anzeige

News, Fachberichte, Pressemeldungen Termine, Veranstaltungen Marktplatz: Jobs, Immobilien, Firmen, Anzeigenmarkt, Produkte Serviceleistungen: Webmaster, Angebotsservice, Newsletter Energie, Bau & Haustechnik Community ENERLIX Gewerbekunden Marktplatz B2B
Übersicht & Forum  |   Forumsuche  |   Blogs  |   Fotos  |   Videos  |   Experten  |   Verbrauchs-Datenbank









Sie sind hier: Start > Community & Forum > Diskussionen: zurück


Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Erdsondenbohrung / Entzugsleistung

|

Ktgfraerer

Erfahrung:
Anmeldedatum: 03.10.2005,
Beiträge: 2
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
hallo forum

habe vor unsere ölheizung gegen eine sole wp auszutauschen
heizleistung wurde mit 14 kw und 10,5 kw entzugsleistung berechnet.
es liegen mir nun zwei angebote von bohrunternehmen vor die etwas von einander abweichen
unternehmen a: 220m doppel u-sonden
unternehmen b: 150m doppel u-sonden
untergrund: überwiegend dolomitgestein und kalkstein des lettenkeupers und des muschelkalks.
nun meine frage ist die entzugleistung mit 40-55w/m ok. und wie kommen die 70 m unterschied zustande ? eventuell fehler von mir ich gehe davon aus das bei doppel u-sonden auch die doppelte leistung pro meter entzogen wird ???

bin um jede hilfreiche antwort dankbar auch von erfahrungen mit bestehenden anlagen besonders aus dem hohenlohischen raum

beste wünsche und gute entzugsleistung jürgen Laughing

Nach oben
erdwaermezeitung

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 28.09.2005,
Beiträge: 26
Benutzer-Profile anzeigen http://www.erdwaerme-zeitung.de Antworten mit Zitat
Hallo, aus meiner Erfahrung würde ich zu der Berechnung des Unternehmens a tendieren. Der Unterschied der Berechnung ( Bohrmeterangaben) resultiert aus verschiedenen Annahmen der Entzugsleistung ( 50 bis 70 Watt ). Genaues kann man erst beim bohren anhand der Schichtenfolge ( Keuper ca 40-50 Watt / Muschelkalk bis 60 Watt )und eventuellem Grundwasserzufluss feststellen, aber ein guter Mittelwert sind sicherlich 50 Watt pro Meter und bieten auch eine vernünftige Sicherheit für die Lebensdauer der Sonden.
Bei Doppel – U – Sonden wird nicht automatisch die doppelte Leistung entzogen, diese haben sich aber Mittlerweile als Stand der Technik etabliert und bieten eine zusätzliche Sicherheit da es sich um zwei getrennte Kreisläufe handelt. Viele Grüsse

Weitere Infos unter http://www.erdwaerme-zeitung.de...

_________________
http://www.erdwaerme-zeitung.de...

Nach oben
Thomas

Erfahrung: Gast
,
Antworten mit Zitat
Selbstverständlich hat Bohrfirma b recht. Wie sollte es auch anders sein, nachdem mein Vorredner die Firma a empfohlen hat...Wink

Ich selbst habe in Baden-Württemberg im Bereich Keuper-Muschelkalk eine ganze Serie von Thermal Response Tests durchführen lassen. Im Mittel ergab sich ein Wert von 2.8 W/(mK) für die Gesteinswärmeleitfähigkeit (bezogen auf die jeweilge Sonde). Dabei zeigen Keuper und Muschelkalk praktisch identische Entzugsleistungen. Umgerechnet auf ein EFH-PRojekt bedeuten die 2.8 W/(mK) ca. 60 W/m Erdwärmesonde.

Eine Annahme von 40 W/m Sonde ist in jedem Fall deutlich zu pessimistisch. Die 55 W/m passen wesentlich besser.

Grundsätzlich aber werden beide Anlagen funktionieren. Die Variante Hersteller a bedingt jedoch mehr Stromaufnahme für die Soleumwälzpumpe, die Variante b hat sicherlich etwas geringere Soletemperaturen (im Mittel). In der schweizerischen FAWA-Studie kommt man jedoch zu dem Ergebnis, dass "viel nicht viel hilft". Das heißt: das mehr an Quellentemperatur wird im vorliegenden Fall durch die höhere Stromaufahme der Soleumwälzpumpe mehr als aufgefressen.

