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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: EEH 70 Mogelpackung?

xiphox
*
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Hallo,

ich halte folgende vorliegende Variante eines EE 70 Hauses für äußerst unwahrscheinlich und möchte mich daher gerne informieren.

Wie gesagt, der genannte Standard wird versprochen bei einer Außenwand U-Wert 0,28, Dach 0,16, Fenster 2-Scheibenverglasung, Fußbodendämmung 4cm. Heiztechnik ist hier Brennwert mit Solaranlage mit Heizungsunterstützung.
Ohne Luftdichtheitsprüfung.

Bei mir haut der Nachweis nur hin, wenn der Deckungsgrad der Solaranlage bei über 40% liegt. Dabei sei dazu gesagt, dass sie nur etwa 12m² besitzt.

Was sagt Ihr, ist dies machbar und wenn ja, was hat man in Zukunft davon? Können Solaranlagen bei der Größe überhaupt diesen Deckungsgrad erreichen?

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Nach der Informationslage würde ich auch eher von einer Mogelppackung sprechen, zumal der Primärenergiefaktor mit der Brennwerttherme auch noch sehr ungünstig anzusetzen ist.
Nimm die Unterlagen mit zur Verbraucherzentrale und lass diese im Rahmen einer Energieberatung überprüfen! Für einer kleinen Obulus kann man dort durch einen Sachverständigen für Baufragen die Unterlagen checken lassen.
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/...

Gruß

Thomas Heufers

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05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
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http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 16.03.2010 06:35, insgesamt einmal bearbeitet

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roro
*****
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Zitat:
Wie gesagt, der genannte Standard wird versprochen bei einer Außenwand U-Wert 0,28,


Das ist bei einem Neubau nicht akzeptabel, da hat mein komplettes Haus einen besseren U-Wert (Ich habe aber bereits vor 5 Jahren gebaut).

Zitat:
Bei mir haut der Nachweis nur hin, wenn der Deckungsgrad der Solaranlage bei über 40% liegt. Dabei sei dazu gesagt, dass sie nur etwa 12m² besitzt.


Glaube nicht, dass das möglich ist.

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xiphox
*
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Ich habe es mir bereits gedacht.

Allerdings gibt es noch eine wichtige Information, die die ganze Sache mir noch unwahrscheinlicher macht. Das Gebäude soll voll unterkellert mit offenem Treppenhaus und auch hier ist der U-Wert der Außenwand bei ca 2,8 aber eher schlechter.

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xiphox hat Folgendes geschrieben:
IDas Gebäude soll voll unterkellert mit offenem Treppenhaus und auch hier ist der U-Wert der Außenwand bei ca 2,8 aber eher schlechter.

Warm oder Kaltkeller? Je größer das Gebäude und je mehr es der optimalen bauform eines Würfels kommt (Verhältniss beheizte Wohnfläche/Außenfläche) deste einfacher ist es die Kfw-Kriterien zu erreichen.

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xiphox
*
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Also in den Kellerräumen sind keine Heizkörper vorgesehen, allerdings soll das Brennwertgerät im Keller untergebracht werden.

Bedeutet dies nun, dass es sich um einen Kaltkeller handelt?

Fakt ist, dass der Deckungsgrad der Solaranlage, je nachdem wie hoch man ihn annimmt, alles wieder rausholt... Hier sind wie gesagt aber über 40% nötig.

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Wird der kalte Keller mit offenen Treppenhaus ausgeführt, ist die Gefahr der Tauwasserbildung sehr hoch. Speziell in den Sommermonaten kann die warmfeuchte Luft an den Kellerwänden kondensieren. Konservative Bauweisen haben aus diesem Grunde immer einen geschlossenen Kellerzugang. Bei energiesparenden Bauweisen mit Raumluftanlagen wird der Keller thermisch abgeschottet und der Zugang zu der warmen Gebäudehülle luftdicht ausgeführt.

Gruß

Thomas Heufers

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xiphox
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Ja, die Lösung ist sicher keine zeitgemäße Variante und ich würde dies auch niemandem empfehlen.

Was ich jedoch nach wie vor nicht nachvollziehen kann ist, ob dies rein rechnerisch überhaupt sein kann? Ebenso wie die Annahme des Deckungsgrades erscheint mir utopisch.

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xiphox hat Folgendes geschrieben:
Ja, die Lösung ist sicher keine zeitgemäße Variante und ich würde dies auch niemandem empfehlen.

Kalt oder Warmkeller ist Geschackssache. Es muss halt richtig gemacht sein.
Ich konnte schon ein Passivhaus mit Kaltkeller bei einer lokalen von der Gemeinde initiierten Bau- und Renovierungstagen besichtigen.

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xiphox
*
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Ich bezog mich mit meiner Aussage darauf, jemandem einen einen ungedämmten Keller, der offen zum Wohnbereich ist, zu empfehlen.

Ansonsten ist es sicherlich Geschmackssache.

Leider konnte mir die Frage des Deckungsgrades noch nicht sicher beantwortet werden. Was sind bei einer Kollektorfläche von 12m² und ca 130² Wohnfläche realistische Deckungsgrade, bzw. wo liegen sie im allerbesten Fall?

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xiphox hat Folgendes geschrieben:
Ich bezog mich mit meiner Aussage darauf, jemandem einen einen ungedämmten Keller, der offen zum Wohnbereich ist, zu empfehlen.

War nicht klar

xiphox hat Folgendes geschrieben:
Leider konnte mir die Frage des Deckungsgrades noch nicht sicher beantwortet werden. Was sind bei einer Kollektorfläche von 12m² und ca 130² Wohnfläche realistische Deckungsgrade, bzw. wo liegen sie im allerbesten Fall?

Du must eher den schlechten Fall betrachten. in Nordbayern wirst du in 01-02/2010 eher 0% Deckungsgrad bekommen haben da die Sonnenscheindauer extrem niedrig war.

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oakgast
*****
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Kommentar von "@homesweethome" erstellt am 16.03.2010,06:59
Thema: Sonstiges(Sonstige Erfahrung)

Hallo,
ganz wichtige Frage !
EEH70 nach 2007 oder nach 2009

Heute sollte man der Erstellung der KFW-Nachweise wirklich Bedeutung schenken. Man sollte ein Büro dafür richtig bezahlen und nicht Standardlösungen im Rahmen von Gefälligkeiten nutzen. Ein guter Nachweis sollte einem einige 100 € wert sein.

Gefälligkeiten bieten keine Gewährleistungen in dem Fall, wenn der Nachweis nicht ok ist.

Die KFW nennt das einfach Subventionsbetrug und fordert die bewilligten Gelder zurück.


Mail an @homesweethome


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