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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
soso
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Beitragvon soso » 25.08.2011 19:52 Uhr

Hallo zusammen,

ich weiß, ich weiß das Thema einer Direktstromheizung (bzw. in meinem Fall einer Natursteinheizung von GeMeTherm) ist seit Jahren immer wieder diskutiert worden, aber dennoch möchte ich es nochmals aufgreifen, da ich erstens gerade selber kurz davor stehe zu bauen und zweitens mir (als Laie) durch die bisherigen Beiträge leider keine eindeutige Meinung dazu bilden konnte, welche Heizung nun die richtige für uns ist.

Zunächst ein paar Daten, die helfen sollen unsere Hausbauplanung einzuschätzen.
Wir werden ein Einfamilienhaus für 4 Personen mit 127qm, Holzständerbauweise mit Zellulosedämmung (U-Wert ca.0,14W/qm*K) + dreifach isolierte Fenster (U-Wert ca. 0,6) in Oberschwaben (also doch recht langen Wintern) bauen. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird installiert sowie 2 Warmwasserkollektoren und 4 Solarstromkollektoren (Dach hat eine Südausrichtung mit 38Grad).
Im Wohnzimmer wird ein freistehender Gußeisenofen stehen, dessen Wärme durch die Lüftungsanlage verteilt werden kann (so stell ich mir das zumindest vor...)

Nun stellt sich für uns die Frage inwieweit wir noch zuheizen müssen und welche Heizung dann für uns infrage kommt, da ich ja nachher kein Gas- oder sonstiges Kraftwerk im Haus stehen haben will, das für unseren Heizbedarf viel zu mächtg ist. Da kam die Idee einer Natursteinheizung auf, da geringe Installationskosten+relativ geringer Bedarf+keine Wartung...

Ich bitte nun einfach mal darum mir jedwede Erfahrung oder Meinung ,die mich auf dem Wege, die richtige Heizung zu finden, weiterbringen kann, mitzuteilen.

Danke schon mal für eure Hilfe,

mfg soso

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 25.08.2011 22:37 Uhr

Was sagt denn die Planung zu nötiger Heizlast und Jahresenergiebedarf? Über eine Stromdirektheizung kann man nachdenken wenn das Haus (nahe) Passivhaus geplant und ausgeführt ist. Dann könnte man die relativ hohen Kosten eine vollständig im Haus vorhandenen Fußbodenheizung verzichten und den sehr niedrigen Heizbedarf direkt elektrisch decken.

Also wieviel kWh/a wird das Haus bezüglich Heizung benötigen. Der WW-Bedarf kann man ziemlich gut abschätzen und dürfte mit den Solarthermie-Paneln bei 4 Personen schon (bei Außreichenden WW-Puffer) schon zu ca. 50% gedeckt sein). Der rest müsste natürlich per E-Stab nachgeliefert werden (Den Holzofen per Wassertasche anzubinden dürfte Kosten/Nutzentechnisch sich nicht lohnen).
soso
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Beitragvon soso » 26.08.2011 08:46 Uhr

@ B. Geyer:
Danke für die schnelle Antwort!
Also geplant (und dann hoffentlich auch gebaut) ist ein kfW55 Haus, also 40 kWh/m2. mehr kann ich dazu momentan leider nicht sagen...
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Beitragvon SunnyFrank » 26.08.2011 10:52 Uhr

Hallo soso

also zu dem Thema kann ich wirklich sehr viel dazu sagen, weil ich mich 3 Jahre intensiv mit allen Heizsystemen beschäftigt habe, unter anderem habe ich mich auch mit allen Infrarotheizungsherstellern wie auch Gemetherm beschäftigt. Für mich war klar dass kein anderes Heizsystem wie eine Infrarot-Natursteinheizung zum einsatz kommen wird, und habe mich vor 3 Jahren entschlossen meinen Neubau mit einer Natursteinheizung von Solotherm auszustatten. Alle Konvektionsheizungen sind von den Anmschaffungs-Unterhalts- und Folgekosten um ein vielfaches teurer. Ich bin nun im 4ten Jahr in meinem Haus und hatte im letzten Jahr Energiekosten von 613,- € (Brutto) für die komplette Beheizung von 216 qm (Ungedämmter Neubau) und diese Werte schaffe ich mit keinem anderen System. Man muss sehr gut aufpassen denn im Bereich Infrarotheizung gibt es sehr viele Anbieter wo es nicht funktioniert und die Kunden nicht zufrieden sind (habe ich bei meinen Recherchen erfahren), da wie zb der Anbieter Gemetherm mit einem Heizleiter seine Platte erwärmt und somit eine ungleiche Wärmeverteilung mit einer geringen Fläche und hohen Anschlusswert hat was immer die Ursache für hohen Verbrauch bedeutet. Allerdings machen dies so die meisten Hersteller. Ich kann nur jedem den Hersteller Solotherm empfehlen weil ich super beraten wurde und alles ehrliche Aussagen waren die nachvollziebar sind, was man bei anderen leider nicht sagen kann. Außerdem war für mich entscheidend dass der Hersteller mir eine Verbrauchsgarantie erstellt hat was einmalig ist in der Branche. Diese errechneten Werte habe ich nie erreicht und lag in jedem Jahr zwischen 15 und 20 % unter den angegebenen Verbrauchswerten. Außerdem habe ich die Anlage mit einer PV-Anlage gekoppelt und bin somit unabhängig von einem dritten Energieliferanten und Autark was immer mein Ziel war. Dies ist nur so möglich und mit einer Pellet oder Gas oder Öl Anlage geht das gar nie.

ich geb dir mal die Adresse damit du dich mal informieren und in Verbindung setzen kannst, denn die machen eine Beratung vor Ort sowie eine kostenlose Wärmebedarfsermittlung.

www.solotherm.eu - (0173-8620522)

Ich wünsche dir viel spaß auf deiner weiteren Suche und gute Nerven, denn wenn du dich mit dem thema wirklich intensiv befasst dann wirst du das sicher brauchen.