Gruß
Thomas

Nach oben
erdwaermezeitung

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 28.09.2005,
Beiträge: 26
Benutzer-Profile anzeigen http://www.erdwaerme-zeitung.de Antworten mit Zitat
Hallo Thomas, Deine Erfahrungen mit den Response Test würden mich sehr interessieren. Vielleicht kannst Du mich per pn kontaktieren.

Ich gebe Dir recht dass ein Mittel von 55 Watt pro Bohrmeter o.K. ist, es aber mit Sicherheit regionale Unterschiede gibt. Was anderes habe ich auch nicht geschrieben ( Mittelwert). Unternehmen (a) rechnet mit ca. 50 Watt also ziemlich nah an Deiner Annahme von 55 Watt
die Annahme vom Unternehmen b ( ca. 70 Watt) ist sehr optimistisch. Ich würde mich bei der zu tätigenden gesamt Investition nicht auf die geringen Bohrmeter einlassen, da dies in Zukunft (5-10) Jahre Probleme bringen kann. Des weiteren wissen wir auch nicht wie viele Nachbarn in Zukunft weitere Anlagen an diesem Standort bauen. Die zulässigen Heizperioden von ca. 1800 – 2100 Stunden werden meist auch überschritten und somit die Regenerationszeit der Sonden verkürzt. Es gibt so viele variablen bei der Planung der Anlage ( Geologie, Klüftung, Grundwasserfluss, Verpressung! (u.s.w). Die Unterschiedliche Auslegung der Solepumpen (bei den beiden Varianten) kann man wenn überhaupt vernachlässigen. Ich würde mich im Zweifel immer an der Untergrenze der VDI orientieren und die besagt ganz deutlich Ton 30-40 Watt, Kalkstein massiv 45-60 Watt. Viele Grüsse

http://www.erdwaerme-zeitung.de...

_________________
http://www.erdwaerme-zeitung.de...

Nach oben
Thomas

Erfahrung: Gast
,
Antworten mit Zitat
Sorry,

1. ich habe mich von der Angabe 40-55 W/m foppen lassen. Einfach nicht nachgerechnet. Es ist ganz richtig: 70 W/m sind in jedem Fall zu viel. Dagegen sind 55 W/m ein sehr vernünftiger Ansatz.

2. ich bin gar nicht "registriert"! PN (oder wie das heißt) scheidet also aus. Wie wärs mit mailen? Ich werde mal auf deiner Webpage vorbeischauen.

Thomas

Nach oben
Gast

Erfahrung:
,
Antworten mit Zitat
ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
So Butter bei die Fische Very Happy hat jemand wirklich Ahnung wie man die Tiefenbohrung bestimmt???? Ich kenne viele Häuser (ca. 150 m² Typ 7 Liter Haus) die mit Bohrung von unter 100m auskommen und da Funktioniert es auch. Wenn könnte mich jemand aufklären wie es genau berechnet wird? Einfach über die W/m zu gehen kann nicht stimmen, da sonst kein 7 Liter Haus mit 80 m hinkommen würde! Das wären ja nur 4 KW bei 50 W/m. Mir scheinen die Angaben von über 200 m unrealistisch, da z.B das Land NRW einen Ratgeber rausgibt bei den die Tiefen nur bis 100 m behandelt wird.
Gruß Marcel

Nach oben

Neues Thema eröffnen Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Antwort für Gäste, ohne Registrierung

Antwort für Gäste (ohne Registrierung)
Bitte schreiben Sie bei einer NEUEN Frage immer einen neuen Beitrag. Lediglich wenn Ihr Beitrag eine Antwort auf obigen Beitrag ist, antworten Sie als Gast ohne vorherige Registrierung direkt in diesem Formular.

Name/ Firma
Ihre e-Mail
(Ihre Mailadresse wird nicht veröffentlicht!)
Bewertung
Kategorie
Bezug
Titel
Ihr Text
Anzahl Zeichen: 0 (mind. 150 Zeichen!)
Spamschutz
E-Mail Erinnerung bei neuen Kommentaren zu diesem Artikel



Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   

 
Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Vereisung der Sonden, Entzugsleistung... celina Geothermie & Wärmepumpen 6 01.10.2008 15:27 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Ermittlung der erforderlichen Entzugs... juer Geothermie & Wärmepumpen 6 28.03.2007 06:37 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Nutzung eines Regenwasser-Sickerschat... Kater Lysator Geothermie & Wärmepumpen 1 09.01.2006 19:35 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. maximale Entzugsleistung bei Kapillar... Michael Sonstiges 2 31.08.2005 17:21 Letzten Beitrag anzeigen





ÄHNLICHES IM WISSENSBEREICH