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thermann
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Beitragvon thermann » 14.02.2010 22:25 Uhr

Hallo zusammen,

in diesem Winter hat man ja viel Zeit seine Wärmepumpe zu optimieren. Wir beheizen etwa 120qm in einem etwa KFW60 Haus mit einer 7kW LWP (Aussenaufstellung). Bei gemessenen Außentemperaturen abends gegen 21h von -5Grad verbrauchen wir etwa 25kwH pro Tag, die WP läuft dabei etwa 12Std. Innentemperatur ist etwa 22Grad. Heizkurve steht bei 28Grad und 20Grad Parallelverschiebung, Hysterese 1,5Grad. Der Rest war bislang auf Auto, alles ohne Nachtabsenkung. Vor ein paar Tagen habe ich 5Grad Nachtabsenkung dazu genommen, abenso die WW Zeiten eingeschränkt, die Normalzeit ist dabei von 05:30h bis 11:30 und von 14:30-16:30. WW-Temperatur ist 45Grad, WW läuft von 05:30-20:30h. Bei Temperaturen von etwa -3Grad läuft dann die WP etwa 10Std., Verbrauch etwa 19kwH pro Tag. Einen weitere Frage, die mir kommt, ist die Aufheizung durch Sonne. Unser Fühler ist im Osten angebracht. Ich denke, dass bei Sonneneinstrahlung (hoffentlich demnächst) die Räume etwas überheizen, da die Anlage ja außentemperaturgesteuert ist. Wir haben ziemlich viel Fensterfläche. Wie soll man damit umgehen? Wir haben noch einen 6kW Stahlofen, der ab und zu mal Abends angeworfen wird. Eigentlich überheizt der das Haus. Kann man die Zeiten der Heizung da irgendwie anpassen? Unseren SHK-Mann kann ich solche Fragen leider nicht fragen, für den war leider selbst der hydraulische Abgleich zu viel . Leider hat die WP noch eine Luxtronik 1.0, bei der man nicht so leicht an die Daten kommt, daher hätte ich gern eine Luxtronik 2.0. Hat jemand Erfahrung zu einem Upgrade? Gibt es einen Austauschpreis oder so etwas? Was kostet die 2.0 etwa? Welche Einstellungen sind vielleicht noch interessant, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen? Vielen Dank für die Info.

Gruß
Torsten

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.02.2010 09:35 Uhr

Ist der solare Einfluss auf die Wohnräume bei großflächigen Fensterfronten an der Südfront sehr stark, dann kann die Anbringung des Außentemperaturfühlers an der Südseite die bessere Lösung sein. Die solare Einstrahlung kann in der vorgenannten Situation von einem Außentemperaturfühler auf der Nordseite nicht in ihrer Intensität erfasst werden. Bei der Fühleranbringung auf der Südseite sollte dieser gegen direkte Sonneneinstrahlung durch eine hinterlüftete Abdeckung eingefasst sein. Hinter einem Halbrohr oder unter dem Dachüberstand beispielsweise ist der Außenfühler auch vor direkter Einstrahlung geschützt. Mit der Erfassung der Außentemperatur auf der Sonnenseite kann durchaus Energie eingespart werden, die Sonne übernimmt die Erwärmung der Räume und zeitgleich wird über die Außentemperaturerkennung die aktive Wärmerzeugung über die Heizung zurückgefahren. Speicherflächen (Betonestrich-Fußboden oder Lehm-/Steinwände) nehmen als thermisch träge Masse passive solare Wärmeenergie auf und geben diese zeitverzögert wieder ab.
In unseren Breiten ist die Anbringung auf der Süd- bzw. Ostseite unter bestimmten Bedingungen also die bessere Lösung. Eine Kabelverlegung für Fühlerpunkte im Neubau sollte dann entsprechend vorgesehen sein.
Bei sehr gut gedämmten Gebäuden (Passivhaus oder hoch wärmegedämmtes KfW Effizienzhaus etc.) ist der Steuerungseinfluss der Außentemperaturfühlung bis -12° Celsius sehr gering. Wenn die Heizungssteuerung die Einstellung des Einflussfaktors "Außentemperatur" zulässt, ist in diesem Fall der Wert zu reduzieren.