Gruß
SunnyFrank
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Beitragvon soso » 27.08.2011 11:37 Uhr

danke, werde das alles mal vergleichen. Jedenfalls bestärkt mich das schon mal grundsätzlich eine Infrarot-Natursteinheizung einzubauen.
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Beitragvon bernhard geyer » 27.08.2011 12:39 Uhr

soso hat geschrieben:@ B. Geyer:
Danke für die schnelle Antwort!
Also geplant (und dann hoffentlich auch gebaut) ist ein kfW55 Haus, also 40 kWh/m2. mehr kann ich dazu momentan leider nicht sagen...

Ist leider reichlich wenig. Bei deiner Planung kann es passieren das eine Elektrodirektheizung (wie auch eine IR-Heizung ist) dir sehr viel kosten wird. Vor allem dann wenn im KfW-Antrag der Primärenergiebedarf mit sehr hohen Einsatzzeit des Holzofens schön gerechnet wird.

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 27.08.2011 12:44 Uhr

SunnyFrank hat geschrieben:... Außerdem habe ich die Anlage mit einer PV-Anlage gekoppelt und bin somit unabhängig von einem dritten Energieliferanten und Autark was immer mein Ziel war. ...

Un wieviel 100m2 PV hast du um an kalten Bewölkten Dezember/Januartagen eine Energieunabhängikeit zu erreichen? Für deine "Energieunabhängigkeit" sorgt dein lokaler Stromversorger. Mit PV kannst du in unseren Breitengraten keine Energieunabhängigkeit erreichen. Wenn dann nur duch ein rein Holzscheit-Betriebene Heizungsanlage oder eine Solarthermieanalge mit sehr großen Puffer
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Beitragvon Thomas Heufers » 29.08.2011 07:58 Uhr

soso hat geschrieben:...Wir werden ein Einfamilienhaus für 4 Personen mit 127qm, Holzständerbauweise mit Zellulosedämmung (U-Wert ca.0,14W/qm*K) + dreifach isolierte Fenster (U-Wert ca. 0,6) in Oberschwaben (also doch recht langen Wintern) bauen. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird installiert sowie 2 Warmwasserkollektoren und 4 Solarstromkollektoren (Dach hat eine Südausrichtung mit 38Grad).
Im Wohnzimmer wird ein freistehender Gußeisenofen stehen, dessen Wärme durch die Lüftungsanlage verteilt werden kann (so stell ich mir das zumindest vor...)...
Nehmen wir mal an, dass Dein Beitrag kein Fake ist. Hast Du schon mal mit Deinem Sachverständigen für Wärmeschutz gesprochen? Der wird Deinem Vorhaben einen energieverschwendende Natursteinheizung einzubauen, eine Absage erteilen.
Stell Dir mal vor, Du würdest Deine Planung mit dem Infrarot-Natursteinofen tatsächlich umsetzen. Und dann wird Dir klar, dass es ein Fehler war, diese Energieschleuder einzubauen, dass Du das Infrarot-Heizsystem entsorgen willst und doch besser ein wassergeführtes Heizsystem oder eine andere bewährte Alternative zum Einsatz kommen soll. Der spätere Einbau der Heizung ist dann mit vielen technischen Problemen verbunden. Das Chaos ist sicherllich vorprogrammiert.

soso hat geschrieben:...Nun stellt sich für uns die Frage inwieweit wir noch zuheizen müssen und welche Heizung dann für uns infrage kommt, da ich ja nachher kein Gas- oder sonstiges Kraftwerk im Haus stehen haben will, das für unseren Heizbedarf viel zu mächtg ist. Da kam die Idee einer Natursteinheizung auf, da geringe Installationskosten+relativ geringer Bedarf+keine Wartung...
Der einzig positive Aspekt der direktelektrischen Heizung ist seine Wartungsfreiheit. Aber energieunabhängig ist man damit genauso wenig, wie mit Gas, Öl, etc.. Der Strom, der durch den Zähler läuft, ist bekanntlich die teuerste Energieform. Strom als Energieträger ist nur mit einer Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoll.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 30.08.2011 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon SunnyFrank » 30.08.2011 13:13 Uhr

soso hat geschrieben:danke, werde das alles mal vergleichen. Jedenfalls bestärkt mich das schon mal grundsätzlich eine Infrarot-Natursteinheizung einzubauen.


ok das freut mich. Ich merke dass einfach sehr viele leute keine Ahnung haben und überhaupt nichts von Physik verstehen (Leider). Deswegen musst du dich selber physikalisch damit befassen und wenn du fragen hast kannst mich jederzeit danach fragen denn ich denke ich kenn mich mit den versch. Heizsystemen bestens aus

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