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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.11.2009 15:03 Uhr

Auch für die THZ 303 SOL gilt: Die werkseitigen Steuerungen der Heizungsanlagen sind auf die Einzelraumregelung ausgerichtet. Ohne Einzelraumregelung muss die Kommunikation mit der Heizungssteuerung sichergestellt sein.
Auf jeden Fall wäre ein Gespräch mit der technischen Abteilung bei tecalor bzw. STIEBEL ELTRON zu dem vorgenannten Punkt anzuraten.
Wenn sich da Neues ergibt, dann teile es bitte hier im Forum mit!
Genauso gespannt bin ich auf Deinen Erfahrungsbericht nach der praktischen Umsetzung, speziell das Verhalten an sonnigen kalten Wintertagen.

Übrigens, wir reden hier von i.d.R. 5 Monaten im Jahr (November bis März) in denen der Heizungsbetrieb aktiv ist. Sind die Einspareffekte wirklich so nennenswert. Wahrscheinlich würde das Entsorgen des Wäschetrockners schon nach 4 Wochen mehr einsparen, als die angestrebten Maßnahmen ohne Einzelraumregelung an der THZ 303 Sol im Jahr erzielen.

Zu Wirkung einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung:
Die Abluft geht unter optimalen Bedingungen (5° Celsius Außentemperatur) mit 21° Celsius über den Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher. Die Zuluft geht mit 85 % Wärmerückgewinnung in die Lüftungsverteilung, das heißt im Idealfall 18° Celsius an Zuluftdüse/-ventil. Mit der verteilten Luft kann man keinen Wohnraum auf 18° halten, ein Wärmegeber ist erforderlich. Mit fallenden Temperaturen ist der Wärmerückgewinnungsgrad entsprechend niedriger.

Temperaturunterschiede: Die Raumtemperatur ist schon sehr unterschiedlich. Wir haben in den Schlafräumen ganzjährig ohne Heizungsbetrieb 16 - 18° und im Wohnzimmer 21,5° Celsius.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Basti16 » 27.11.2009 16:04 Uhr

Auch für die THZ 303 SOL gilt: Die werkseitigen Steuerungen der Heizungsanlagen sind auf die Einzelraumregelung ausgerichtet.

Was bedeutet das? Ohne Zu und Abschalten einzelner Kreise und damit ständigem Einfluß auf den Hydraulischen Abgleich arbeitet die Heizungsanlage nicht richtig?

Mit der verteilten Luft kann man keinen Wohnraum auf 18° halten, ein Wärmegeber ist erforderlich. Mit fallenden Temperaturen ist der Wärmerückgewinnungsgrad entsprechend niedriger.

Das verlangt doch keiner. Aber ein durch Sonne überhitzter Raum wird doch wieder runtergekühlt

Temperaturunterschiede: Die Raumtemperatur ist schon sehr unterschiedlich. Wir haben in den Schlafräumen ganzjährig ohne Heizungsbetrieb 16 - 18° und im Wohnzimmer 21,5° Celsius.

Das sind doch nur max. 5°C ist das sehr unterschiedlich?

Sind die Einspareffekte wirklich so nennenswert. Wahrscheinlich würde das Entsorgen des Wäschetrockners schon nach 4 Wochen mehr einsparen, als die angestrebten Maßnahmen ohne Einzelraumregelung an der THZ 303 Sol im Jahr erzielen

Der Stromverbrauch ist nur ein Teil der Ersparnis. Was kostet denn das Verkabeln und alle Stellantriebe inkl. der Thermostate? Sollte es wirklich einen (oder 2-3) Ra(ä)um(e) geben könnte man auch nur einen Stromanschluss in die Verteilerkästen legen und per Funk einzeln nachrüsten.
Ich bin im übrigen nur ein Bauherr und kenne mich nicht wirklich mit der Materie aus. Jedoch versuche ich mich zu erkundigen und hoffe auf Erfahrungen und verschiedene Meinungen

Oswald
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Beitragvon Oswald » 28.11.2009 00:48 Uhr

hallo nochmal....


