unabhängig davon, ob es sich um ein libella oder ein sonstiges fertighaus handelt, ist eine luftheizung äusserst kritisch zu beachten, es sei denn das gebäude hat
nachweislich passivhaus-standard.
ein gebäude ist nur dann mit der luft hygienisch und behaglich zu beheizen, wenn der
0,30-fache luftwechsel dazu ausreicht. ab
52 grad treten verschwelungsgerüche des staubes auf, deshalb ist dies die
grenztemperatur der eingeblasenen luft .
um eine lüftungsheizung funktionsfähig zu machen, muss ihr gebäude extrem gut gedämmt und ausserordentlich luftdicht sein.
was bei ihnen unter umständen, die nur ein gutachten klären kann, passiert ist folgendes:
1. sie haben einen
sehr hohen stromverbrauch, da die ptc-
elemente (el. nachheizregister) an den luftauslässen, die luft nach
bedarf nacherhitzen, auf temp deutlich größer 52 grad.
2. sie haben eine
sehr trockene raumluft im winter und probleme
mit den schleimhäuten
ich weiss aus 2 sanierungsfällen, bei denen zum einen das völlig falsche system (proxon) für die eigenschaften des gebäudes (hoher heizwärme-bedarf und mangelhafte luftdichtheit) eingebaut wurde, bzw. das system (proxon) sowohl zur alleinigen heizung ungeeignet und zudem noch falsch projektiert war.
gibt es für ihr gebäude
1. eine wärmeschutzberechnung nach wsvo 1996 oder enev 2002 ?
2. wurde eine heizlastberechnung zur auslegung der heizung gemacht ?
3. wurde eine luftdichtheitsprüfung (blowerdoor) mit einem n50< 1,50 1/h
durchgeführt ?
schlussbemerkung:
das
passivhaus, mit dämmstärken von 35-40 cm und dreifachglas,
ist dadurch definiert, das es
mit der zuluft allein geheizt werden kann.
eine lüftungsanlage gehört in jedes moderne haus, insofern sind sie zu beglückwünschen. ob jedoch ihr gebäude tauglich ist, für die von ihnen genannte luftheizung und zudem richtig geplant und eingebaut wurde, möchte ich nach meiner erfahrung mit diesen systemen bezweifeln.
sollten sie weitere infos brauchen, schildern sie bitte ihre probleme ausführlich im forum oder besuchen sie uns unter
www.passivhaus-ingenieur.de...