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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
hansi01
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Beitragvon hansi01 » 10.01.2010 10:48 Uhr

Hallo,
habe schon einiges hier im Forum gelesen und habe jetzt ein für uns großes Problem.
Wir wohnen in einem Haus (gebaut 1990) und im EG gibt es eine eine FHB und in den oberen Zimmern Radiatoren + ein FB-Rücklauf im Bad.
Ursprünglich gab es nur ein Raumthermostat für das ganze EG (der Heizungsbauer hat gesagt, man hat doch überall die gleiche Gradzahl). Dies passte auch solange( vielleicht nicht heizungstechnisch sinnvoll) bis wir einen Specksteinofen bekamen. Da das Raumthermostat im WZ hing, wurde es überall kälter als der Ofen an war. Daraufhin haben wir uns Funkthermostate der Firma Watt gekauft und in den FB-Verteiler eine Elektronik mit Stellantrieben. Somit konnte man ja auch die einzelnen Räume regeln. Irgendwie hat dies aber nie so richtig gepasst und die Unzufriedenheit der Familie fing ( Frau und 3 Kids) an. Wenn der Ofen an ist, werden natürlich die Fliesen kalt und alle waren es bis zu diesem Zeitpunkt gewohnt, nur mit den Strümpfen im Haus herum zu laufen, aber dies nur nebenbei.
Durch diese ganzen Dinge musste ich mich mit meiner Heizung etwas beschäftigen, Ölheizung mit einem Körtingbrenner (17-20 kw), Außenfühler und 2 Kreise, 1 x FBH und 1 x Radiatoren. Die Heizkörper sind aber selten an, nur im Bad und natürlich der Rücklauf. Da es die Firma Körting aber nicht mehr gibt, habe ich auch keine Spezialisten dafür. Die Heizung wurde damals von einem bekannten meiner Eltern gemacht und somit ist nicht alles so, als wenn es eine Firma gemacht hätte.
Nun zum eigentlichen Problem. Ich habe nun gelesen, das der hydr. Abgleich sehr wichtig ist und so etwas wurde nie gemacht. Im vorigen Jahr wurde im FB-Kreis eine neue Pumpe Alpha2 (25-40, 180) eingebaut. Die Pumpe habe ich nun auf 3 gestellt, sodass sie max. arbeiten muss.
Als Steilheit habe bei der FBH jetzt 0,7 eingestellt (Werkseinstellung 1,0) und bei den Radiatoren (1,3). Nun habe ich zuerst einmal den elektr. Verteiler der Raumthermostate sowie die Funkthermostate abgeklemmt und alle Kreise an den Durchflussmessern aufgedreht (zwischen zu und ganz auf sind es 3,5 Umdrehungen), damit voller Durchfluss ist, aber es wird in einigen Räumen nicht richtig warm. An der Heizung habe ich als Raumtemperatur mal 22 Grad eingestellt. Im Bad zeigt ein Thermostat 18,7 Grad an, aber die Fliesen sind lauwarm.
Da das Bad eher weit weg ist, habe ich heute in den nahen Räumen wie Küche und Flur den Durchfluss um 1-2 Umdrehung zugedreht. Im Bad wird es nun allmählich wärmer.
Auf der Seite heim24.de steht, das es ein Verhältnis/Tabelle gibt, bei welcher Größe des Heizkreises man wieviel Umdrehungen machen muß
http://heima24.de/wissenswertes/fussbod ... ellen.html

