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HeizerThomas
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Beitragvon HeizerThomas » 14.09.2009 12:06 Uhr

Hallo Gemeinde,


wir sind im Begriff ein freistehendes Einfamilienhaus zu bauen.
Mir liegt seit gestern das erste Angebot vor.
Nun habe ich als Laie leider keinerlei Ahnung, ob die folgenden U-Werte gut oder schlecht sind. Ich hätte gerne eure Meinung dazu.

Daten:

-freistendes EFH mit ca.140 m² Wohnfläche, 1,5 geschossig
-Standort Rheinebene Baden-Württemberg
-Heizung Luftwärmepumpe ( Modell und Leistung ist nicht aufgeführt )

U-Werte
Gesamt-Fenster Uw 1,2 W/m²K
Dach U-Wert 0,18-0,19 (Mineralwolledämmung 035 oder Steinwolle 035 Dicke 220 mm)
Gebäudehülle
Mauerwerk U-Wert 0,24 (Porenbetonmauerwerk z.b Ytong 0,09 / 035 Dicke 36,5 cm)
Gesamthülle Berechnung exakt nach Orientierung und Fensterfläche des Hauses
Keller Außenwand U-Wert ca. 0,35

Vielen Dank im Vorraus für eure Mühen !!![/b]

parcus
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Beitragvon parcus » 14.09.2009 13:57 Uhr

Ich habe hier ein Tool integriert,
mit dem man unterschiedliche u-Werte ermitteln kann:

http://www.energieeffizient-sanieren.or ... opic=280.0
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Beitragvon bernhard geyer » 14.09.2009 14:54 Uhr

Gesamt-Fenster Uw 1,2 W/m²K: Sehr mäßig. Lass dir Dreifachverglasung mit einem guten Rahmen anbieten

Dach U-Wert 0,18-0,19 (Mineralwolledämmung 035 oder Steinwolle 035 Dicke 220 mm): Halbwegs ok, Besser noch ein paar cm Aufdachdämung.

Mauerwerk U-Wert 0,24 (Porenbetonmauerwerk z.b Ytong 0,09 / 035 Dicke 36,5 cm): Maßig. Wieso Porenbeton? Willst du selber bauen?
Ansonten sollte Mauerwerk auf jedenfall < 0,20 sein, besser <0,15 sein

Keller Außenwand U-Wert ca. 0,35: Sehr mäßig, falls es sich um einen Warmkeller handelt.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.09.2009 19:57 Uhr

HeizerThomas hat geschrieben:Gesamt-Fenster Uw 1,2 W/m²K

Das lässt auf 2-fach-Verglasung schließen. 3-fach-Verglasung ist heute keine Besonderheit und kann gegen geringen Mehrpreis angeboten, hier sind Uw unter 1 W/m²K möglich.

HeizerThomas hat geschrieben:Dach U-Wert 0,18-0,19 (Mineralwolledämmung 035 oder Steinwolle 035 Dicke 220 mm)

Wenn das Dach eine große Fläche der Warmhülle einnimmt, sollte man einen besseren U-Wert anstreben, beipielsweise bei eingeschossiger Bauweise mit Obergeschoss und Spitzboden. Bei kleineren Dachflächen sind die Kälteeffekte natürlich geringer. Zellulose als Dachdämmung bietet auch einen sehr guten sommerlichen Hitzeschutz, die Dachgeschosse werden im Sommer nicht überhitzt, u.a. kühlere Schlafräume. Eine DWD-Platte als äußerer Dachabschluss unter der Pfannenlage bietet eine besseren sommerlichen Hitzeschutz und verbessert den Windschutz und bietet eine geschlossene Konstruktion (besserer Feuchteschutz für die Zwischensparren-Dämmung).

HeizerThomas hat geschrieben:Gebäudehülle
Mauerwerk U-Wert 0,24 (Porenbetonmauerwerk z.b Ytong 0,09 / 035 Dicke 36,5 cm)

Das ist eine mittlere Katastrophe, ein U-Wert der Außenwand von 0,24 W/m²K. Da kann man wirklich besseres Verlangen. Für was wird denn so etwas angeboten? Welcher m²-Preis? Ein U-Wert der Außenwand größer 0,17 W/m²K sollte nicht überschritten werden.

HeizerThomas hat geschrieben:Keller Außenwand U-Wert ca. 0,35

Nur als Kaltkeller akzeptabel.

Folgende PDF-Dokumente gehen auf das energiesparende Bauen ein.
http://www.zukunft-haus.info/fileadmin/ ... fZ_web.pdf
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... aeuser.pdf
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... omfort.pdf

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 15.09.2009 06:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Oswald
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Beitragvon Oswald » 14.09.2009 21:05 Uhr

hallo...

Also wie man letztendlich baut muss jeder selbst wissen.

Ich gebe nur einige Dinge zu Bedenken, die ich mir selbst auch gewissenhaft überlegt habe:

a) Einsparungen im Verbrauch
b) Wärmequelle mit geringerer Leistung
c) wertstabileres Gebäude
d) zinsgünstigere Teildarlehen

a) 0,1 Unterschied im U-Wert bei den Wänden und besseren Fenstern dürfte bei 140m² Wohnfläche überschlägig vielleicht "NUR" 200,-€/Jahr bei einer Luft/Wasser WP sein.
b) Heizlast veringert sich und man braucht statt einer 15kW Heizung vielleicht nur noch eine 7 kW Anlage mit einem Preisunterschied von vielleicht 4000,-€
c) In 10 Jahren ist ein Haus mit einem U-Wert von 0,24 ein energetischer Hypersanierungsfall und wird entsprechend mit geringerem Restwert versehen.
d) das macht zumindest für 50000,-€ etwa 1% geringerer Zins
Das sind in 20 Jahren bei 50000,-€ auch ca. 10000,-€ weniger Abtrag.

Also 200,-€*20 Jahre 4000,-€
plus 4000,-€ weniger für die Heizungsanlage
plus 10000,-€ Zinersparnisse in 20 jahren

In SUmme 18000,-€ mit steigender Tendenz, da die Energiekosten steigen werden.

Die Zahlen sind alle nur PIxDaumen aber sie sollen zeigen was man da dann doch bedenken sollte?

Das klingt alles nicht so viel, wenn man im Gegenzug die nicht unerheblichen Mehrinvestitionen in den Wandaufbau dagegen hält, aber man sollte auf jeden Fall mal den einen oder anderen Gedanken verschwenden.


Grüsse
Oswald

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