Hallo,
das mit der Strahlungswärme ist aber nur die halbe Wahrheit.
Denn eigentlich wird diese doch als eher unbehaglich empfunden. Das gilt insbesondere wenn die Temperaturen der einzelnen Umgebungsflächen stark voneinander abweichen und sich damit große Temperaturdifferenzen einstellen.
Denken wir nur mal an die alten Gußradiatoren in frühen Heizanlagen mit 80-90°C Oberflächentemperaturen unter den mit Eisblumen verzierten einfach verglasten Fenstern. Unangenehm oder angenehm?!
Sicher eine Extremsituation, wie wir sie heute kaum noch finden werden.
Strahlungswärme ist immer dann günstig, wenn sie von Flächen mit eher geringer Temperaturdifferenz zur Raumlufttemperatur abgegeben wird. Um Leistung auch im Strahlungsbereich zu erhalten sind daher große Flächen notwendig (z.B. Decken- oder Wandheizung). Die Flächen können übrigens kleiner werden je weiter die Wärme abgebenden Flächen entfernt sind, da die Temperatur größer werden kann ohne die Behaglichkeit zu beeinflussen (z. B. Loft-/Hallenbeheizung).
Strahlungswärme ist im Übrigen auch bei den Zehnder-Heizkörpern von BAUFIPLUS vorhanden.
Allerdings ist deren gerichtete Fläche recht klein. Es wird also entweder unbehaglich, weil die Temperaturen rauf müssen, oder der Strahlungsteil wird klein und nicht empfunden.
Wer nun seinem Heizungsplaner nicht mehr glauben will, der frage doch mal seinen Anlagenbauer und entscheide dann, ob er die Kosten für die "Strahlungsheizung" tragen will.
Das mit der Speichermasse ist eher eine Geschmacksfrage.
Richtig ist, daß i.d.R. eine große Masse die Wärme auch lange hält und verzögert an die Umgebung abgibt.
Ungünstig ist aber die Tatsache, daß der Ofen eine träge Wärmecharakteristik und eine lange Anheizphase besitzt.
Was bitte nützt mir denn die Abgabe der heute eingeheizten Wärme in drei Tagen?

Die Wetterbedingungen sind heute regelmäßig so instationär, daß wir auch im Winter nicht mit konstant niedrigen Temperaturen rechen dürfen. Heute noch um 0°C, Übermorgen 18°C wird keine Ausnahme bleiben.
Ich heize meinen Ofen also an, wenn ich Wärme möchte und das dann möglichst schnell.
Gegen die Einspeisung in ein Zentral-Heizungssystem spricht allenfalls der notwendige technische Aufwand und die notwendige Investition.
Das ist aber eher ein wirtschaftliches als ein physikalischen Problem. Das gibt es auch - bei falscher Betriebsweise oder Materialwahl.
Stellt sich aber die Frage was Dr. Eisenschnick oder -schnack "physikalisch" nachgewiesen hat.
Grundsätzlich ist das System überaus vorteilhaft, weil sich die Wärme nahezu beliebig verteilen und energetisch sinnvoll nutzen lässt.
Ich kann daher jedem, der sich damit anfreunden kann auf ein Kachelmonster - zugunsten eines nahezu filigranen Stahlofens mit oder ohne Kermik oder Specksteinapplikation - zu verzichten, nur dazu raten die Mehrinvestition für den Wärmetauscher und die Peripherie statt für den Ofensetzer zu einzusetzen obwohl das ja auch ein ehrenwerter Beruf ist.
Grüße
xtr