Selbstregulierung?
Naja.... also ich glaube nicht wirklich daran. Ich erkläre gern warum:
Meine Räume haben hier 22 Grad.
Damit meine FBH Energie abgeben kann muss die VL-Temp so hoch sein, dass ein Temperarturgefälle zwischen dem Boden und dem Raum entstehen kann.
Dafür ist eine deutlich höhere Temperatur als 22 Grad nötig.
Je grösser die Verluste an Energie durch die Gebäudehülle sind umso grösser muss der Energiestrom zwischen Estrich und Raumluft werden also muss die VL-Temperatur höher werden.
Solange die VL-Temperatur höher ist als die gewünschte Raumtemperatur wird IMMER Energie in RIchtung Raum abfliessen.
Das wird erst gestoppt, wenn die Raumtemperatur der VL-Temperatur entspricht.
Nehmen wir also an die VL-Temperatur ist "nur" 35°.
Der Raum müsste sich also durch Sonneneinstrahlung auf diese 35° erhitzen, damit die Selbstregulieruing überhaupt einsetzen kann.
Bis dahin wird IMMER Wärme vom Boden abgestrahlt und sie addiert sich zur solar eingetragenen Wärme.
Ergo: Der Raum überhitzt!

Eine ERR kann sehr schnell auf die erhöhte RT reagieren und den Heizkreis schliessen.
Selbstredend dauert es trotzdem eine Weile, bis der Heizkreis so stark abgekühlt ist, dass kein Energieübergang mehr statt findet aber zumindest wird keine Wärme mehr nachgeliefert!

Ich denke, dass eine ERR im NEH keine nennenswerten Temperaturunterschiede in verschiednen Räumen herstellen kann.
Durch eine KWL wird dieser Effekt sogar noch verstärkt.

Vor Allem gibt es immer Räume auf der NOrdseite des Hauses und welche im Süden. Beide sonst gleuchen Räume haben unterschiedliche solare Gewinne und haben aber bei Nacht den ansonsten gleichen Energiebedarf bei gleicher Fläche und gleichen sonstigen Randbedingungen.
Einzig und allein eine ERR kann diesem Umstand Sorge tragen.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Basti16 » 28.11.2009 16:07 Uhr

Oswald:

Damit meine FBH Energie abgeben kann muss die VL-Temp so hoch sein, dass ein Temperarturgefälle zwischen dem Boden und dem Raum entstehen kann.

Basti:

Stimmt, nur die Oberflächentemperatur (Fußbodenbelag) ist geringer als die VL-Temperatur.

Je grösser die Verluste an Energie durch die Gebäudehülle sind umso grösser muss der Energiestrom zwischen Estrich und Raumluft werden also muss die VL-Temperatur höher werden.

Nehmen wir also an die VL-Temperatur ist "nur" 35°.

Nur??? Die VL wird heutzutage auf max. 30°C ausgelegt und das bei -16°c Außentemperatur

Der Raum müsste sich also durch Sonneneinstrahlung auf diese 35° erhitzen, damit die Selbstregulieruing überhaupt einsetzen kann.

Wie gesagt Fußbodentemperatur dürfte max. so um die 24°C liegen. Sonnenenergie wirkt hauptsächlich auf den Fußboden sobald die Sonne den Fußboden über die Oberflächentemperatur erwärmt fließt keine Wärme mehr.

Vor Allem gibt es immer Räume auf der NOrdseite des Hauses und welche im Süden. Beide sonst gleuchen Räume haben unterschiedliche solare Gewinne und haben aber bei Nacht den ansonsten gleichen Energiebedarf bei gleicher Fläche und gleichen sonstigen Randbedingungen.
Einzig und allein eine ERR kann diesem Umstand Sorge tragen.

Die solare Südgeschichte dürfte sich selbst regulieren und den restlichen Ausgleich macht die KWL die in alle Räume gleiche Temperatur einbringt jedoch unterschiedliche absaugt.

