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oakgast
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Beitragvon oakgast » 29.06.2011 21:40 Uhr

Kommentar von "Neubau" erstellt am 29.06.2011,22:34
Thema: Sanitär-, Heizungs- & Klimatechnik(Sonstige Frage)

Hallo,

ich plane ein Haus mit ca. 320qm Wohnfläche (3FH). Mein Konzept sieht aus: T7 Ziegel - Ziegelkeller - KFW 55 Standard, Grundwasserwärmepumpe, keine KWL, keine Solarthermie - das Dach komplet mit Photovoltaik. Keine weitere Zusätz nur ein Kaminofen pro Stockwerk - mehr als Komfortfaktor oder für Notzeiten.
Ich bin mir allerdings noch immer sehr unsicher -
Sollte man nicht dock KWL machen?
Ist Wärmepumpe das Richtige?
usw.
Vielleicht hat jemand Lust mein Konzept kritisch zu beurteilen.<input type="button" value="Mail an Neubau" onclick="window.open('http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1412','oak_media_SendMail','width=30 0,height=450,left=100,top=200')">

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 29.06.2011 21:46 Uhr

Mach KWL. Grundwasserpumpe nur nach prüfung ob Wasser geeignet ist und auch schluckbrunner über die Dauer geeignet ist sowie Grundwasser nicht zu tief gepumpt werden muss. Kaminofen ist wirklich nur "Gemütlichkeitsfaktor". Lohn sich niemals und bei gut gedämmten Haus ist der Notzeitfaktor auch nicht so relevant denn dann müsste länger andauernd ( > 1 T) der Storm ausfallen damit der Kamin einspringen müsste.
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Beitragvon roro » 30.06.2011 08:42 Uhr

oakgast hat geschrieben:Sollte man nicht dock KWL machen?
Ist Wärmepumpe das Richtige?


KWL sollte aus Komfortgründen (nicht Spargründen, denn der Spareffekt ist minimal) bei einem Neubau eingebaut werden.

Eine Grundwasserpumpe ist wenn die Rahmenbedingungen (Wasserqualität und Menge, Niedriger VL, ...) sicher eine gute Lösung.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 30.06.2011 09:08 Uhr

Wie immer sollte bei der Planung darauf geachtet werden, dass das Gebäude möglichst energiearm ausgeführt wird. Das Gebäude sollte demnach möglichst gut und diffusionsoffen gedämmt sein, und ein gutes A/V-Verhältnis haben.

Wenn das Gebäude niedrige Transmissionswärmeverluste vorweisen kann, dann ist die Wärmepumpe eine optimale Energietechnik.
Bei einem 3-Familien-Haus liegt das Augenmerk besonders bei der Planung der Warmwasserzapfung und der selektiven Verbrauchserfassung für die einzelnen Wohneinheiten.

KfW Effizienzhaus 55? - Mit einer Grundwasser-/Wasser-Wärmepumpe kann man auf den Einsatz der Solarthermie verzichten, aber für das Effizienzhaus 55 wird wahrscheinlich doch eine Wohnraumlüftungsanlage gefordert sein. Wenn die Planung steht, sollte ein "Sachverständiger für Wärmeschutz" die Berechnung für die KfW durchführen. Hiervon ist die Planung der Haustechnik-Komponenten (Solar, kWL) bzw. der Gebäudehülle abhängig.

Bezüglich der Photovoltaik sollte im Vordergrund stehen, dass sich diese Investition rentiert. Neben vielen technischen Details ist der Preis pro Kilowatt peak kaufentscheidend. Bei einem Installationspreis von 2.000 - 2.200 € pro kWp* wird die Rentabilität i.d.R. stimmen, bei 2.500 € pro kWp* und weit mehr sollte man abwägen, ob sich dies lohnt.
* Stand Juni 2011

Folgendes Excel-Dokument der Umwelthilfe München e.V. kann zur Berechnung der Amortisation von PV-Anlagen genutzt werden.
http://www.umweltinstitut.org/download/solarstrom.xls

Beim Eigenverbrauch sollte man berücksichtigen, dass man Kosten für den erweiterten Zähleraufbau hat. Rechnet sich dann noch die Vergütung für der Eigenverbrauch?

Da Wechselrichter ein teurer Baustein der PV-Anlage sind, ist eine erweitere Werksgarantie gegen geringen Mehrpreis zu empfehlen.

