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alexis2008
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Beitragvon alexis2008 » 27.01.2011 17:09 Uhr

Während es in den USA, Japan, Skandinavien, etc. ganz selbstverständlich ist mit der Klimaanlage zu heizen, hört man bei uns nur Vorurteile: zu laut, unangenehmer Luftzug, nur ab einigen Plusgraden einsetzbar, etc.

Dies mag für die billigen Baumarktgeräte zutreffen, nicht jedoch für moderne Hyper-Inverter-Klimageräte.

Dabei sind sowohl die Heizkosten als auch die Anschaffungskosten deutlich niedriger als bei Gas-, Öl- oder Stromheizungen.
Eine Übersicht findet man z.B. hier: http://www.ktt-heizungen.at/kostenvergleich.html

Sicherlich sind Flächenheizungen meist völlig lautlos und zugfrei, aber sind diese Vorteile auch stets die erheblichen Mehrkosten wert?

Man findet zwar in den Fachforen eine kleine begeisterte Anhängerschaft, die Mehrheit lehnt jedoch diese Art zu heizen kategorisch ab. Woran mag das liegt?

Grüße A.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.01.2011 20:52 Uhr

@ alexis2008 - In folgendem Beitrag propagierst Du völlig praxisfremd, den Einsatz einer Luft-/Luft-Wärmepumpe in einem freistehenden 30 Jahre alten Haus.
http://www.energieportal24.de/forum/vie ... 8663#38663
Dein Zitat:
"Da kein wassergeführtes Heizsystem vorhanden ist würde mir eine Lösung mit Luft-Luft-Wärmepumpen (=moderne Inverter Klimaanlagen) am sinnvollsten erscheinen. Gegenüber deiner reinen Stromheizung würde sich der Heizstromverbrauch auf ca. ein Viertel reduzieren."

Für mich ist das Bauernfängerei, wenn man so kühn behauptet, dass der Stromverbrauch durch den Einsatz einer Luft-/Luft-Wärmepumpe oder sogenannte "Hocheffiziente Klimageräte" um 75 % abgesenkt werden kann. Wobei das Beheizen mit Luft-/Luft-Wärmepumpen nicht bedenkenlos umgesetzt werden kann, selbst in Passivhäusern sind unter solchen Bedingungen die Anforderungen besonders hoch. Für einen Altbau (Bj. 1980) ist es logischerweise unmöglich mit einem Klimagerät oder Luft-/Luft-Wärmepumpen den Wärmeverlust des Gebäudes auszugleichen.

Dann stellst Du die Frage, warum Klimageräte nicht zum Heizen genutzt werden und verweist auf ominöse Vergleichszahlen von einem Anbieter dieser Technik.
"Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast"

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 29.01.2011 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon alexis2008 » 27.01.2011 23:19 Uhr

@Thomas
Die Zahlen sind unschwer nachvollziebar und stehen im übrigen mit denen im Jännerheft 1/2011 des Konsumenten (vergleichbar mit Zeitschrift Test) veröffentlichten Zahlen weitgehend im Einklang.
http://www.konsument.at/cs/Satellite?pa ... 8874789545

Was die Heiz-JAZ der Luft-Luft-Wärmepumpe betrifft, so erhält man etwa für das "hocheffiziente" Klimagerät von Mitsubishi SRK20ZJX-S (mit einem COP von 5,6) nach dem vereinfachten Verfahren nach VDI einen Wert über 4.
Ergo 75% Einsparung gegenüber reinen Stromheizungen oder siehst du das anders?

Etwas mehr Sachlichkeit und weniger Unterstellungen wäre zielführender...

Grüße A.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.01.2011 07:32 Uhr

alexis2008 hat geschrieben:Die Zahlen sind unschwer nachvollziebar und stehen im übrigen mit denen im Jännerheft 1/2011 des Konsumenten (vergleichbar mit Zeitschrift Test) veröffentlichten Zahlen weitgehend im Einklang.
http://www.konsument.at/cs/Satellite?pa ... 8874789545


@ alexis2008 - Unter dem angegebenen Link ist kein Beitrag zu finden, der Deine Zahlen bestätigt.

Interessant ist aber folgende Anmerkung aus dem von Dir zitierten österreichischen Verbrauchermagazin "Kosument":

In kalorischen Kraftwerken gehen schon bei der Stromerzeugung 62 Prozent der eingesetzten Energie verloren. Der Anteil des so erzeugten Stroms steigt vor allem in der Heizsaison auch im an Wasserkraft reichen Österreich auf etwa 50 Prozent. Außerdem ist Strom (Tagstrom) die bei weitem teuerste Energieform.

Gruß

Thomas Heufers


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