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Zimmer
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Beitragvon Zimmer » 23.04.2010 22:29 Uhr

Die Erkenntnis ist doch, dass Wärmepumpen nervig brummen (können). Dabei ist es offensichtlich gleich, wer "Hersteller" der Anlage ist. Als Endverbraucher nehmen wir uns das laienhafte Recht zu monieren, was uns nicht gefällt bzw. nicht sein darf.

Die sachliche Feststellung des unakzeptablen Lärmpegels, wenn die Anlage denn mal wärmen soll, steht.

Wenn Sie Ihren Namen und Anschrift angeben, schicke ich Ihnen meine (!) Rechnungskopie von meiner Anlage.

klimahansel
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Beitragvon klimahansel » 25.04.2010 21:22 Uhr

wie vor schon gesagt. Das wichtigste ist herauszubekommen ob es sich um Körperschall oder Luftschall handelt. Gibt es diesbezüglich schon erkenntnisse?

Gruß Klimahansel
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Beitragvon GMil » 25.04.2010 23:25 Uhr

klimahansel hat geschrieben:wie vor schon gesagt. Das wichtigste ist herauszubekommen ob es sich um Körperschall oder Luftschall handelt. Gibt es diesbezüglich schon erkenntnisse?

Gruß Klimahansel


Genau! Das ist wesentlich wichtiger als Rechnungskopien etc. Wenn eine Anlage falsch verbaut ist und brummt, kann ja wohl kaum der Hersteller / Lieferant zur Abhilfe herangezogen werden, sondern immer derjenige, der die Montage vorgenommen hat.

Jeder Hersteller gibt Lärmgrenzwerte für seine Geräte an, und ich gehe mal davon aus, daß die korrekt ermittelt sind. Wenn also im konkreten Einzelfall ein Gerät diese Grenzwerte nicht einhält, muß auch an der konkreten Anlage gesucht werden, warum das so ist.

Wenn da also z.B. Schwinggummis zwischen Außengerät und Fundament die falsche Shore-Härte haben oder gar ganz fehlen, ist das 1. Manko schon gefunden. Auch 2 flachliegende Rasenkantensteine als "Fundament" sind suboptimal, speziell dann, wenn sie ohne weitere Bettung lose auf eine unebene Erd-Unterlage gelegt wurden. Die Dinger können dann regelrecht trommeln, wenn der Verdichter die passende Drehzahl hat.

Hier haben übrigens Inverter-Anlagen einen kleinen Nachteil, weil sie ganze Drehzahl- und damit Frequenzbänder durchlaufen und somit eine weit größere Chance haben, eine Resonanzfrequenz zu finden, als die Constant-speed-Anlagen.

Daß es mit recht wenig Aufwand auch gut laufen kann, zeigt die Lösung meines Lieferanten: der brachte eine selbst aus Vierkantrohr und Winkeleisen geschweißte Wandkonsole mit, auf der die Anlage mit Schwinggummis an der Wohnzimmer-Außenwand hängt. Im Raum ist die WP nur dann leicht zu hören, wenn es sonst grabesstill ist. Draußen hört man sie natürlich, aber nicht störender als z.B. einen Ölbrenner älterer Bauart.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon klimahansel » 26.04.2010 06:46 Uhr

Wir verwenden zur Beseitigung von Körperschall zum Beispiel diese Federelemente. http://www.reinicke-gmbh.de/federisolatoren_0.htm. Funktioniert hervorragend. Und die Firma legt sie für dich auch genau aus.

Gruß klimahansel
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Beitragvon Zimmer » 26.04.2010 09:48 Uhr

GMil beschreibt sehr zutreffend die Installation bei uns vor Ort (als wenn er's gesehen hätte). Ob seine Erklärung für den Schall und dessen Abhilfe-Vorschlag eine Lösung darstellen könnte, kann ich nicht beurteilen.

Tatsache ist das Ergebnis und das ist für unsere Nachbarschaft in der Tat unzumutbar.
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Beitragvon Zimmer » 09.08.2010 14:33 Uhr

Zimmer hat geschrieben:GMil beschreibt sehr zutreffend die Installation bei uns vor Ort (als wenn er's gesehen hätte). Ob seine Erklärung für den Schall und dessen Abhilfe-Vorschlag eine Lösung darstellen könnte, kann ich nicht beurteilen.

Tatsache ist das Ergebnis und das ist für unsere Nachbarschaft in der Tat unzumutbar.


Kurz vorweg:
Nachdem GMil die Problemanalyse so fachkundig erstellt hat, vermutet ich, dass er über dasselbe Fachwissen wie "Herr Jary" verfügt. Ich schätze ihn.