Bezüglich der Heizungssteuerung bei Zusatzheizung mit einem Wohnraum-Holzofen sind mir keine Alternativen bekannt. Der Raumthermostat erfasst die Temperatursteigerung und die Heizungssystem reduziert die Wärmebereitstellung. Die Nutzung der Feuerstelle ist ja in der Regel sehr sporadisch, somit ist auch eine Heizungseinstellung auf Nutzerverhalten m.W. nicht möglich.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 17.02.2010 08:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon thermann » 16.02.2010 22:40 Uhr

Hallo Herr Heufers,

erstmal herzlichen Dank für die Info. Da der Außenfühler auf der Ostseite sitzt und es nicht so leicht sein wird, diesen zu verlegen, versuche ich es demnächst mal mit schwarzer Farbe.

Ich denke, die Nachtabsenkung ist mit 5 Grad zu viel, ich habe erstmal ab 4 Grad zurück gedreht. Um 07:00h haben wir 19,5Grad in den Räumen, ist uns etwas zu kühl. In den letzten Tagen hatten wir abends gegen 21:30h zwischen -3 und -6Grad. Die getroffenen Einstellungen haben tagsüber fast nichts an der Raumtemperatur verändert, auch in der Nacht sinkt diese kaum unter 19Grad.
Mit den getroffenen Einstellungen ergibt sich im Moment ein Tagesverbbrauch (21-21h) von 15-16kWh, die WP läuft dabei 6-7Std. Ich halte das für einen enormen Fortschritt ohne Komfortverluste, wobei ich denke, dass das noch immer nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Also, Alpha Innotec Benutzer und Profis, was habt ihr denn noch so optimiert? Ich denke, wenn man sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzt, gibt das auch ein besseres Bild für die Technik ab, ebenso spart man Geld und schont die Umwelt.

Viele Grüße
Torsten
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Beitragvon oakgast » 30.09.2010 15:01 Uhr

Kommentar von "Joerg Lorenz" erstellt am 30.09.2010,15:58
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Seit letztem Jahr eine AI LW 150A in Kombination mit einer Solarthermieanlage.
Im letzten Winter durchgeheizt, wie vom Werk eingestellt
Optimierungsmassnahmen:
1. BW-Temp. solange gesenkt, bis die "Meckergrenze" erreicht wurde.
2. Die Ladezeiten für BW (wenn über WP) auf 3x am Tag begrenzt. 05:30, 12:15, und 20:03 Uhr. Damit entfällt nur die Ladung unter der Woche um 12:15 Uhr in die HT-Zeit des Stromlieferanten.
3. Hysterese des BW von 2°C auf 3°C erhöht.
4. Am Tag ("Tagabsenkung") Vorlauf-Soll im Mischkreis um 3°C abgesenkt. Zur Kompensation ganze Heizkurve um 1°C angehoben.
5. Hydraulischen Abgleich nochmals durchgeführt.
6. Kürzlich die Heizungsein- und -abschaltung (Heizgrenze) als Komfort- und Sparmerkmal entdeckt.
7. Hysterese des Heizwassers von werkss. 2°C auf 3°C erhöht.
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1135' target='_blank'>Mail an Joerg Lorenz</a>
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Beitragvon oakgast » 30.09.2010 15:17 Uhr

Kommentar von "Joerg Lorenz" erstellt am 30.09.2010,16:07
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Folgendes Potential sehe ich noch: Die Anlage hat zwei Verdichter. Die werksseitig festgelegte AT-Grenze ab der beide Verdichter parallel laufen, liegt bei 5°C. Das ist viel zu hoch. Die Pumpe leistet mit einem Verdichter bei 0°AT immer noch 8.5 KW. Damit kann ich die Schaltung des Parallelbetriebes noch massiv senken. Damit wird die JAZ deutlich besser (Werk: rund 7%) und die Laufzeiten werden deutlich länger und die Lebensdauer der Verdichter wird sich massiv verlängern. Damit bekomme ich die Ueberdimensionierung der WP ganz gut in den Griff. Der Lebensdauer müsste das eigentlich sehr zuträglich sein.

Evtl noch weiteres Sparpotential sehe ich in einer Minimierung der Rücklauf-Solltemp. im Heizkreis, so dass der Mischer am Ende des Heizzyklus fast voll offen ist.
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1136' target='_blank'>Mail an Joerg Lorenz</a>
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Beitragvon roro » 30.09.2010 18:06 Uhr

Leichenschänder :shock:


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