ct und die rund 23ct für den gekauften Strom beim Energieversorger fällt weg, für den Strom den Du ja selber produzierst und selber verbraucht. Steuerlich ist das auch sehr attraktiv denn man kann die Anlage 10 Jahre lang abschreiben und MwSt befreit ist man auch bei dieser Anlage! Warum? Stellt man Stom aus einer KWK Anlage her ist man automatisch Kleinunternehmer ohne Gewerbeanmeldung! Kosten vom WhisperGen zwischen 17.900 € und 18.900 €.
Ich habe den auch seit 2 Jahren und spare im gegensatz zur meiner alten Brennwerttherme ( alter 10 Jahre ) rund 1500 € an Energiekosten im Jahr!
Hoffe konnte ein wenig helfen!
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Beitragvon machtnix » 05.06.2012 21:47 Uhr

Warmwasser wird mit einer Brauchwasserwärmepumpe gemacht. http://www.dimplex.de/waermepumpe/warmw ... elung.html
Die Heizkörper werden gegen gebläsekonvektoren mit einer Vorlauftemperatur von 35°C ausgetauscht.
http://www.aermec.com/de-de/prodotti/de ... pe=fancoil
Schon kann man mit einer Wärmepumpe heizen.
eventuell sollte man auch eine Wandheizung in Betracht nehmen.Kann auch sehr einfach gestaltet werden.

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