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Sabine22
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Beitragvon Sabine22 » 15.10.2011 20:32 Uhr

Hallo,
wir wissen nicht so richtig, was wir machen sollen. Unser Haus ist soweit in Ordnung, nur die Außenwand liegt an der Nordseite und dort bildet sich immer wieder wenig aber Schimmel in den Ecken trotz ausreichender Lüftung, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit draußen und in kalten Nächten. Wir haben einen Teil unserer Fenster bereits ausgetauscht, zwei betroffene Räume möchten wir nun mehr nutzen und haben über eine Außenwanddämmung nachgedacht. Im Erdgeschoß haben wir weniger Probkeme, da wir hier einen Kaminofen haben.
Eine Firma war da und sagte, es müssten auch der Balkon im ersten OG eingepackt werden und auch das Gartentor, dass direkt an die Außenwand reicht. Er meinte es würde mindestens 30.000 € kosten. Und Klinker könne er uns nicht empfehlen, da dies noch einmal 80 % mehr kosten würde, da diese einzeln gesetzt werden müssten.
Wir haben ihn nach Musteradressen gefragt, aber bis jetzt konnte er uns kaum welche nennen. Wir hatten ihm gesagt, dass wir über die KFW finanzieren möchten, wir haben ihn jetzt gefragt, ob unser Ziel "warme Außenwand und kein Schimmel" nicht mit weniger Kosten erreicht werden könne und man vielleicht auch nur die Außenwand dämmen könnte. Da haben wir auch noch keine Antwort darauf.
Ich habe noch einmal mit der KFW gesprochen und hier sagte mir eine sehr nette Dame, dass die Anforderungen der KFW sehr hoch wären und dass wir überlegen sollten, ob man unser Ziel nicht mit weniger Aufwand erreichen könnten.
Wir müssten auch noch ca. 4-5 Fenster austauschen.
Wen können wir fragen? Wem vertrauen?
Ein Energieberater hat uns vor Jahren einige HUndert Euro für eine Vorortberatung abgeknöpft, die noch nicht einmal für die KFW nötig ist. Er hat sich die 300 € Förderung von uns zahlen lassen, dies aber nie eingereicht, das Geld haben wir nicht wieder gesehen. Ein neuer Energieberater sagte uns, eine Beratung würde gleich wieder 700 € kosten, dafür könnten wir aber schon zwei Fenster kaufen.
Wir haben eine Viessmann Vitodens 2000 Heizung aus 2003, sie ist auf 11 kw eingestellt, könnte aber auch 23 leisten. Wir haben einen Gasverbrauch von 25167 kwh im Jahr 2011, davor ungefähr 17.000, weil besserer Winter und mehr Heizen über Kaminofen.
Uns ist aber auch nicht klar, wie wir die Heizung einstellen müssen, damit wir mit dem Kaminofen richtig sparen.
Was auch komisch ist, ich habe die Heizung im Moment nachts auf n-1 und tagsüber auf n-4 stehen, trotzdem ist es im Erdgeschoß viel zu warm, ein hydraulischer Abgleich wurde nie durchgeführt, wir möchten dafür aber auch nicht wieder soviel bezahlen.
Unser Dach ist noch nicht ausgebaut aber mit Styropor gedämmt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn uns jemand einen Tip geben könnte.
Vielen Dank!
Sabine

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Beitragvon bernhard geyer » 15.10.2011 23:11 Uhr

Viele Fragen/Punkte, aber gehen wir erst mal den Schimmelpunkt an:

Ist diese nur an der Nordseite an ein bestimmten Stelle? Fühlt sich dort die Wand darüber evtl. auch Feucht an? Wie schaut die Außenfassade an der entsprechenden Stelle und darüber aus? Liegen Risse vor oder schaut die Außenwand immer länger Nass aus als an anderen Stellen der Nordseite? Liegen alte Wasserrohre dort in der Wand oder darüber?
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.10.2011 18:54 Uhr

Es handelt sich um einen Altbau von 1958, in diesen habt ihr neue Fenster auf der betreffenden Außenwand eingebaut. Die Situation begünstigt in vielen Fällen die Schimmelbilung.
Bis zum Einbau der Fenster waren die Fenster quasi ein schlecht gedämmtes Bauteil, über das die feuchte Warmluft Ihren Weg nach draußen gefunden hat. Eine Kälte- und Wärmebrücke, die bisher zu keinen Nachteilen geführt hat.
Nach dem Einbau der neuen Fenster ist dieser Kälte-/Wärmeübergang verhindert. Nun wird der Kälte-Wärmeübergang an der ungedämmten Außenwand seinen Weg suchen.

Folgende Maßnahmen könnte zumindest vorübergehend Abhilfe gegen den Schimmelbefall bringen:
- Betreffende Räume gut beheizen.
- Kein Dauerlüften, sondern regelmäßig alle 2 - 3 Stunden Stoßlüften (2 Minuten mit weit geöffneten Fenstern).
- Schränke oder Möbel mit guten Abstand mindestens 5 cm von der Wand aufstellen.