Ergebnis und Erfahrungsbericht:
Ich hatte mich darauf eingestellt, mir mein Recht zu erstreiten. Die anwaltliche Beratung hat folgendes ergeben:
1. Der Vertrag von GoldenEnergy weist auf erhebliche Prozesserfahrung hin.
2. Das Prozessrisiko beträgt ca. 9.500 €. Erfahrungsgemäß arbeiten die Richter auf einen Vergleich hin. Die Hälfte dieser Kosten wären dann netto bei mir hängen geblieben (dies entspricht fast den Investitionskosten für eine neue Ölheizung). Eine Lösung meines Problems - wieder ein warmes Haus - hätte ich damit immer noch nicht gehabt.
3. Die bereits eingeschaltete Anwältin hat mit GoldenEnergy telefoniert. GoldenEnergy hat daraufhin großzügiger weise die "Herstellerhaftung" vom 30.04.2010 bis zum Ende 30.06.2010 verlängert.
4. Die Anwältin hat für ihre Beratungsleistung einschließlich der Gebühr von 500 € für die aussergerichtliche Lösung über 1.400 € erhalten. Weitere Kosten sind nicht entstanden.

5. Der Heizungsbauer hat zwei Jahre nach dem Abbau der funktionierenden Ölheizung und Einbau der besagten Wärmepumpe eine Wärmebedarfsrechnung durchgeführt und festgestellt,
"Nur wenn Sie die Stromkosten welche Sie mit der TD 12,5 hatten – mit den Kalkulierten kosten für die TD 15 vergleichen sind wir etwa auf dem gleichen Niveau. Nur mit der TD 15 haben Sie ein warmes Haus – was mit der TD 12,5 nicht der Fall war. Es stellt sich die frage ob sich die Montage eine zusätzlichen Zählers für die Wärmepumpe dann nicht rechnet."
"die Berechnung hat ergeben, dass ihr Haus einen Wärmebedarf von 15 kw hat. Die TD 14 hat eine Nennleistung von 14 kw. Um wirklich sicher zu gehen würde ich die TD 17 einbauen. Die Mehrkosten sind bei ca. 5000 €."
6. Ich hatte GoldenEnergy gebeten, die Berechnungen des Heizungsbauers zu überprüfen.
7. GoldenEnergy hat die Berechnungen des Heizungsbauers nicht bestätigt und ich musste am 26.07.2010 feststellen:
"Demzufolge muss ich davon ausgehen, dass weder
- die von Ihnen vorgeschlagene Wärmepumpe TD15 offensichtlich nicht in der Lage ist die Wärmeleistung unserer alten Ölheizungsanlage zu ersetzen
- noch der berechnete Energieverbrauch stimmt. "

Zusammenfassung:
Wenn Sie lieber Informationssucher, dem Thema: Wärmepumpe nahetreten wollen, tun Sie dies nachdem es Spatzen bereits vom Doch pfeifen und wählen Sie die richtigen Partner (aus meiner heutigen Sicht: andere!) aus. Lassen Sie sich Referenzen geben und besuchen Sie den Betreiber persönlich und ohne Firmenanhang.

Wir haben mit dem Einbau der Wärmepumpe von GoldenEnergy unsere einwandfrei funktionierende Ölheizung (Wert ca. 6.500 €) ersetzt, 13.000 € für die Wärmepumpe gezahlt, sollten noch einmal 5.000 € mit ungewissem Ausgang drauflegen, um die erneute Chance zu haben, die gleichen Heizkosten wie vorher erreichen zu können.

Denken Sie rational. Wenn Sie an meinen Angaben zweifel hegen, treten Sie mit mir in Verbindung und schauen Sie sich die Anlage bei mir an, befragen meine Nachbarn (am besten im Winter, dann ist die Anlage am bekanntesten).

Vergessen Sie alle "grünen Gedanken". Greifen Sie in kein funktionierendes System ein. Versuchen Sie nicht mit einer Investition von 18.000 € eine andere Investition von 6.500 € zu ersetzen. Verlassen Sie sich auf keine "Computerprogramme". Lassen Sie den abzuschließenden Vertrag vorher von einem Anwalt und die Anlage von einem unabhängigen, kompetenten Ingenieur überprüfen. Wählen Sie keine Vertragspartner mit großer Prozesserfahrung aus.

Noch ein Hinweis zum Schluss:
Bei der Berechnung der zu installierenden Wärmepumpe hat der Heizungsbauer über Internet das Berechnungsprogramm von GoldenEnergy in meinem Beisein genutzt. Aus Vorsichtsüberlegungen bestellten wir seinerzeit nicht die vorberechnete Wärmepumpengröße sondern wählten damals bereits die nächst größere Variante.
- Nehmen Sie Abstand von solchen Überlegungen und treten dem Gedanken erst wieder nahe, wenn BILD quasi "live" darüber positiv berichtet.


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