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wauwau
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Beitragvon wauwau » 05.07.2010 10:19 Uhr

Hallo,

denke darüber nach meine 200m² Bude (Neubau mit 0,09er Ziegelstein) mit Grundwasser-WP zu realisieren. Grundwasser scheint genügend vorhanden zu sein.

Ist grundsätzlich eine GW-WP für einen Neubau mit "durchschnittlicher" Wärmedämmung (keine 3fachverglasung etc.) sinnvoll und finanziell erträglich? Zuvor war mit dem Nachbarn eine gemeinsame Hackschnitzelanlage vorgesehen, der ist aber wg. Wegfall der Förderung für Leitung abgesprungen.

Nun scheint mir gerade die Grundwasser-Variante mit Arbeitszahlen von 4 bis 5 sehr interessant.

Zudem hab ich von der Kühlfunktion gehört und ihm Forum gelesen, dass diese zwar prinzipiell funktioniert aber wenn dann nur über Heizkörper oder Luftungsanlage (was besser zu sein scheint).

Nachdem keine Lüftungsanlage im Haus vorgesehen ist, macht es sinn für die zu "Klimatisierenden" Räume eine Lüftungsschlau zur Kühlung hinzulegen und gibt es hier auch fertige Kauflösunge (Kassetten oder ähnliches)?

Zu Kühlen wären lediglich Schlaftzimmer, Büro und Wohnzimmer, alles andere müsste nicht belüftet bzw ist auch nicht vorgesehen.



Grüße

klausamsee
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Beitragvon klausamsee » 05.07.2010 13:34 Uhr

Ob eine direkte Grundwassernutzung per Brunnen sinnvoll ist, hängt von der Wasserqualität ab.
Ich persönlich habe eine Erdwärmebohrung und ein kontrolliertes Wohnraumlüftungssystem. Den Zuluftwärmetauscher vom KWL habe ich im Sommer mit am Kreislauf der Bohrung hängen (190m, davon 160m im Grundwasser; im Winter wird der WT an verbuddelten Rohrschlangen betrieben). Ich erfreue mich momentan an 20°C Zulufttemperatur, maximal hatte ich bisher 21,5°C bei 36°C Außentemperatur und extremer Schwüle. Wenn ich sehe, was da an Kondenswasser anfällt, möchte ich gar nicht daran denken was wäre, wenn ich irgendwelche Flächen (Fußboden oder Heizkörper) im Haus kühlen würde.
Überleg noch mal, ob du nicht doch ein KWL einbaust, der Komfortgewinn ist enorm.

Klaus
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 05.07.2010 14:41 Uhr

Die Kühlung über die Luft ist praktikabler, die Kühlung über Heizkörper oder Bauteile kann zu Tauwasserbildung führen. Die Überwachung der Kühlung mit einer Taupunktkontrolle ist möglich, diese wird aber schon recht frühzeitig die Kühlung zwecks Tauwasserschutz abschalten. Man sollte wie bei Klimaanlagen üblich möglichst über die Luft die Kühlung umsetzen.

Der Einsatz einer Grundwasser-Wärmepumpe garantiert i.d.R. hohe Arbeitszahlen. Jedoch sollte im Vorfeld die Wasserqualität überprüft werden. Probleme der Verockerung des Durchflusses und die chemischen Bestandteile des Quellwasser sind zu prüfen.

Im Gegensatz dazu hat eine Erdsonde den Vorteil, dass keine chemischen Reaktionen stattfinden können, da das System geschlossen ist. Dem gegenüber steht aber der schlechtere Wirkungsgrad durch die ungünstige Energieübertragung der Sonde und des Füllmaterials.
Der Wirkungsgrad ist bei einer Grundwasserwärmepumpe aufgrund des besseren Energieaustausches wesentlich besser.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon wauwau » 05.07.2010 17:33 Uhr

Bedeutet dass, das wohl eine separate Klimaanlage mit Multisplit und Inneneinheiten für die vorgesehenen 3 Räume die bessere Lösung ist?
Eine gute Multisplit-Anlage bekommt man ja schon ab ca. 1500 €.

Wo kann ich das Wasser wg. Verockerung etc. untersuchen lassen?
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Beitragvon oakgast » 09.07.2010 14:10 Uhr

Kommentar von "Eddy" erstellt am 09.07.2010,15:09
Thema: Sonstiges(Kommentar/ Tipp zu einem Produkt)

schau mal bei http://www.zubatec.de vieleicht ist das etwas für dich.

Zitat:
Hallo,

denke darüber nach meine 200m² Bude (Neubau mit 0,09er Ziegelstein) mit Grundwasser-WP zu realisieren. Grundwasser scheint genügend vorhanden zu sein.

Ist grundsätzlich eine GW-WP für einen Neubau mit "durchschnittlicher" Wärmedämmung (keine 3fachverglasung etc.) sinnvoll und finanziell erträglich? Zuvor war mit dem Nachbarn eine gemeinsame Hackschnitzelanlage vorgesehen, der ist aber wg. Wegfall der Förderung für Leitung abgesprungen.



Zu Kühlen wären lediglich Schlaftzimmer, Büro und Wohnzimmer, alles andere müsste nicht belüftet bzw ist auch nicht vorgesehen.



Grüße
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Beitragvon transformer » 09.07.2010 21:38 Uhr

Hallo wauwau,

gerade das Grundwasser bietet die besten Kühloptionen! Da im Jahresgang etwa 10 °C warm (kalt) kann damit eine passive Kühlung realisiert werden. Du brauchst nur einen zusätzlichen Wärmetauscher, Grundwasser gegen Heizungswasser, dann braucht die Wärmepumpe gar nicht zu laufen. Es genügen die Brunnenpumpe und die Heizungspumpe.

Über Flächenheizungen sind nur relativ moderate Kühllasten machbar, je nachdem etwa 3-4 °C. Was aber in den allermeisten Fällen vollkommen ausreicht.

Die Empfehlungen meiner "Vorschreiber", gleich eine Klimaanlage mit Heizfunktion zu nehmen, kann ich überhaupt nicht teilen.

Zum Thema heizen: mit etwa 10 °C ist das Grundwasser die wärmste Wärmequelle. Wenn die Wasserqualität passt, ideal. Wo soll Dein Haus wohnen?
:idea: Infos bei http://www.klima-innovativ.de einholen.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.07.2010 08:19 Uhr

Zur Kühlung empfiehlt sich auch ein so genannter Sole-Erdwärmetauscher, nur das im vorliegenden Fall nicht das Erdreich als Energiegeber fungiert, sondern die Grundwasserquelle. Simplerweise würde man dann das Kollektorrohr in die Grundwasserquelle legen und die Umwälzung überträgt dann das kühle Trägermedium zum Wärmetauschermodul.

[img]http://ecotec-energiespartechnik.de/assets/images/Sole-EWT-164x260.gif[/img]
Vergrößerte Darstellung des Anlageschemas und des Systembilds unter
http://ecotec-energiespartechnik.de/Dat ... le-EWT.gif
http://ecotec-energiespartechnik.de/Dat ... embild.gif

Montageanleitung und Betriebsvorschrift - Helios Sole-Erdwärmetauscher (SEWT)
http://ecotec-energiespartechnik.de/Dat ... chrift.pdf

Mit der technischen Variante über einen Zuluft-Wärme- bzw. Kältetauscher hat man eine gute Elektroeffizienz, die sommerliche Kühlung ist hiermit optimal zu handhaben.

Gruß

Thomas Heufers


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