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leguan22
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Beitragvon leguan22 » 07.12.2011 10:35 Uhr

Hallo,

ich bin seit Jahren damit beschäftig unsere Erdwärme-Heizung optimal einzustellen.
Das Haus ist ein Neubau aus 2006. Die Wohnfläche beträgt 130qm. Gebohrt wurde einmal 100m.
Im unteren Teil haben wir hauptsächlich Fußbodenheizung.
Im oberen Teil Heizkörper außer im Bad.

Die Heizung habe ich wie folgt eingestellt. Die FBH voll aufgedreht. Dann die Wärme der Heizung soweit reguliert, dass wir im Wohnzimmer ca. 21° haben.
Ein Hydraulischer Abgleich wurde nicht durchgeführt, ich in gerade dabei, ist allerdings zeitaufwendig.

So mein Problem ist nun folgendes. Mit diesen Werten haben wir im Bereich der FBH eine gute Temperatur.
Im oberen Bereich, wo die HK sich befinden, wird es in den Zimmern nur 19,5° . Das ist meiner Frau und meiner Tochter zu wenig.
Mein Heizungsbauer hat daraufhin den Durchfluss der HK höher gedreht. Was allerdings zu keinem Ergebnis führte.
Wenn ich an der Heizung die Wärme so hochstelle, dass es im oberen Bereich Warm wird, würde mich die Stromkosten auffressen denke ich und ich müsste die FBH doch wieder regulieren.
Ich gebe euch mal die Einstellung meiner Heizung.

Heizung: Junkers TM60-1
Nutzinhalt WW: 163l

Wärme: 1,8 (max. 10)
WW: 45°
Keine Feineinstellung
Heizkurve als gerade
Schaltdifferenz: 5K

Die Voreinstellung der Schaltdifferenz lag bei 2,5K, aber dann springt die Heizung viel öfter an, und ich denke lieber weniger aber dafür länger laufen, oder?
An meinen Formulierungen merkt ihr schon, dass ich kein Fachmann bin. Aber für Tipps wäre ich sehr dankbar.
Vielen Dank.
Gruß
Markus

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 07.12.2011 12:17 Uhr

Wer baut den bei einem Neubau und Wärmepumpe Heizkörper ein?
Die paar gesparten € während des Baus sind dein Hauptproblem. Sind diese evtl. von der Größe auch noch so ausgelegt das mit 50 oder mehr Grad gerechnet wurde hast du eh verloren.

Damit bei den niedrigen Temperaturen Heizkörper Wärme in den Raum bringen brauchen sie relativ hohe Vorlauftemperaturen. Bei niedrigen Temperaturen brauchst du größere Heizkörper oder mit Ventilator ausgelegt HK's. Aber ob du im schlafzimmer in der Nacht einen Ventilator hören willst ...
leguan22
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Beitragvon leguan22 » 07.12.2011 12:39 Uhr

Hi,

unsere Überlegung war, dass in den Schlafräumen eine Fußbodenheizung aufgrund Ihrer Trägheit keinen Sinn macht. Wir nutzen in den Schlafräumen keine Heizung, weil wir ein Wasserbett im Schlafzimmer stehen haben, das reicht aus.
Im Kinderzimmer fällt es uns eben jetzt auf.

Die Heizkörper sind auf die geringe Vorlauftemperatur ausgelegt, dass weiss ich. Sie werden ja auch warm, aber immer nur in stößen und auch nur im oberen Bereich.

Gruß
Markus
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Beitragvon bernhard geyer » 07.12.2011 15:58 Uhr

leguan22 hat geschrieben:unsere Überlegung war, dass in den Schlafräumen eine Fußbodenheizung aufgrund Ihrer Trägheit keinen Sinn macht. Wir nutzen in den Schlafräumen keine Heizung, weil wir ein Wasserbett im Schlafzimmer stehen haben, das reicht aus.
Im Kinderzimmer fällt es uns eben jetzt auf.

Falscher Gedanke. Normalerweise reicht es auch einmal die Temperatur einzustellen und über Raumtermostat evtl. "Überhitzung" bei Sonnenscheinn im Winter zu verhindern.

leguan22 hat geschrieben:Die Heizkörper sind auf die geringe Vorlauftemperatur ausgelegt, dass weiss ich. Sie werden ja auch warm, aber immer nur in stößen und auch nur im oberen Bereich.

Das ist das Problem. Ausgelegt aber für permanent diese Vorlauftemperatur. Aber nicht bei einer WP ohne Pufferspeicher. Dort hast du dann evtl. 4 Stunde diese Temperatur wenn die WP arbeitet.

Hier wäre dann eine Pufferspeicher nötig der die Heizkörper versorgt. Sorgt aber auch dafür das die WP im schnitt höhere Temperaturen versorgen muss da jeder weitere Wärmetauscher dies nötig macht.
Kannst du in der Betriebsanleitung nachschauen ob deine WP zwei Heizkreise ansteuern kann?
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.12.2011 16:50 Uhr

Zu der Fehlplanung mit den Heizkörpern ist ja schon das wesentliche gesagt.
Wenn die Heizkörper nur im oberen Bereich warm werden, dann ist ein hydraulischer Abgleich notwendig. Wenn du den ausgeführt hast, sollte die gesamte Oberfläche der Heizkörper gleichmäßig warm sein. Das sollte dann auch eine kleine Verbesserung beim Heizkomfort bewirken.

ZV SHK - Fachinformation zum hydraulischen Abgleich von Heizungs- und Kühlanlagen
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... nlagen.pdf

Bitte lass hier nach dem hydraulischen Abgleich ein Feedback zukommen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon leguan22 » 07.12.2011 21:16 Uhr

Also in dern Unterlagen erkenne ich nix von einem zweiten Heizkreis.
Ich denke ich werde meinen Heizungbauer ansprechen.

Zu dem hydraulischen Abgleich. Das ist wirklich nicht einfach. Ich habe einfach alles zugedreht und dann stück für stück aufgedreht. ist das so ok?

Nun was denkt ihr über die schaltdifferenz. Sind 5K nicht ein wenig viel?
Standart sind 2,5K.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.12.2011 08:44 Uhr

Wenn Fußbodenheizung und Heizkörper vorhanden sind, dann sind zwei Heizkreise unumgänglich. Nur so kann man die unterschiedlichen Systemtemperaturen (bspw. Fußbodenheizung max. 35° C./Heizkörper max. 50° C.) den verschiedenen Wärmeüberträgern optimal zu Verfügung stellen.

Den hydraulischen Abgleich sollte man einem Fachmann überlassen. Dazu ist eine Berechnung, eine Einmessung und der Einbau von speziellen Ventilen erforderlich. Nur mit diesen speziellen Ventilen kann ein hydraulischer Abgleich eingestellt werden. Das beste Ergebnis erzielt man mit Ventilen, die über eine Messonde die effektive Durchflussmenge erfassen können.
http://www.gampper.de/download/pdf/4-3V ... entile.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon leguan22 » 08.12.2011 08:58 Uhr

Schau mal, ich denke der Pufferspeicher besträgt 57L oder?

Technische Daten TM-Serie TM 60-1

Betriebsart Sole/Wasser
Heizleistung* 0/35 (kW) 5,9 (14,9)
Leistungszahl (COP) 0/35** 4,5
Zuheizer: Leistung (kW) 3/6/9
Max. Vorlauftemperatur (ohne Zuheizer) 65 °C
Speicher
Warmwasservolumen (l) 163
Heizwassermantelvolumen (l) 57
Kompressor Scroll
Kältemittel R 407c

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