Hier noch einmal eine kleines Zitat dazu:

Bei einem sehr gut gedämmten Neubau reicht im Durchschnitt während der Heizperiode eine Fußbodentemperatur von 23 Grad Celsius aus, berichtet der Bundesverband Flächenheizungen (BVF). Die Temperaturdifferenz zwischen Boden und Raum ist damit sehr gering. Dies führt laut der Fachleute zu einem Selbstregelungseffekt: Sobald - beispielsweise durch Sonneneinstrahlung - die Raumluft auf natürliche Weise erwärmt wird, gibt der Boden weniger Energie ab. Bei einer Bodentemperatur von 23 Grad und einer Erwärmung der Raumtemperatur von 20 auf 21 Grad reduziert sich die Wärmeabgabe des Bodens um ein Drittel, berichten die Verbands-Experten.

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Beitragvon Basti16 » 30.11.2009 11:04 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Auch für die THZ 303 SOL gilt: Die werkseitigen Steuerungen der Heizungsanlagen sind auf die Einzelraumregelung ausgerichtet.


Hallo Herr Heufers,

ist Ihre THZ in irgend einer Form mit Ihrer ERR verbunden?
Ich hatte in Ihrer Parameterliste eine Einstellung für die Raumtemperatur gefunden.

MfG.
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Beitragvon Thomas Heufers » 30.11.2009 11:54 Uhr

Die Einzelraumregelungen greifen auf den Stellantrieb zu.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Basti16 » 30.11.2009 12:41 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Die Einzelraumregelungen greifen auf den Stellantrieb zu.


Also ist die ERR in keiner Weise mit der THZ verbunden?

Wozu dann die im Anhang aufgeführten Einstellungen in der THZ?

Haben Sie zu meinen anderen Beiträgen auch noch etwas zu schreiben?

MfG.
Dateianhänge
Ausschnitt Parameterliste--THZ-303-SOL.pdf
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Beitragvon Thomas Heufers » 30.11.2009 13:58 Uhr

Die Steuerung der THZ greift die Temperaturwerte vom Vorlauf/Rücklauf und vom Außenfühler ab. Man kann auch zusätzlich noch die Innentemperatur an die Steuerung übermitteln.
Die Temperaturwerte aus der Parameterliste werden nicht 1:1 von der Steuerung umgesetzt. Die Temperaturangaben aus der Parameterliste beziehen sich auf den obersten Wert, die Feinabstimmung erfolgt mit kleineren Werten über Raumthermostate.
In unserem Leitraum, das ist der Raum mit permanenter Nutzung und geringsten solaren Einflüssen, sind die Thermostate voll geöffnet. Hier ist ganzjährig ohne weiteren Eingriff die Raumtemperatur bei 21,5° Celsius. Man braucht sich nie um die Heizungsregelung kümmern, die Heizungssteuerung der THZ regelt dies vollautomatisch. Einzig das Zu- und Abschalten der Lüftungsanlage für die Winter-/Sommerzeit wird manuell durchgeführt.

Ich empfehle nochmals, wende Dich mit speziellen Fragen zur Einzelraumregelung direkt an tecalor bzw. STIEBEL ELTRON.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon denkedran » 01.12.2009 18:41 Uhr

Ja wenn das soooo ist.....

Die Steuerung der THZ greift die Temperaturwerte vom Vorlauf/Rücklauf und vom Außenfühler ab. Man kann auch zusätzlich noch die Innentemperatur an die Steuerung übermitteln.
Die Temperaturwerte aus der Parameterliste werden nicht 1:1 von der Steuerung umgesetzt.


Somit ist es wohl billiger und einfacher, die WP gleich mit einem einfachen Raumthermostaten ein und auszuschalten.

Das machen übrigens unsere EU- Nachbarn, die unterliegen nicht so einem irren Regelungs-Wahnsinn, wie wir Deutsche.

Gruß Denkedran

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