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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
angela
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Beitragvon angela » 03.02.2009 19:24 Uhr

Hallo!
Nun sind wir glückliche Besitzer einer Pelletheizung (BioTech 2x 25kw) für insgesamt 550m² mit 6 Altbauwohnungen. Sind auch wirklich super zufrieden und happy.
Schön und gut...aber wir können keine Nebenkostenabrechnung erstellen weil niemand sich damit auskennt. Eine Firma, wir Techem) möchten wir der Kosten wegen nicht beauftragen...wir wollen ja schließlich mit der Heizung Kosten sparen. Unsere Installationsfirma hat Pleite gemacht, und nun?
Kann Jemand Hilfe geben?

Grüße aus der Wetterau, Angela

Oswald
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Beitragvon Oswald » 03.02.2009 22:39 Uhr

hallo


Ohne Messtechnik geht schon mal gar nix.
Techem kannste Dir sparen!
Wollt Ihr komplette Hausnebenkostenabrechnung machen oder nur Heizung?

Wenn nur Heizung, dann besorgt Euch 7 Wärmemengenzähler.
Kosten so 150-200,- Euro das Stück.
Die Abrechnung bei Techem kostet sicherlich auch 500-600 Euro im Jahr mit Zählermiete und Abrechnung.
Für WW kann man Warmwasserzähler benutzen. Wichtig Warmwasser! Da kenn ich allerdings keinen Preis.
Dann einen Wärmemengenzähler an die WW-Aufbereitung.

Am Anfang der Abrechnungsperiode die einzelnen Zählerstände notieren...
Am Ende wieder ablesen.

Die SUmme aller Verbäuche sind 100% = Gesamte Betriebsausgaben und "Brennstoffe" der Heizungungsanlage + Betriebsstrom + Schornsteinfeger + Umlage der Zähler auf die Eichzeit ( also wenn 5 Jahre Eichung dann Zählerpreis /5)

Für seinen eigenen Zähler zahlt jeder den z.B.: 1/5 -Anteil im Jahr
Der fürs Warmwasser wird noch mal durch alle Mieter geteilt
Die WW-Zähler werden genauso wie die WMZ berechnet

Wenn die Gesamtkosten der Anlage bei zB 10000,- € lagen.
Dann wird je nach Anteil gemessene Mengen an jedem WMZ durch die Gesamtsumme aller WMZ die Gesamtkosten verteilt
Da fällt dann auf den WMZ für WW ebenfalls ein Anteil ab.
Wieder die SUmme aller WW-Zähler ...... Quotienten der einzelnen Zähler zur Summe und den Anteil des WW_WMZ wieder aufteilen.

Summe aller WMZ = 50000 kWh
Wohnung 1 10000 kWh => 10000/50000*10000 = 2000,-€
Wonhung 2 5000kWh => 5000/50000*10000 = 1000,-€
Wohnung 3 7000 kWh => 7000/50000*10000 = 1400,-€
Wohnung 4 2000 kWh => 2000/50000*10000 = 400,-€
Wohnung 5 5000 kWh => 5000/50000*10000 = 1000,-€
Wohnung 6 12000 kWh => 12000/50000*10000 = 2400,-€
WW 9000 kWh => 9000/50000*10000 = 1800,-€

Summe aller WW-Zähler = 1000 m³
Wohnung 1 200m³ => 200/1000*1800 = 360,-€
Wohnung 2 150m³ => 150/1000*1800 = 270,-€
Wohnung 3 120m³ => 120/1000*1800 = 216,-€
Wohnung 4 50m³ => 50/1000*1800 = 90,-€
Wohnung 5 190m³ => 190/1000*1800 = 342,-€
Wohnung 6 290m³ => 290/1000*1800 = 522,-€

Gesamt
Wohnung 1 => 2360,-€
Wohnung 2 => 1270,-€
Wohnung 3 => 1616,-€
Wohnung 4 => 490,-€
Wohnung 5 => 1342,-€
Wohnung 6 => 2922,-€

Das ist die gerechteste Aufteilung, wenn die WMZ nicht zentral sondern nahe der Wohnung installiert sind, denn sonst haben die weiter von der Heizung entfernten WOhnungen einen höheren Verlust in der Leitung.

Wer es gern kompliziert mag kann noch die Wohnflächen zu einem bestimmten Porzentsatz in die Rechnung mit eingehen lassen.

Grüsse
Oswald
angela
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Beitragvon angela » 04.02.2009 09:30 Uhr

Herzlichsten Dank, lieber Oswald!