heima24 – Anleitungen (links unten) –usw.
Entfernen Sie zunächst die Abdeckkappe des einzustellenden Heizkreises am Vorlaufverteiler. Drehen Sie dann mit einem kleinen Schraubenzieher die innere Schlitzschraube soweit auf (gegen Uhrzeigerrichtung), dass ein Innensechskant (5mm) gerade noch in die große Einstellschraube passt, ohne beim Drehen herauszurutschen. Als nächstes die große Einstellschraube mit dem Innensechskant ganz zudrehen. Nun erfolgt die eigentliche Voreinstellung, indem die große Einstellschraube gemäss der Umdrehungszahl aus der Heizflächentabelle aufgedreht wird.
Beispiel:
Kreislänge 75m = 3 Umdrehungen = Einstellschraube 3 Umdrehungen öffnen Zum Schluss die kleine Schlitzschraube in der Mitte ganz eindrehen. Somit bleibt der Voreinstellwert beibehalten, auch wenn später einmal für Wartungsarbeiten der Heizkreis zu und wieder aufgedreht wird. Abdeckkappe wieder aufschrauben, fertig. Die restlichen Heizkreise nicht vergessen.
Da es auch keine Pläne über Meterlängen der einzelnen Kreise gab, habe ich dies gestern ausgerechnet. Habe gelesen (heima24.de), das bei einem Verlegeabstand von 10 cm ca. 9m Rohr auf dem Quadratmeter kommen(15 cm ca. 5,8m und bei 20 cm ca. 4,6). So habe ich alle Räume gemessen und die Zuleitungslängen hinzugerechnet, sodass ich nun die ungef. Meterlängen habe.
Die einzelnen Kreise: in Klammern (mit Zuleitung)
Flur 43m (49)
Flur 35m (40)
Küche 65m (66)
EZ 23m (35)
EZ 63m (72)
WZ 75m (87)
Bad 54m (69)
KZ 52 (67)
Über dem Durchflussmesser sitzt ja der Innensechskant, um den Durchfluss zu regeln. In diesem Innensechskant gibt es aber noch eine Schraube, welche ich auch auf- und zudrehen kann. Wenn ich daran drehe, ändert sich der Durchfluss ebenfalls.
Ich habe nun verschiedene Abhandlungen gelesen, wie man einen Abgleich machen kann, Ventile auf oder Ventile zu usw. Wie kann/muss ich jetzt am besten vorgehen, um diese grundlegende Sache eingestellt zu bekommen?
Wenn ich die Funkthermostate später nochmals (vielleicht) anschließen möchte, muß ja die Grundlage stimmen.


- Vorab Entschuldigung für die vielen Fragen, aber irgendwie scheint doch alles zusammen zuhängen.
- Wie kann ich nun am besten den Hydr. Abgleich machen
Da ich momentan die Raumthermostate abgeklemmt habe, gibt es im EG ja überhaupt kein Thermostat mehr. Vorher weiß die Heizung denn nun, ob die 21 Grad erreicht sind.
Eigentlich müsste ich doch nun ein anderes Thermostat im EG anschließen als Referenz , oder?
- Warum sind diese Schrauben im Innensechskant und wie müssen sie stehen ( offen oder zu)?
Vor allem jetzt bei der ganzen Testerei.
- Gibt es eine Tabelle, wo man ausrechnen/ersehen kann, wie die Durchflussmenge bei einer gewissen Meterzahl sein muß?
Wird bei der Längenberechnung der Kreis die Zuleitungslänge dazu addiert oder nur die Raumfläche?

- Ist meine Heizkurve zu klein bzw. zu flach mit 0,7? Radiatoren ebenfalls

- Ist die Pumpe zu klein, besser 25-60?

- Was ist maßgebend die Anzeige am Raumthermostat ( z.B. 18,7 Grad) oder ob die Fliesen warm sind?

- Am elektr. Verteiler der Raumthermostate kann man auch
eine Leitung anschließen, welche zur Umwälzpumpe geht. Wäre dies nicht sinnvoll, um schon an der Umwälzpumpe zu regeln, ob es im EG schon warm genug ist oder nicht?


Grüße aus dem Saarland

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Beitragvon machtnix » 10.01.2010 10:59 Uhr

Ist mir zu lang zum lesen.
Den hydraulsichen Abgkeich machst du am besten mit einem Differenztemperaturthermometer.
http://www.testo.de/online/abaxx-?$part ... ch.product

Hier versuchst du den Vorlauf auf eine bestimmte Wohlfühltemperatur zu bringen,z.B.35°C oder40°C.
Das gnaze Geraffel mit der Einzelraumregelung kannste dir sparen wenn du den Hydraulsuichen abgleich einmal sauber gemacht hast.

Lies dich mal hier ein: http://www.hydraulischer-abgleich.de/de ... ot=norobot
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Beitragvon hansi01 » 11.01.2010 12:52 Uhr

Hallo,

war vielleicht zuviel die ganze Geschichte zu erzählen, sorry.