Eure Erfahrungen mit den Energieberatern sind nicht gut gelaufen, aber ich empfehle trotzdem noch einen Besuch bei der Verbraucherzentrale. Dort gibt es die Möglichkeit durch einen Sachverständigen eine Energieberatung für eure energetische Sanierung durchführen zu lassen. Das Ganze kostet m.W. 5 Euro, von daher dürfte es finanziell eure Schmerzgrenze nicht treffen.
Vereinbart einen Termin und stellt eure Unterlagen zusammen, beispielsweise Fotos vom Dachstuhl, von Außenansichten, von Fenster- und Außentürdetails, Heizungskeller, Typenschilder der Heizung, Grundrisse, Verbrauchsbelege, Abrechnungen der Energieversorger etc..

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... nieren.pdf

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Ratgeber zur energetischen Gebäudesanierung - Energie sparen Heizkosten senken
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Viel Erfolg!

Gruß

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Beitragvon Sabine22 » 16.10.2011 19:15 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:Viele Fragen/Punkte, aber gehen wir erst mal den Schimmelpunkt an:

Ist diese nur an der Nordseite an ein bestimmten Stelle? Fühlt sich dort die Wand darüber evtl. auch Feucht an? Wie schaut die Außenfassade an der entsprechenden Stelle und darüber aus? Liegen Risse vor oder schaut die Außenwand immer länger Nass aus als an anderen Stellen der Nordseite? Liegen alte Wasserrohre dort in der Wand oder darüber?


Antwort:

Der Schimmel ist aktuell gar nicht da, nur wenn draußen hohe Feuchtigkeit und man dadurch nicht richtig lüften kann und die Nächte kalt sind, es entsteht in allen Räumen am Boden und an der Decke der Außenwand. Keine alten Wasserrohre und auch keine Schränke an den Wänden. Es fühlt sich nichts feucht an.
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Beitragvon Sabine22 » 16.10.2011 19:18 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Es handelt sich um einen Altbau von 1958, in diesen habt ihr neue Fenster auf der betreffenden Außenwand eingebaut. Die Situation begünstigt in vielen Fällen die Schimmelbilung.

is zum Einbau der Fenster waren die Fenster quasi ein schlecht gedämmtes Bauteil, über das die feuchte Warmluft Ihren Weg nach draußen gefunden hat. Eine Kälte- und Wärmebrücke, die bisher zu keinen Nachteilen geführt hat.
Nach dem Einbau der neuen Fenster ist dieser Kälte-/Wärmeübergang verhindert. Nun wird der Kälte-Wärmeübergang an der ungedämmten Außenwand seinen Weg suchen.

Nein, unten, wo neue Fenster sind, gibt es kein Problem. Oben da wo immer mal wieder Schimmel auftritt sind noch die alten Fenster


Folgende Maßnahmen könnte zumindest vorübergehend Abhilfe gegen den Schimmelbefall bringen:
- Betreffende Räume gut beheizen.
- Kein Dauerlüften, sondern regelmäßig alle 2 - 3 Stunden Stoßlüften (2 Minuten mit weit geöffneten Fenstern).
- Schränke oder Möbel mit guten Abstand mindestens 5 cm von der Wand aufstellen.


DAs befolgen wir alles, wobei man natürlich nicht alle 2-3 Std. lüften kann, man ist ja nicht immer zuhause. Wir wollen aber das Problem ändern und dahin zielt meine Frage. Wie ich mit dem Schimmel umgehen kann, weiss ich bereits. ich habe auch die Heizung im Moment nachts stärker gestellt, damit die Wände nicht auskühlen.

Eure Erfahrungen mit den Energieberatern sind nicht gut gelaufen, aber ich empfehle trotzdem noch einen Besuch bei der Verbraucherzentrale. Dort gibt es die Möglichkeit durch einen Sachverständigen eine Energieberatung für eure energetische Sanierung durchführen zu lassen. Das Ganze kostet m.W. 5 Euro, von daher dürfte es finanziell eure Schmerzgrenze nicht treffen.
Vereinbart einen Termin und stellt eure Unterlagen zusammen, beispielsweise Fotos vom Dachstuhl, von Außenansichten, von Fenster- und Außentürdetails, Heizungskeller, Typenschilder der Heizung, Grundrisse, Verbrauchsbelege, Abrechnungen der Energieversorger etc..

Bist Du sicher für 5 €? Die Energieberater wollen immer mehrere 100 € haben...

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... nieren.pdf

BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
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Ratgeber zur energetischen Gebäudesanierung - Energie sparen Heizkosten senken
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Viel Erfolg!

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Thomas Heufers » 17.10.2011 07:08 Uhr

Sabine22 hat geschrieben:Bist Du sicher für 5 €? Die Energieberater wollen immer mehrere 100 € haben...
Bitte nimm Kontakt zu deiner Verbraucherzentrale auf und frage nach, oder siehe unter folgendem Link zum Thema "Bundesweite Energieberatung fast zum Nulltarif".
http://www.energieagentur.nrw.de/hausha ... ikID=15150

Um den Weg zur Beratung zu vereinfachen, kannst du unter folgendem Link eine Deutschlandkarte aufrufen und die für deinen Wohn- bzw. Bauort nahe VZ-Beratungsstelle für Bau- und Energiefragen ausfindig zu machen. http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Gruß

Thomas Heufers




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