Bitte noch ein paar Fragen:
Selbstverständlich haben wir für jede Wohnung einen Wärmemengenzähler sowie Kalt-und Warmwasserzähler.
Bei WMZ wieso teilen durch 10.000?
Bei WWZ wiesoteilen durch 1800?
Spielt nicht auch der Kesselwirkungsgrad (wie bei Öl) eine Rolle. Diese Abrechnung ist ja super einfach.
Desweiteren haben wir noch Wasser-Zähler mit der Bezeichnung
KW Speicher, KW rechts, KW links sowie GW. Was in aller Welt sind dies für Zähler und welche Bewandnis haben diese in der Nebenkostenabrechnung da über diese eine Menge m³ aufgelaufen sind.
wilbur245
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Beitragvon wilbur245 » 04.02.2009 13:23 Uhr

wwww
Zuletzt geändert von wilbur245 am 05.03.2009 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon angela » 04.02.2009 15:49 Uhr

Hallo Oswald,

habe nicht richtig gelesen. Dies mit dem Teilen durch Gesamtverbrauch ist klar. Die vier anderen Zähler sind noch völlig unklar. Wo sind die zuzuordnen?
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir keinen eigenen WW-Wärmeenergiezähler haben?! Die Zähler sind nur nach Wohnungen beschriftet. Es sind auch nur lediglich diese Zähler vorhanden. Für Warmwasser benötige ich aber doch auch die Aufbereitung mit Pellets.

Grüße Angela
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Beitragvon Oswald » 04.02.2009 21:50 Uhr

hallo


Ista, Techem, Brunata oder A+S machen das ALLE genauso!
Also lass Dich nicht ins Boxhorn jagen.

Du musst nur unbedingt darauf achten mit den Zählern nicht aus der Eichzeit zu kommen und alle gesetzlich vorgesehenen Gesamtkosten heranzuziehen

Bei meinem Rechenbeispiel waren die 10000 die Gesamtkosten von 10000,-€ und die 1800 die 1800,-€ vom WMZ am WW.
Den braucht Ihr dann auch, damit es korrekt wird.

Der Wirkungsgrad der Anlage ist völlig kappes, da Betriebskosten ja durch die Rechnungen nachweisbar sind und die werden ja nur nach Verbrauch aufgeteilt.
Der gute oder der schlechte Wirkungsgrad trifft ja alle gleich.

Es hört sich aber so an, als ob die WMZ alle im Heizraum sind?
Wenn die Rohrleitungen zwischen WMZ sehr unterschiedlich lang sind, ist das ein durchaus anfechtbarer Punkt in der Abrechnung.
Selbst mit guter Isolierung kann es da zu unterschiedlich grossen Verlusten in der Energiemenge kommen.
Auf der anderen Seite hätte eine Heizkostenabrechnungsfirma auch nur die Zähler und die rechnen auch einfach so ab.

4 Zähler sind unklar?
6 Wohnungen und ein WMZ für das WW macht 7 Zähler.
Was issn da unklar?

@wilbur

Genau.... immer schön die Mieter alles bezahlen lassen.
Ich würde mit den Mietern mal sprechen, dass sie auf diese Weise sicher 50-100,-€ im Jahr an Kosten sparen können, wenn man selber abrechnet.
WIr reden ja auch nur von der Heizkostenverteilung und nicht von den Hausnebenkosten.
Und wenn schon! 6 Parteien abzurechnen ist vielleicht ein Tag Arbeit und dann ist man durch.

Ärger mit Ihren Mietern haben immer nur die Vermieter, die einfach alle möglichen Kosten umlegen wollen, die in der Abrechnung nix verloren haben! WIe zum Beispiel die Grundsteuer! Gelle!?!?
Oder schön billig elektrische DUrchlauferhitzer oder Boiler in die Mietswohnung, dann hat man ja keinen AUfwand beim berechnen und die Zeche zahlt ja auch der Mieter!
Die Pappenheimer kenn ich schon! Danke fürs Gespräch!
Musst ja nix vermieten, wenn die bösen Mieter so nervig sind!

@Angela
KW oder KWZ sind Kaltwasserzähler.
Die halten länger als WWZ (Warmwasserzähler) und haben eine längere Eichfrist (weis ich aber nicht 100%ig ob es noch so ist)

GW sagt mir so erst mal nix

Du brauchst auf eden Fall für jede WOhnung einen WWZ und einen KWZ. Der KWZ gilt für die HNK und der WWZ wird für meine beschriebene Berechnung der WW-ENergie benötigt.

Grüsse
Oswald

oakgast
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Beitragvon oakgast » 04.05.2010 15:18 Uhr

Kommentar von "hauber" erstellt am 04.05.2010,16:16
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Hallo, da müßte man das Problem an der Wurzel packen.
Wie wird der Brennstoffverbrauch zum Stichtag der Heizkostenabrechnung bestimmt ?
Gruß
Manfred
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