Speziell bei PV-Anlagen ist die Erfahrung des Installationsbetriebs gefordert. Lass Dir Referenzen zeigen und führe Gespräche mit Kunden über deren Erfahrungen mit dem Installateur und die Leistungsdaten der installierten Fotovoltaikanlagen.
Zum Leistungsvergleich sollte man Anlagedaten aus der näheren Umgebung oder der Nachbarschaft heranziehen, mit ähnlichen Parametern (Grundstückslage, Neigung, Ausrichtung, Größe etc.).

Ein Blick in Fachzeitschrift "Photon" ist für jeden Fotovoltaik-Interessenten empehlenswert. Photon bietet auch ein Statistikmodul für Photovoltaik-Systeme an, hierbei werden die Einspeiseleistungen online dokumentiert. Dies bietet einen objektiven Vergleich zu verschiedenen PV-Systemen.

Linkliste:

Niedrigenergiehäuser
Bei Planung und Bau wird auch über die Energiekosten des Hauses in den kommenden Jahrzehnte entschieden.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... aeuser.pdf

Energieeffiziente Einfamilienhäuser mit Komfort
Hochwärmegedämmte Gebäudehülle, innovative Glas- und Fenstertechnik, Gebäudetechnik die ausschließlich zur Restwärmebereitstellung dient.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... omfort.pdf

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... epumpe.pdf

Wärmepumpen - Top oder Flop? Die Voraussetzungen müssen stimmen.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen ... umpen__293

Photon-Praxis-2008-08-Angbeot-zur-Lieferung-einer Solarstromanlage-Aufbauvarianten-und-Checkliste
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... kliste.pdf

Photon - Vordruck zur Einholung eines Angebots zum Kauf einer Photovoltaikanlage
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... anlage.pdf




Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 03.07.2011 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
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Beitragvon schimmelgutachter » 30.06.2011 19:57 Uhr

Ich habe im ganzen Forum bisher noch keinen einzigen Beitrag gefunden, der sich mit der Möglichkeit einer Hüllflächen- bzw. Strahlungsheizung befasst. Neben geringer Investitions- und Energiekosten gibt es weitere Vorteile, betreffend der klimatischen Wohnqualität und der Schimmelvermeidung.
Bei einem 3-FH lassen sich mit einem solchen Konzept leicht über 20 Tausend Euro einsparen.
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Beitragvon bernhard geyer » 01.07.2011 07:22 Uhr

Strahlenheizung wurde schon öfters als Wundermittel angepriesen. Bei sehr guten Energiesparhaus/Passivhaus ist das eine alternative. Bei "normalen" Neubau wird das über die Zeit eher die teuerste Heizmöglichkeit da definitiv die höchsten Heiz+WW-Kosten auftreten werden. Schimmelbildung ist bei korrekter Bauauführung und vernünftiger Dämmung heutzutage kein Problem mehr egal was man Heizt. Aber welcher Bau ist schon 100% korrekt gebaut.

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Beitragvon schimmelgutachter » 01.07.2011 22:19 Uhr

Es handelt sich ganz und gar nicht um ein Wundermittel, sondern um ein Heizungsart, die schon unsere Großeltern mit Erfolg praktiziert haben (Beispiel Kachelöfen) oder aber die alten Römer.
Prinzip dabei ist, dass mit geringem Energieaufwand eine gleichbleibende Temperatur der Hüllfläche, sprich Außenwände, vorgehalten wird, und zwar über die gesamte Heizperiode. Wer nämlich glaubt, mit Heizung aus bei Abwesenheit und Heizung an bei Anwesenheit, Energie spart, befindet sich auf dem Holzweg. Ebenso ist die Nachtabsenkung, die noch weit verbreitet ist, für die Einsparung von Energie eher kontraproduktiv denn energiesparend.
Vergleichen Sie es mit einem Auto, das bei ständig wechselnder Geschwindigkeit auf der Autobahn wesentlich mehr Treibstoff verbraucht, als ein mit Tempomat bei gleichbleibender Geschwindigkeit dahingleitendes Fahrzeug.
Zudem wird bei der Hüllflächenheizung, bei der die Wärme von den Wänden und dem Mobilar abgestrahlt wird, durch die fehlende Luftumwälzung auch kein Staub verwirbelt, der nicht nur zu Verschmutzungen, sondern auch zu schlechter Luftqualität führt. Dadurch, dass die Lufttemperatur in solchen Räumen nicht höher als 15° betragen muss, fällt das Atmen und insbesondere der Feuchteausgleich der Lunge wesentlich leichter, vergleichbar mit einem Spaziergang an der frischen Luft bei Sonnenschein. Selbst bei Minustemperaturen fühlen Sie sich bei Sonnenschein sichtlich wohler als in einem überheizten und feuchteüberladenen Raum.
Die Natur macht es uns vor, wir sollten uns mehr daran orientieren.

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