Da kann ich nur beipflichten! Ich bin auch nicht der ausgebildete Starkströmer, deshalb kenne ich nicht die Feinheiten einer
effizienten Gleichrichtung im Megawattbereich.
Der Windkraftgenerator dürfte Drehstrom liefern, man bräuchte also eine DB-Gleichrichtung. Synchrongleichrichter wie beschrieben kenne ich nur für kleinere Leistungen, aber immerhin mag es die MOSFETs auch schon für den kA-Bereich geben.
Für mich stellt sich bei dieser Anwendung auch die Frage, ob die Halbleiter für den rauhen Betrieb einer solchen Anwendung robust genug sind (z.B. Spannungsfestigkeit etc.). Immerhin sind z.B. Blitzeinschläge in Windrädchen möglich, was die Spannung in den Versorgungsleitungen kurzzeitig spürbar in die Höhe treiben dürfte.

.
Wir hatten hier so etwas gerade live: das Windrädchen verlor zwar ein Blatt durch Brand bzw. Verkohlung, die Lagerung bekam noch während der automatischen Notbremsung Schäden wegen der Unwucht, aber die Umwandlungs- und Einspeisungs-Elektronik trug m.W. keinen Schaden davon.
Außer Dioden wären auch noch Thyristoren möglich, die man in Synchrongleichrichtermanier ansteuern könnte. Die gibt es in beachtlichen Größenklassen, was Spannungs- und Stromfestigkeit angeht. Sie sind extrem robust; allerdings ist auch ihr Durchgangsverlust höher als bei MOSFETs und liegt etwa im Bereich der Dioden.
Die Verlustwärme-
Ableitung als solche sehe ich bei 2 kW weniger als Problem an als den dauerhaften Verlust dieser 2 kW an sich, denn permanent 48 kWh pro Tag zum Fenster hinausblasen ist ja auch nicht gerade der Hit. Wenn es dennoch sein muß, empfiehlt sich eine Flüssigkeitskühlung etwa per Heatpipes, wenn es lüfterlos und trotzdem sicher sein soll. Bei einer 300.000 A - "Diodenwand" zwecks Badstrom-Gleichrichtung in einem Aluminiumwerk habe ich sogar schon Siedekühlung gesehen, allerdings nicht mit Wasser wie z.B. bei Hochleistungsröhren, sondern mit einem Medium, das schon deutlich niedriger siedet.
Also: machbar ist allerhand, aber nur der Spezialist kann sagen, was im Einzelfall das Optimale ist. "Ein wenig Ahnung" sollte man dagegen immer haben, wenn es um solche Dinge geht, sonst geht es einem wie unserem Techniker, den das Werkzeug in der Beintasche seiner Blaukombi buchstäblich an einer Stromschiene des Aluwerks festnagelte, weil er das immense Magnetfeld um den freiliegenden 300 kA-Stromleiter nicht bedacht hatte

. Passiert ist ihm nix weiter, denn die Badspannung beträgt nur um die 3 V, aber er guckte doch etwas verstört aus der Wäsche!