Ich habe jetzt die einzelnen Kreise mit dem Außensechskant unterschiedlich zugedreht und habe nun in den meisten Räumen angenehme Temperatur, ca. 21-22 Grad. Als die nahem Räume etwas zugedreht wurden, wurde es auch im entfernten Bad bzw. KZ warm.

Meine Pumpe steht noch auf 3 und als Raumtemperatur habe ich an der Regelung 21 Grad eingestellt (Nachtabsenkung aus).

Ist es richtig, die Räume jetzt über die Anzeige des Thermostates in den einzelnen Räumen einzustellen?

Was für mich wichtig wäre:

Muss ich für die weitere Einstellung ein Raumthermostat im EG anbringen, damit die Heizung weiß, wann sie aufhören soll zu heizen oder wird dies über den Rücklauf "berechnet".

Kann ich diese Innensechskant offen lassen, vielleicht hätte jemand Lust, mir dies kurz erklärbar zumachen. Ich habe schon tech.Verständnis, nur heizungstechnisch hinke ich etwas hinterher.
Es ist auch schwer, aus den ganzen Info aus dem Netz sich das wesentliche rauszulesen.

Gibt es eine Berechnung, bei welcher Länge man wie viel Umdrehungen machen muß. Habe schon gegoogelt, aber nicht richtiges gefunden.

Grüße und Hoffnung auf Verständnis

Ein Saarländer
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Beitragvon hansi01 » 16.01.2010 19:12 Uhr

Hallo,

ich habe nun in den letzten Tagen die Durchflussmssser so eingestellt (zugedreht) das die eingestellte Temperatur an der Heizung von 21Grad in den Räumen wie WZ EZ und Küche passt. In den etwas weiter entfernten REäumen wie KZ und Bad sind die Fliesen warm, aber das Thermometer im Raum zeigt eher 19-20 Grad an. Müsste ich wahrscheinlich die nahen Räume wieder etwas zudrehen, damit dort der Durchfluss etwas geringer wird und die entfernten Räume mehr erhalten.
Oder etwas falsch verstanden?

Nun habe ich gestern die Heizkurve von 0,55 auf 0,5 verringert und es wurde nach einiger Zeit in den Räumen etwas kälter, ca 0.5-1,0 Grad.

Was wäre nun sinnvoller oder heizungstechnisch sinnvoller?

Ich könnte ja nun die Heizkurve so lassen und den Durchfluss wieder etwas aufdrehen, damit die Räume die 21 Grad wieder erhalten oder die Heizkurve wieder auf 0,55 erhöhen.

Oder bin ich jetzt etwas "durcheinander", bin ja erst am lernen.:-))

Wenn ich nun alle Räume auf 21 Grad einstelle, später die Funkthermostate wieder anschließe und z.B. das KZ mal auf 23 Grad erhöhen möchte, funktioniert dies dann überhaupt. Der Durchfluss wurde doch auf 21 Grad eingestellt. Klar ist, das eine Erhöhung am Raumthermostat den Stellmotor veranlaßt, den VL weiter zu öffnen, aber die Temperatur des Wassers wird doch durch die Heizungsregelung bestimmt und dort sind doch 21 Grad eingestellt.
Bringe ich jetzt alles durcheinander oder stimt dies?

Die Heizkurve reagiert doch auf die Außentemperatur. Geht die AT hoch wird auch der Vorlauf geringer. Wenn der VL geringer ist, müsste es doch auch in den Räumen wieder kälter werden, oder?

Habe versucht in den ganzen Beiträgen oder Dokumenten dies herauszulesen, aber dort sind solche Abhängigkeiten für mich nicht direkt ersichtlich.

Versuche ja alles zu verstehen und beschäftige mich damit, aber praxisgerechte Beispiele sind für mich besser verständlich als Abhandlungen.

Grüße und die Hoffnung auf Verständnis für die Nachfragen
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Beitragvon machtnix » 16.01.2010 19:58 Uhr

Hier ist das Thema Heizkurve sehr schön und verständlich erklärt.
http://www.shk-mayer.de/Page/Waermeerze ... kurve.html

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