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homeboy76
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Beitragvon homeboy76 » 28.05.2009 11:30 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben uns ein REH ( KfW 60 ) mit Gas und Solarunterstützung gekauft.
Der Bau befindet sich gerade im Aushub.

Nun bekam ich einen Anruf vom Bauträger, er möchte eine Luftwärmepumpe
von Weishaupt zur Innenauftstellung einbauen. Für mich wäre die Umstellung kostenlos.

Soll ich das Angebot annehmen ?
Wir bauen in BW / Kreis Ludwigsburg.

Welche Informationen soll ich mir vom BT geben lassen ?
( Energiebedarfsrechnung ..... was noch )


Vielen Dank im voraus.

Gruss,
Homeboy76

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.05.2009 14:13 Uhr

Unter folgenden Links sind die Informationen, die dir bei deiner Entscheidungsfindung helfen.

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... epumpe.pdf

Wärmepumpen - Top oder Flop? Die Voraussetzungen müssen stimmen.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen ... mpen__293/


Grundsätzliche Vorausetzungen für eine Wärmepumpe sind eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle und eine Wärmeübergabe über Flächenheizungen.

Die Verbrauchskosten eines WP-Systems unter relativ guten Bedingungen kannst du unter folgenden Link einsehen.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/e ... pumpe.html

Kostenvorteil ist auch, dass der Hausanschluss für Gas wegfällt und keine monatlichen Pauschalen für Gasbereitstellung anfallen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon homeboy76 » 28.05.2009 16:48 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die Antwort.

Lieder habe ich aus den Links noch keine wirkliche Antwort gefunden.

Zur Information:
Wir haben im ganzen Haus Fußbodenheizung.

Wäre es möglich eine Luftwärmepumpe ohne elektrischen Zuheizer zu betreiben ?

MfG,
Homeboy76
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.05.2009 17:06 Uhr

Dazu müsste dein Anbieter die Heizlast berechnen lassen.
Ich glaube kaum, dass es mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe bei dem energetischen Standard Energiesparhaus KfW 60 bzw. Effizienzhaus 70 funktioniert ohne Heizstab funktioniert.

Siehe folgenden Link:
Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... 006-07.pdf

Eine Wärmepumpe ist nicht grundsätzlich energieeffizient, die optimalen Einsatzbedingungen müssen vorhanden sein.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 28.05.2009 17:06 Uhr

homeboy76 hat geschrieben:wir haben uns ein REH ( KfW 60 ) mit Gas und Solarunterstützung gekauft.
Der Bau befindet sich gerade im Aushub.

Wieso nur so schlecht? Wenn du schon neu baust sollte es mindestens EnergieEffizenzhaus 55 werden. (KfW60 udn KfW40 sind die alten Begriffe bis 2008, EnergieEffizenzhaus 55 ist praktisch KfW40)[/quote]

Wäre es möglich eine Luftwärmepumpe ohne elektrischen Zuheizer zu betreiben ?

Bei richtiger dimensionierung problemlos möglich.

Dein Bauträger sollte dir Infos über Heizlast und Wärmebedarf geben und das genaue Modell der Luft-WP mit Kälteleistung. Hier wird oft für den Bauträger Geld gespart und viel zu kleine WP eingebaut so das im Winter primär der Heizstab läuft
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Beitragvon 123-Energiesparen » 21.11.2009 10:01 Uhr

Hallo,

ich würde auf jeden Fall eine Luftwärmepumpe nehmen.

1. bei gleicher Preissteigerung von Gas gegenüber (1/3) Strom
ist es auch auf lange Sicht mit der Luftwärmepumpe immer günstiger.
2. Der Brennstoff Gas ist ein endlicher Brennstoff. Die Entwicklung an regenerativer Stromerzeugung hat mehr Zukunftspotenzial.

Die Luftwärmepumpe kann zu 100% ohne Heizstab auskommen, da ist Herr Heufers nicht auf dem neusten Stand. Es ist nur eine Frage der Dimensionierung. Es gibt drehzahl geregelte Luftwärmepumpen die
modulieren in der Leistung und sind daher nicht überdimensioniert.

Mit sonnigem Gruß

http://www.123-energiesparen.de

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Beitragvon machtnix » 21.11.2009 10:07 Uhr

123 und alles ist vorbei.
Nix gelernt oder was?
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.11.2009 10:39 Uhr

123-Energiesparen hat geschrieben:Die Luftwärmepumpe kann zu 100% ohne Heizstab auskommen, da ist Herr Heufers nicht auf dem neusten Stand.
Die von uns genutzte Luft-/Wasser-Wärmepumpe läuft seit 2004 ohne Heizstab.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/e ... pumpe.html

Ich kenne aber viele Beispiele, wo Bauherren sich für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe entschieden haben und das Tal der Tränen eingetreten ist. Hier im Forum wird man unter "Wärmepumpe" und "Verbrauch" fündig. Noch gestern hat mich jemand angerufen und mir von seinen immensen Energieverbräuchen (17.000 kWh auf 220 m²) Bericht erstattet. In dem Fall gab es auch massive Probleme mit der Vereisung, weil die Abtauung nicht einwandfrei funktionierte.


Ich kann nur jedem Interessenten nahelegen, sich an renommierte Fachbetriebe zu wenden. Bitte lasst Euch mehrere Referenzen zeigen, die schon mehrere Heizperioden hinter sich haben.

Die falschen Voraussetzungen für Luft-/Wasser-Wärmepumpen sind immer wieder genannt worden:
Wärmeübergabe über konventionellen Heizkörpern, zu hohe Heizlast im Verhältnis zum beheizten Gebäudevolumen, mittlerer bis schlechter Gebäudeenergiestandard, Anlageerneuerung anstelle einer Gas- oder Ölheizung


Eines muss jedem klar sein, auch eine Wärmepumpe verbraucht Energie und emittiert Abgase. Wenn sie große Wärmemengen bereitstellt, dann sollte man eher über eine energetische Sanierung nachdenken. Das ist langfristig in den meisten Fällen die bessere Entscheidung.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon parcus » 21.11.2009 11:11 Uhr

Es macht genauso wenig Sinn derzeit ein KfW60 zu bauen
wie dabei noch eine LWP einzusetzen.

Die Frage ist hier aber wohl eher, ob ein Bauherr sein Geld gerne verbrennt oder eine Firma dringend Aufträge braucht und daher massiv ihre Produkte in Foren bewirbt.

lg parcus
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Beitragvon bernhard geyer » 21.11.2009 16:19 Uhr

Wenn der Fragesteller jetzt noch nicht eingezogen ist wird der Bauträger vermutlich Pleite sein. Dann hat er andere probleme als Gas oder WP.

@123-Energiesparen: Das nächste mal bitte drauf schauen von wann der Thread ist!

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